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	<title>Webevangelisten &#187; Social Media</title>
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	<description>Evidenzbasierende Social Media Beratung</description>
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		<title>Social Media Webinar – Fragen und Antworten</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Aug 2011 10:07:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Pfeiffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verschiedenes]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
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		<description><![CDATA[Letzte Woche hielt ich mein erstes Webinar – zum Thema »Social Media aus Unternehmenssicht«. F&#252;r jemanden wie mich, der sehr gerne den Kontakt mit den Zuh&#246;renden pflegt, eine echte Herausforderung: Ich f&#252;hlte mich wie im Telekolleg, mein kleines Fernsehstudio bestand aus meinem MacBook und einem Headset, aber die Zuh&#246;rer waren bundesweit verstreut. W&#228;hrend der einst&#252;ndigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Letzte Woche hielt ich mein erstes Webinar – zum Thema »Social Media aus Unternehmenssicht«. F&#252;r jemanden wie mich, der sehr gerne den Kontakt mit den Zuh&#246;renden pflegt, eine echte Herausforderung: Ich f&#252;hlte mich wie im Telekolleg, mein kleines Fernsehstudio bestand aus meinem MacBook und einem Headset, aber die Zuh&#246;rer waren bundesweit verstreut. W&#228;hrend der einst&#252;ndigen Pr&#228;sentation in der verl&#228;ngerten Mittagspause wurde mein Bildschirm gefilmt und ins Internet gestreamt, einige Umfragen (mit ja/nein oder freien Antworten) brachten Interaktion in den Vortrag. Mehr Infos zum Webinar, den Live-Mitschnitt und die verwendete Technik finden Sie unter <a href="http://www.citrixonline.de/aktuelles/webinare/webinar-archiv/?page=1">http://www.citrixonline.de/&#8230;/webinare/</a></em></p>
<p>Weil ich w&#228;hrend des Vortrags nicht alle Fragen beantworten konnte, hole ich das an dieser Stelle sehr gerne nach:</p>
<h2>Ihre Fragen und meine Antworten</h2>
<p><strong>Was halten Sie von Google+? Wird das das neue Facebook werden?<br />
</strong>Der Suchmaschinengigant Google hat schon einige Versuche unternommen, in Social Media Fu&#223; zu fassen: Darunter waren das Netzwerk <a href="http://www.orkut.com">Orkut</a>, der Microbloggingdienst <a href="http://www.google.com/buzz?hl=de">Buzz</a> und der Kommunikationshybride <a href="https://wave.google.com/wave/?pli=1">Wave</a>, letzterer wurde offiziell schon wieder eingestellt, gerade mal ein Jahr nach dem Start. Insofern lohnt es sich zwar, Google+ zu beobachten und auf dem Laufenden zu bleiben, aber „Google+Aktien“ w&#252;rde ich noch als spekulativ bezeichnen, kein AAA.<br />
Als die herausragenden Features von Google+ werden h&#228;ufig die Kreise genannt, die Hangouts und Sparks:</p>
<ul>
<li><em>Kreise</em> (also die einfache M&#246;glichkeit, unterschiedliche Freundeskreise online unterschiedlich abzubilden) sind zweifelsohne ein wichtiges Feature von Google+, das es aber auch schon bei Facebook gibt (hier nennt man es „Gruppen“). Wenn Facebook die Herausforderung annimmt und seine Usability verbessert, k&#246;nnte Google+ auf diesem Feld Probleme bekommen.</li>
<li><em>Hangouts</em> sind Videokonferenzen mit bis zu zehn Teilnehmenden. Auch das gibt es schon – mit Skype. Zudem in besserer Qualit&#228;t.</li>
<li><em>Sparks</em> sind News-Alerts zu frei w&#228;hlbaren Themen. Legt man sich einen Spark zu „Mount Everest“ an, bleibt man &#252;ber alle Nachrichten rund um den h&#246;chsten Berg der Erde auf dem Laufenden. Hier spielt Google seine jahrelange Erfahrung im Suchmaschinenmarkt voll aus.</li>
</ul>
<p><em>Fazit: </em>Ob Google+ ein ernstzunehmender Gegner zu Facebook werden wird, wird erst die Zukunft bringen. Und nicht immer entscheiden knallharte Fakten &#252;ber den Erfolg oder Misserfolg, sondern Marketing und Image sind mindestens ebenso wichtig. Das Image von Facebook in Bezug auf Usability, Datenschutz und Datensicherheit ist nicht immer das beste – aber zumindest beim Datenschutz vertraut auch nicht jeder in Deutschland dem Unternehmen mit den bunten Buchstaben&#8230;</p>
<p><strong>Was ist StaticFBML?<br />
</strong>FBML steht – oder besser: stand – f&#252;r Facebook Markup Language. Damit konnte man z. B. auf eigenen Reitern innerhalb einer Fanpage Facebook-interne Funktionen nutzen wie bspw. die Profilbilder der Administratoren anzeigen lassen. Leider hat Facebook FBML eingestellt, so dass man es heute nicht mehr nutzen kann, <a href="http://allfacebook.de/tag/fbml-alternative">Alternativen zu FBML</a> stellt allfacebook.de vor.</p>
<p><strong>Empfehlen Sie einen Facebook Account f&#252;r eine Personalunternehmensberatung, die Fach-und F&#252;hrungskr&#228;fte im Auftrag von Unternehmen sucht?</strong><br />
Warum denn nicht? Aber Sie sollten Facebook nicht blo&#223; als sich erneuernde Jagdgr&#252;nde begreifen. &#220;berlegen Sie, was Sie zus&#228;tzlich zu Ihren Stellenangeboten noch posten k&#246;nnen und reagieren Sie auf Ihre Community. In diesem Zusammenhang d&#252;rfte Sie auch das <a href="http://www.bewerberblog.de/">Bewerberblog.de</a> interessieren.</p>
<p><strong>Gibt es erfolgreiche Social-Media-Beispiele im B2B Bereich, die Sie nennen/zeigen k&#246;nnen? </strong><strong>Welche Kan&#228;le eignen sich am besten f&#252;r B-to-B? </strong><strong>Was halten Sie allgemein von B2B Social Media Marketing? Soll man hier viel Aufwand betreiben?</strong><br />
Auch Fuhrparkmanager sind Menschen. Insofern ist B2B-Marketing auch in sozialen Netzwerken m&#246;glich und unter Umst&#228;nden auch sinnvoll. Der Social Business Blog hat <a href="http://www.social-business-blog.de/2011/05/social-media-bei-b2b-unternehmen-10-erfolgreiche-b2b-communities-von-softwareunternehmen/">10 erfolgreiche B2B-Communities von Softwareunternehmen</a> zusammengestellt, mit Beispielen von Microsoft, IBM und SAP. Aber auch die Krones AG, Weltmarktf&#252;hrer in der Getr&#228;nkeabf&#252;ll- und Verpackungstechnik, eine gut-b&#252;rgerlicher Mittelst&#228;ndler mit 10.000 Angestellten, <a href="http://www.smo14.de/2010/10/10/social-media-fur-b2b-das-beispiel-krones-ag/">besch&#228;ftigt einen Social Media Manager</a>, dessen Ziel unter anderem auch das Employer Branding ist, also die langfristige Attraktivit&#228;t f&#252;r hochqualifiziertes Personal. Ich m&#246;chte Sie auch noch auf das Pl&#228;doyer von Bernd Jodeleit hinweisen: <a href="http://blog.jodeleit.de/social-media-in-der-b2b-kommunikation-und-ob/">Social Media in der B2B-Kommunikation? Und ob!</a><strong> </strong></p>
<p><strong>Was sagen Sie zu Social Media im Bereich B2B? Wo ist die Grenze zur privaten Kommunikation f&#252;r Gesch&#228;ftskunden?</strong><br />
Die Grenze zwischen Berufs- und Privatleben verschwimmt zusehends. Wie man damit umgehen m&#246;chte, muss jeder f&#252;r sich selbst entscheiden. Ich pers&#246;nlich beantworte z. B. keine E-Mails am Wochenende oder zu sp&#228;ter Stunde. Wenn ich eine E-Mail zu ung&#252;nstiger Zeit gelesen habe und sich mich zu sehr besch&#228;ftigt, formuliere ich eine Antwort, schicke sie aber dennoch erst zu normalen B&#252;rozeiten ab.<br />
Auf Facebook und in anderen sozialen Netzwerken bin ich ohnehin nicht „privat“. Ab und an stelle ich Pers&#246;nliches ein, zum Beispiel ein Foto vom Bergwandern, aber das nur sehr dosiert und wohl&#252;berlegt. Meine Cousine hatte sich schon bei mir beschwert, von mir w&#252;rde man gar nichts Privates auf Facebook lesen&#8230; ich habe das als Kompliment aufgefasst. :) <strong> </strong></p>
<p><strong>Findet die Veranstaltung in Frankfurt (Twittwoch) w&#246;chentlich statt? Wo findet man die Termine daf&#252;r?</strong><br />
Twittwoch-Veranstaltungen finden bundesweit in &#252;ber zehn St&#228;dten statt, darunter Frankfurt, K&#246;ln, Berlin und M&#252;nchen. In gro&#223;en St&#228;dten wie Berlin (manche sagen: Metropolen) findet der Twittwoch jeden Monat statt, in kleineren in unregelm&#228;&#223;igen Abst&#228;nden. Infos zum Twittwoch gibt es unter <a href=" http://www.twittwoch.de/kategorie/twittwoch-vor-ort/">www.twittwoch.de</a>.</p>
<p><strong>Manche Unternehmen trauen sich nicht eine Fanpage zu er&#246;ffnen, da ggf. ein sensibles Thema behandelt wird und mehr negative Meinungen als Positive generiert werden. Gibt es da einen Tipp?</strong><br />
Jetzt k&#246;nnte man b&#246;se sein uns sagen: Wenn das so ist, sollte man &#252;berlegen, woran es liegt , wenn die Menschen negative Meinungen &#252;ber das Unternehmen oder seine Dienstleistungen und Produkte haben. Und dass es geboten sein kann, den Grund hierf&#252;r zu erfahren und diesen ggf. abzustellen und nicht nur die Symptome zu bek&#228;mpfen. Marketing und PR k&#246;nnen ja nicht zaubern, auch wenn das manchen in der Branche gerne so h&#228;tten. :)<br />
Die Gespr&#228;che &#252;ber ein Unternehmen finden auch ohne Beteiligung des Unternehmens statt. Um mich &#252;ber eine Firma XY aufzuregen, brauche ich nicht deren Fanpage, das kann ich auch in meinem Blog tun. Auf der Fanpage hat es f&#252;r die Firma aber u.U. den Vorteil, die Diskussion zentral bei sich zu Hause zu haben, mit allen Vor- aber auch Nachteilen: Sie k&#246;nnen die Diskussion sicherlich einfacher steuern, wenn Sie „Herr im Hause“ sind. Auf der anderen Seiten ben&#246;tigen Sie dazu die n&#246;tige Manpower. Wenn Sie die nicht haben oder aufbringen wollen, ist ein Engagement in Social Media (wie in vielen anderen Bereichen auch) zu &#252;berdenken.</p>
<p><strong>Wie geht man bei einem Fotoaufruf auf Facebook z.B. damit um, wenn Leute anst&#246;&#223;ige Fotos hochladen?<br />
</strong>Man l&#246;scht die Fotos.</p>
<p><strong>Ist es sinnvoll, Twitter und Facebook zu synchronisieren oder sollten wir als Unternehmen besser beides separat verwalten?</strong><br />
Auf den ersten Blick ist es immer verlockend, verschiedene Dienste miteinander zu synchronisieren: Mehr Reichweite mit weniger Aufwand. Auf den zweiten Blick sind Twitter und Facebook aber sehr unterschiedlich: #Hashtags auf Twitter werden von den Usern anders verstanden als auf Facebook, @-Erw&#228;hungen gibt es zwar auch auf Facebook, bei einer automatischen Synchronisation werden diese aber nicht portiert. Zudem dr&#228;ngt sich die Frage auf: Warum sollte jemand Fan auf Facebook <span style="text-decoration: underline;">und</span> Follower auf Twitter sein, wenn sich die Inhalte nur doppeln?<br />
Wenn Sie ab und zu Inhalte von Twitter sofort nach Facebook synchronisieren m&#246;chten, hilft Ihnen die Facebook-Anwendung  <a href="http://www.facebook.com/selectivetwitter">Selective Twitter</a>, damit k&#246;nnen Sie Tweets, die mit #fb gekennzeichnet sind, automatisch auf Facebook zweitpublizieren.</p>
<p><strong>Wer erstellt Facebook-Fan-Seiten? Was kostet das?<br />
</strong>Eine Facebook-Seite zu erstellen ist in wenigen Stunden getan. Das machen nat&#252;rlich Werbe- und PR-Agenturen (mit entsprechendem Stundensatz) oder Studierende oder Sch&#252;ler (mit entsprechender Zuverl&#228;ssigkeit) oder Sie machen es selbst. Dabei hilft Ihnen evtl. mein <a href="http://www.amazon.de/Social-Media-Twitter-Facebook-Kunden/dp/382733019X">Buch „Social Media“</a> :)</p>
<p><strong>Wir haben vorhin die Kampagne von Otto gesehen. Ich habe mal irgendwo gelesen das Gewinnspiele bei Facebook verboten sind. Stimmt das?</strong><br />
Das stimmt bedingt. Gewinnspiele auf Facebook sind nur erlaubt, wenn man sie mit einer eigens daf&#252;r programmierten Anwendungen durchf&#252;hrt, nicht aber mit den nativen Funktionen von Facebook wie „Gef&#228;llt-mir-s“ und Foto-Uploads. Hier geht&#8217;s zu den – st&#228;ndig ver&#228;nderten – <a href="http://www.facebook.com/promotions_guidelines.php">Richtlinien f&#252;r Gewinnspiele auf Facebook</a>.</p>
<p><strong>K&#246;nnte ich eine Einladung f&#252;r deine Gruppe &#8220;FB Admins&#8221; bekommen?</strong><br />
Sehr gerne. Aber Einladungen sind nicht n&#246;tig. Einfach der <a href="http://www.facebook.com/groups/pageadmins.de/">Facebook-Gruppe Fanpage Admins </a>beitreten.</p>
<p><strong>Wie k&#246;nnen User direkt in ein Facebook-Fotoalbum hochladen?<br />
</strong>User d&#252;rfen nur auf die Pinnwand posten. Ein Admin kann aber hernach die Bilder in ein Album verschieben.</p>
<p><strong>Ich betreue mehrere Fansites  auf Facebook. Ist das dann eher sch&#228;dlich, wenn ich z.B. die News z.T. teile oder als Admin auch z.B.  &#8221;Gef&#228;llt mir&#8221; dr&#252;cke? Oder von einer Site zur anderen anderweitig verlinke, wenn es Sinn macht?! Oder sollte man hier besser alles nicht miteinander verbinden?!</strong><br />
Der wichtige Hinweis, den Sie sich schon selber in Ihrer Frage geben, ist: &#8220;wenn es Sinn macht&#8221;. Die Seiten haben nat&#252;rlich irgendwo irgendwelche Unterschiede, sonst w&#228;ren es ja nicht verschiedene Seiten. Also sollte nicht zu viel &#228;hnlich sein. Aber wohldosiert ist es in meinen Augen kein Problem, Links auf mehreren Seiten zu posten. Das i-T&#252;pfelchen w&#228;re, wenn Sie die Links mit jeweils unterschiedlichen Kommentaren posten. Sie k&#246;nnen als Admin auch die Fans der unterschiedlichen Seiten durchsehen und erkennen, ob es viele Doppel-Fans gibt, also Menschen, die mehreren Ihrer Seiten folgen. Gibt es diese Doppelungen nicht, steht einem Crossposting nichts im Wege. <strong></strong></p>
<p><strong>Ist das falsch/gut f&#252;r eine Fansite, wenn es auch „fremde“ News ver&#246;ffentlicht? Also alles, was andere Zeitungen , Spiegel-Online o.&#228;. ver&#246;ffentlichen, was von Belang ist zu meinem Thema und darf man einfach einen Link von Spiegel-Online z.B. auf seine Pinnwand stellen? Oder w&#252;rden Sie davon abraten, dass man auf fremde Seiten verlinkt?</strong><br />
Ich empfehle das mit Nachdruck. Wer will schon mit jemandem sprechen, der/die immer nur von sich spricht? Das ist auf Dauer langweilig und regt nicht zum Dialog an.  Rechtlich d&#252;rfen d&#252;rfen Sie das, und Spiegel Online und die anderen sind ja froh um jede Verlinkung. Und Ihre Leser/innen werden es Ihnen auch danken: interessante Nachrichten aus Ihrer Branche.</p>
<h2>Noch Fragen?</h2>
<p>Haben Sie noch weitere Fragen? Nutzen Sie die Kommentarfunktion am Ende der Seite.</p>
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		<title>Wenn Linke Linke verlinken – Vortrag auf der re:publica</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Apr 2011 11:09:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Pfeiffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Betrachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Diskussion um Privatsph&#228;re ist &#228;lter als das Internet: Tun Sie erst gar keine Dinge, die keiner wissen sollte! Aber was ist, wenn man eigentlich gar nichts tut, aber dennoch viel &#252;ber sich verr&#228;t? Allein aus dem Kontakte-Netzwerk bei Twitter, Facebook und Co. kann man sehr viel &#252;ber einen Menschen erfahren: Welcher Partei die Person [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Diskussion um Privatsph&#228;re ist &#228;lter als das Internet: Tun Sie erst gar keine Dinge, die keiner wissen sollte! Aber was ist, wenn man eigentlich gar nichts tut, aber dennoch viel &#252;ber sich verr&#228;t? Allein aus dem Kontakte-Netzwerk bei Twitter, Facebook und Co. kann man sehr viel &#252;ber einen Menschen erfahren: Welcher Partei die Person wahrscheinlich nahe steht, was sie vom „Schottern” h&#228;lt oder ob sie eventuell gegen die M&#252;nchner Sicherheitskonferenz demonstrieren wird. In unseren Verbindungen auf sozialen Netzwerken kann man lesen wie in einer Landkarte. Wie das geht und welche Folgen das haben kann, dar&#252;ber spricht Thomas Pfeiffer von den Webevangelisten.</p>
<p><iframe title="YouTube video player" width="530" height="328" src="http://www.youtube.com/embed/BLaZl9ve0z4" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Wenn Sie nichts zu verbergen haben, haben Sie auch nichts zu bef&#252;rchten. Mit Sicherheit!</p>
<h2>Shownotes</h2>
<ul>
<li><a href="/kleine-twitterwelt/">Kleine Twitterwelt</a></li>
<li><a href="/freunde-zeigen-wen-du-waehlst/">Zeig mir Deine Freunde und ich sage Dir, wen Du w&#228;hlst</a></li>
<li><a href="http://www.twittwoch.de/dumm-3-0-robert-basic-vs-markus-reiter/">Dumm 3.0? – Streitgespr&#228;ch zwischen Robert Basic und Markus Reiter</a></li>
<li><a href="/die-staerke-schwacher-bindungen/">Die St&#228;rke schwacher Bindungen</a></li>
<li><a href="http://www.amazon.de/Republic-com-2-0-Cass-R-Sunstein/dp/0691133565/">Repulic 2.0 von Cass Sunstein</a></li>
</ul>
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		<title>Christoph Bieber: „Mit Politik haben Menschen etwas am Hut, mit Parteien weniger”</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Oct 2010 08:48:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Pfeiffer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Er bezeichnete die Bundestagswahlkampagne der Piratenpartei als „Augmented Reality Game“ und nennt den deutschen Politik-Twitter-Pionier Thorsten Sch&#228;fer-G&#252;mbel einen „Apfelwein-Obama” &#8211; Dr. Christoph Bieber ist einer der kenntnisreichsten »Digitalen Politologen« in Deutschland. Er ist stellvertretender Vorsitzender des Vereins Politik Digital, der die digitale Entwicklung der europ&#228;ischen Informationsgesellschaft beobachtet und Projektleiter im Forschungsverbund „Interactive Science“ an der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong><img class="alignleft size-full wp-image-2553" title="Christoph Bieber: Politik Digital" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/10/politikdigitalchristophbieber.jpg" alt="" width="186" height="296" /><span style="font-weight: normal;">Er bezeichnete die Bundestagswahlkampagne der Piratenpartei als „Augmented Reality Game“ und nennt den deutschen Politik-Twitter-Pionier Thorsten Sch&#228;fer-G&#252;mbel einen „Apfelwein-Obama” &#8211; Dr. Christoph Bieber ist einer der kenntnisreichsten »Digitalen Politologen« in Deutschland. Er ist stellvertretender Vorsitzender des Vereins <a href="http://politik-digital.de/">Politik Digital</a>, der die digitale Entwicklung der europ&#228;ischen Informationsgesellschaft beobachtet </span></strong></em><em>und Projektleiter im Forschungsverbund „Interactive Science“ an </em><em>der Justus Liebig Universit&#228;t Gie&#223;en. </em></p>
<p><em>In seinem gerade erschienenen Buch »Politik Digital &#8211; Online zum W&#228;hler« zeigt er die Unterschiede zwischen Deutschland und den USA auf, die erkl&#228;ren, warum es keinen Obama an der Ruhr gab und er geht der Frage nach, inwieweit sich Parteien zu Themen-Netzwerken weiterentwickeln (sollten). </em><em>Wie bei jedem guten Buch entstehen durch die Beantwortung von alten auch wieder neue Fragen, die mir der Politikwissenschaftler aber prompt beantwortet hat:</em></p>
<p><em><strong>Thomas Pfeiffer: </strong></em><strong>Vergangenes Wochenende veranstaltete die Gr&#252;nen-nahe Petra-Kelly-Stiftung den Kongress „Das Web 2.0 und seine Folgen“. Du sa&#223;t gemeinsam mit dem bayerischen Landesvorsitzenden Dieter Janecek, der selber auch twittert und facebookt, auf einem Podium mit dem Titel „Yes, we twitter!“. Barack Obama wird zwei Jahre nach seiner Wahl immer noch als das gro&#223;e Vorbild aller Online-Wahlk&#228;mpfer verehrt. In Deutschland hat es aber der als „Hessen-Obama“ titulierte Online-Wahlk&#228;mpfer Thorsten Sch&#228;fer-G&#252;mbel (SPD) nicht zu h&#246;heren Weihen in seiner Partei oder seinem Land gebracht. Ich kenne auch keine Plattform, die „myAngie“ hei&#223;t. Warum ist das so? Worin bestehen die Unterschiede zwischen den USA und Deutsc</strong>hland?</p>
<p><em>Dr. Christoph Bieber: </em>Eines vorweg: mit dem Titel der Diskussionsrunde war ich &#252;berhaupt nicht einverstanden – Barack Obama hat sicher einen Weg weisenden Online-Wahlkampf gef&#252;hrt, aber auf Twitter lieferte er nur eine schwache Performance. Die hohen Follower-Zahlen waren reine Mitnahmeeffekte aus den anderen Netzwerken, denn sein Team postete fast ausschlie&#223;lich Terminank&#252;ndigungen zu den n&#228;chsten Wahlkampfauftritten. Und damit w&#228;ren wir schon bei Thorsten Sch&#228;fer-G&#252;mbel, dem „Apfelwein-Obama“ wider Willen. In puncto Twitter war „TSG“ sicher der mutigere von beiden, denn er hat sich auf die pers&#246;nliche, emotionale und direkte Kommunikation eingelassen, die bei Twitter besonders goutiert wird. Und nebenbei: meiner Meinung nach hat es Sch&#228;fer-G&#252;mbel sehr wohl zu „h&#246;heren Weihen“ gebracht – dem neuen hessischen Ministerpr&#228;sideten Bouffier begegnet er auf Augenh&#246;he und in der SPD ist er Mitglied des Bundesvorstandes. Nicht schlecht f&#252;r jemanden, der im Herbst 2008 ein quasi unbeschriebenes Blatt gewesen ist.</p>
<p><strong>In einem Vortrag auf dem Kongress „<a href="http://pb21.de/">Web 2.0 in der Politischen Bildung #pb21</a>“ hast Du den <a href="http://carta.info/15450/kampagne-als-augmented-reality-game-der-mitmachwahlkampf-der-piratenpartei/">Bundesagswahlkampf der Piratenpartei mit Begriffen aus der Computerspielewelt </a></strong><strong>beschrieben: Das Sammeln der n&#246;tigen Unterschriften f&#252;r die Zulassung zur Wahl war Level 1, verschiedene „Quests“ mussten gel&#246;st werden und der Endgegner hie&#223; Wahlurne. Gleichzeitig gibt es parteiunabh&#228;ngige Flashmobs wie „Und alle so yeah“ oder massenmediale Formate wie Stefan Raabs „TV total Bundestagswahl“. Geht der Anteil an Jungw&#228;hlern bei bei Wahlen erster und zweiter Ordnung auch deshalb zur&#252;ck, weil Digital Natives ein komplett anderes Verst&#228;ndnis von politics (Prozessdimension von Politik) haben als die heute M&#228;chtigen, die meist jenseits der 40 oder 50 sind?</strong></p>
<h2 style="float: right; margin: 0 0 0 40px; width: 280px;">„Mit Politik haben viele junge Menschen durchaus noch etwas am Hut, mit Parteien dagegen weniger”</h2>
<p>Ich denke, hier muss man differenzieren – mit Politik haben viele junge Menschen durchaus noch etwas am Hut, mit Parteien dagegen weniger. Die Frage ist daher, wie es den Parteiorganisationen gelingt, diese Gruppe davon zu &#252;berzeugen, dass es sehr gute Gr&#252;nde daf&#252;r gibt, sich in einer Partei zu organisieren. Ein wirklich erstaunlicher Punkt an den „Piraten“ ist ja gerade, dass sie sich als Partei formiert haben – ihre Klientel ist mit den diversen Formen der politischen Intervention im Netz bestens vertraut: sie koordinieren Protestaktionen online, unterzeichnen E-Petitionen, errichten Kampagnen-Websites oder &#252;berfluten die Mailboxen von Abgeordneten, um ihre Auffassungen deutlich zu machen. Aber trotzdem engagiert sich eine gro&#223;e Zahl von ihnen auch noch unter dem Dach einer Partei, wohl wissend, dass gerade diese Organisationsform gerade eine schwierige Zeit durchmacht. Im Augenblick kann man noch nicht sagen, ob das eine „Modeerscheinung“ ist oder sich hier allm&#228;hlich ein neues politisches Milieu formiert, von dem wir auch in den n&#228;chsten Jahren noch viel h&#246;ren werden.</p>
<p><strong>Eine Zwischen&#252;berschrift in Deinem Buch lautet: „Die Politik kann lernen, das Internet zu lieben“. Kurz zuvor ist die Rede von Markus Beckedahl (<a href="http://netzpolitik.og">Netzpolitik</a>), Constanze Kurz (<a href="http://ccc.de">Chaos Computer Club</a>) und Sascha Lobo (<a href="http://saschalobo.com">Sascha Lobo</a></strong><strong>). Glaubst Du wirklich, dass die drei f&#252;r Ursula von der Leyen (</strong><strong><a href="http://www.google.de/search?q=zensursula">#zensursula</a></strong><strong>), Ilse Aigner (</strong><strong><a href="http://sehe-ich-mich-gezwungen.de">sehe-ich-mich-gezwungen.de</a></strong><strong>) und Thomas de Mazière (</strong><strong><a href="http://www.sockenblog.com/2010/09/irgendwelche-hacker-mogen-immer-irgendetwas-hacken-konnen/">„Hacker m&#246;gen hacken“</a></strong><strong>) im Wortsinne liebens-wert sind?</strong></p>
<div id="attachment_2546" class="wp-caption alignleft" style="width: 170px"><img class="size-full wp-image-2546 " title="Christoph Bieber" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/10/christophbieber.jpg" alt="" width="160" height="160" /><p class="wp-caption-text">Dr. Christoph Bieber, Politikwissenschaftler aus Gie&#223;en, denkt &#252;ber »Digitale Politik« nach</p></div>
<p>Mit „der Politik“ meine ich ja nicht nur die prominenten Personen der so genannten „Berliner Republik“ – die drei Beispiele sehe ich ja eher als „Figuren“ und weniger als „Personen“. Jede(r) von ihnen steht f&#252;r eine bestimmte Strategie, sich in der politischen &#214;ffentlichkeit zu positionieren. Markus Beckedahl ist dabei der prototypische „Blogger“, der mit seiner Website ein Publikum erreicht, das f&#252;r andere Medienanbieter l&#228;ngst verloren ist, Constanze Kurz besch&#228;ftigt sich mit Themen, die in der n&#228;chsten Zeit Legionen von Parteipolitikern besch&#228;ftigen werden und Sascha Lobo – ist Sascha Lobo, ein Aufmerksamkeits-Unternehmer in eigener Sache, der zun&#228;chst einmal vormacht, wie Personalisierung in Zeiten digitaler Medien funktioniert. Mal ganz abgesehen von seiner ideologischen Neigung zur Sozialdemokratie liefert er die Blaupause daf&#252;r, wie man die neuen Medien zur Prominenzierung nutzt – eine F&#228;higkeit, von der unter den Bedingungen der alten Medien vor allem Schauspieler oder Unternehmer profitiert haben und darauf nicht selten eine politische Karriere begr&#252;ndet haben. „Liebenswert“ f&#252;r die Politik sind daher weniger die konkreten Personen als deren jeweiligen Erfolgsrezepte.</p>
<p><strong>Mit sozialen Medien k&#246;nnen sich Menschen sehr punktuell mit Anderen austauschen und organisieren, so hatten die Anh&#228;nger der #myGauck-Kampagne ihre eigentliche politische Heimat nicht nur bei SPD und Gr&#252;nen, die den ehemaligen DDR-B&#252;rgerrechtler als Pr&#228;sidentschaftskandidaten vorgeschlagen hatten, sondern auch Liberale und Konservative machten sich f&#252;r den Pfarrer stark. Cass Sunstein beklagt hingegen die negativen Folgen einer politisch einseitig vernetzten digitalen Kommunikationslandschaft: SPDler lesen sozial-demokratische Blogs, FDPler verfolgen liberale Twitterer und Gr&#252;ne suchen nach der Netzbegr&#252;nung (vgl. auch </strong><strong><a href="/freunde-zeigen-wen-du-waehlst/">Zeig mir Deine Freunde und ich sage Dir, wen Du w&#228;hlst</a></strong><strong>). Die im Online-Wahlkampf so sehr aufgefallenen Piraten sind eine single-issue-Partei mit lediglich zwei Prozent. Social Media bedeutet also auch, dass es unz&#228;hlige Mikro-Teil-&#214;ffentlichkeiten gibt, die sich thematisch immer wieder neu finden und mischen, die sich aber auch voneinander abgrenzen und gegeneinander arbeiten. Ist das ein Segen oder ein Fluch?</strong></p>
<h2 style="float: right; margin: 0 0 0 40px; width: 280px;">„Die politische Online-&#214;ffentlichkeit leidet noch immer unter der gro&#223;en Netzflucht der Politik nach der Bundestagswahl 2005”</h2>
<p>Cass Sunsteins &#220;berlegungen sind gereift mit Blick auf die US-amerikanische Blogosph&#228;re, die sich im Schatten eines Zwei-Parteien-Systems entwickelt hat und tats&#228;chlich sehr dichotomisch aufgebaut ist. In Deutschland sieht es dagegen ganz anders aus: zum einen leben wir in einem „fluiden F&#252;nf-Parteien-System“, in dem wie die letzten Umfragen zeigen, l&#228;ngst nicht mehr ausgemacht ist, wer als kleine oder gro&#223;e Partei bezeichnet werden kann. Zum anderen leidet die politische Online-&#214;ffentlichkeit noch immer unter der gro&#223;en Netzflucht der Politik nach der Bundestagswahl 2005. Damals hatten sich im Wahlkampf viele Politiker als Blogger versucht, gleich nach der Wahl das Posten aber eingestellt. Davon hat sich meiner Meinung nach die deutsche Blogosph&#228;re nie erholt. Erst im Zuge der #mygauck-Aktivit&#228;ten hat sich so etwas wie eine nach Parteibindungen abbildbare Blog-Landschaft bezeigt, mit Nico Lumma, Michael Spreng, Felix Neumann oder Till Westermayer finden sich Vorreiter und Beispielgeber daf&#252;r, wie „politisches Bloggen“ entlang der Parteilinien aussehen kann (und nicht selten zeichnet es gerade diese Blogs aus, dass sie mit der „offiziellen“ Parteipolitik hart ins Gericht gehen). Die durchaus vorhandene Selbstbez&#252;glichkeit der politischen Twitterer hierzulande ist aber auch eine Folge aus der bislang eher zur&#252;ckhaltenden Twitter-Nutzung insgesamt – die Politik ist (mit Ausnahme der Werbung) in meinen Augen die „Twitter-affinste“ Branche in Deutschland. Mit wem sollen die Politiker sich denn sonst via Twitter austauschen als mit Parteifreunden oder Parlamentskollegen? Die „B&#252;rger“ stellen bei Twitter bislang eine Minderheit dar, selbst die Journalisten n&#228;hern sich dem Format eher widerwillig. Da ist es doch verst&#228;ndlich, dass man die 140 Zeichen zum digitalen Zwischenruf nutzt und den politischen Gegner angeht.</p>
<p><strong>Neben der #zensursula-Kampagne waren im letzten Jahr auch europaweite Studierendenproteste gegen die Bologona-Reform stark pr&#228;sent im digitalen politischen Raum. Diese Proteste fanden ihren Ursprung in der Besetzung des Wiener Audimax und wurden in sozialen Medien intensiv kommentiert, weiterverbreitet und ein nicht unwesentlicher Teil der Koordination und Kooperation wurde online organisiert. In &#214;sterreich etablierte sich daf&#252;r der Hashtag #unibrennt, in Deutschland dagegen der braver wirkende Begriff #bildungsstreik. Hatte Lenin Recht, als er feixte, die Deutschen w&#252;rden sich vor Erst&#252;rmung eines Bahnhofs erst eine Bahnsteigkarte kaufen?</strong></p>
<p>In der Tat waren die Dynamiken in &#214;sterreich und Deutschland von unterschiedlicher Intensit&#228;t – noch wichtiger als das „Labeling“ war aber die Struktur der Plattformen, die f&#252;r den Protest genutzt wurden. W&#228;hrend in &#214;sterreich Facebook zum Standard avanciert ist, hat in Deutschland die starke Stellung des technisch weniger offenen und flexiblen StudiVZ eine „aggressivere“ Nutzung des Internet zu Streik-Zwecken behindert. Man kann von Facebook halten was man will – doch gerade die immer st&#228;rker sp&#252;rbare Verzahnung des Netzwerks mit anderen Bereichen des Netzes hat auch ihre Vorteile. Gerade wenn es um die Organisation kollektiver Kommunikation und die Verbreitung von Botschaften geht, bietet Facebook zur Zeit die technisch besten M&#246;glichkeiten. Davon profitierte die &#246;sterreichische Studierendenschaft, w&#228;hrend sich in Deutschland die Spaltung der studentischen &#214;ffentlichkeit entlang der Plattformen-Grenzen negativ auswirkte.</p>
<p><strong>Heiner Gei&#223;ler, ehemaliger Scharfmacher der CDU und jetziges Attac-Mitglied und Schlichter bei Stuttgart 21 hat am Wochenende gesagt: „Staatliche Entscheidungen bei solch gravierenden Projekten ohne Einbindung der B&#252;rger geh&#246;ren dem vorherigen Jahrhundert an.“ Hat sich mit dem Internet die „Architektur der Partizipation“ (Tim O‘Reilly) derart verschoben, dass nun, wie Clay Shirky buchtitelt, hier jeder kommt („Here comes everybody“)? Was bedeutet das f&#252;r unsere repr&#228;sentative Demokratie?</strong></p>
<h2 style="float: left; margin: 0 40 0 0px; width: 280px;">„Schlichter passen zum Genre der Gro&#223;demos. Ich bin gespannt, wie weit man damit heutzutage kommt.”</h2>
<p>Stuttgart 21 bzw. #s21 ist in mehrfacher Hinsicht ein spannendes Beispiel f&#252;r die Effekte von politischer Echtzeitkommunikation. Zun&#228;chst einmal wirken die Proteste rund um den Hauptbahnhof wie ein Flashback auf die Gro&#223;demos der 1980er Jahre: als klassische Besetzung des &#246;ffentlichen Raums, die von den alten Medien gro&#223; und breit abgebildet wird. Erstaunlicherweise liest man bisher noch recht wenig dar&#252;ber, was online passiert: die Websites <a href="http://parkschuetzer.de">parkschuetzer.de</a> und <a href="http://kopfbahnhof-21.de">kopfbahnhof-21.de</a> fungieren als Informations-Portale der Projektgegner, <a href="http://fluegel.tv">fluegel.tv</a> versucht sich an neuen Live-Formaten, bei Facebook konkurrieren die Seiten von Pro- und Contra-Fraktion um hochgereckte Daumen und Twitter-Listen erlauben einen schnellen Einstieg in den Nachrichtenfluss. Was allerdings fehlt, ist eine zentrale Anlaufstelle f&#252;r die breit angelegte &#246;ffentliche Diskussion zum Thema, die sich als relevanter Faktor in die Debatte einbringt. Im Landtagswahlkampf in Nordrhein-Westfalen war das das Blog <a href="http://wir-in-nrw-blog.de">wir-in-nrw-blog.de</a>, das den regionalen Medien den Rang abgelaufen hatte. Im Vorfeld der Landtagswahl in Baden-W&#252;rttemberg gibt es nun eine Situation, die eigentlich wie geschaffen ist f&#252;r eine lebendige, reichweitenstarke Online-Plattform, die nicht nur &#252;ber die aktuellen Entwicklungen berichtet, sondern die auch die Streitpartner in den Diskurs einbezieht. Das ist eine gro&#223;e Chance f&#252;r die lokalen und regionalen Medien, aber auch f&#252;r die Politiker und Parteien. Es gibt gen&#252;gt M&#246;glichkeiten und l&#228;ngst auch das Know-How, ein „tolles B&#252;rgerprojekt“ (Mappus) im Netz zu organisieren. Stattdessen setzt man aber mit der Bestellung eines „Schlichters“ auf ein Vermittlungsmodell, das zum Genre der Gro&#223;demonstration passt. Ich bin gespannt, wie weit man damit heutzutage kommt.</p>
<p><strong>Vielen Dank f&#252;r Deine Antworten.</strong></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2553" title="Christoph Bieber: Politik Digital" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/10/politikdigitalchristophbieber.jpg" alt="" width="85" />Das Buch <a href="http://www.katrin-blumenkamp.de/home/propoldi.html">„Politik Digital &#8211; Online zum W&#228;hler” ist im Blumenkamp-Verlag</a> erschienen und kostet 15,- €. Es kann nat&#252;rlich auch <a href="http://www.amazon.de/politik-digital-Online-zum-W%C3%A4hler/dp/3981068580/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1287389340&amp;sr=8-1">im Internet bei Amazon</a> gekauft werden.</p>
<p>Dr. Christoph Bieber lehrt und forscht am <a href="http://www.uni-giessen.de/cms/fbz/fb03/institute/institut-fur-politikwissenschaft/Personen/bieber">Institut f&#252;r Politikwissenschaft der Justus-Liebig-Universit&#228;t Gie&#223;en</a> und bloggt auch im Elternzeitmodus &#252;ber <a href="http://internetundpolitik.wordpress.com/">Internet und Politik</a>.</p>
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		<title>Zehn Social Media-Ger&#252;chte und warum sie nicht stimmen</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Sep 2010 07:54:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Pfeiffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verschiedenes]]></category>
		<category><![CDATA[Blogosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Gerüchte]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Internet ist schnell, so schnell, dass ich manchmal das Dementi lese, noch bevor ich die eigentliche Meldung kenne. Manchmal hilft es, einfach mal zwei Tage offline zu bleiben, dann bekommt man manche Ger&#252;chte erst gar nicht mit, weil sie schon wieder widerlegt oder veraltet sind, so z.B., dass Facebook ein eigenes Handy auf den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Internet ist schnell, so schnell, dass ich manchmal das Dementi lese, noch bevor ich die eigentliche Meldung kenne. Manchmal hilft es, einfach mal zwei Tage offline zu bleiben, dann bekommt man manche Ger&#252;chte erst gar nicht mit, weil sie schon wieder widerlegt oder veraltet sind, so z.B., dass <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2010/09/20/peinliches-spaetsommer-theater-in-us-blogs-um-ein-moegliches-facebook-phone/">Facebook ein eigenes Handy auf den Markt</a> bringen will.<br />
Andere Ger&#252;chte halten sich hartn&#228;ckiger, und als Chef-Aufkl&#228;rer vor dem Herrn (siehe den Namen dieses Blogs), m&#246;chte ich nun f&#252;r eine Renaissance der Wahrheit im Internet im Allgemeinen und in der Blogosph&#228;re im Besonderen streiten.</p>
<p>Hier meine ultimative Liste (ja, ich wollte auch mal eine Liste der zehn so-und-so-Dinge ver&#246;ffentlichen), also:</p>
<h2 style="padding-bottom: 20px; color: #999;">Die zehn falschesten Social Media-Legenden</h2>
<h2>1) BING steht f&#252;r <em>But it&#8217;s not Google</em></h2>
<p>Stimmt nat&#252;rlich nicht. In Zeiten, in denen Google langsam „evil“ wird und Microsoft zum Underdog degeneriert, m&#246;chten manche vielleicht einen Endzeit-Kampf beider Giganten heraufbeschw&#246;ren, Bing steht aber lediglich f&#252;r „Ballmer is not Gates“. Moment, aber das w&#252;rde ja auch einen Kampf der Giganten bedeuten&#8230;</p>
<h2>2) Das WeTab kommt</h2>
<p>So oder so, das WePad, &#228;h, WeTab kommt. Ganz sicher. Mit oder ohne Multitouch („in den Vorf&#252;hrger&#228;ten lediglich deaktiviert“). Und wenn alle Stricke rei&#223;en, wei&#223; der Apple-Fanboy Richard @gutjahr Rat:</p>
<p><a href="http://gutjahr.biz/blog/2010/09/wetab/"><img class="alignleft size-full wp-image-2435" title="wetabinside" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/09/wetabinside.jpg" alt="" width="477" height="539" /></a></p>
<div>Illustration: <a href="http://gutjahr.biz/blog/2010/09/wetab/">Richard Gutjahr</a></div>
<h2>3) Sixtus und Lobo verdienen ihr Geld nach dem Ende von „Sixtus vs. Lobo“ in der Fu&#223;g&#228;ngerzone</h2>
<p>Auch wenn sie uns das glauben machen wollen, das ist nat&#252;rlich blanker Unsinn und nur dem Understatement des bekanntesten bundesdeutschen Frisurenuntersatz geschuldet. Lobo kehrt dem Online-Biz den R&#252;cken und wurde <a href="http://saschalobo.com/2010/09/13/einen-roman-also-aha/">Buchautor, mit richtig totem Holz und Stroh</a> und so.<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="270" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="quality" value="high" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="src" value="http://www.sixtus-vs-lobo.de/FlowPlayer.swf?config= configFileName: 'http://www.sixtus-vs-lobo.de/embed.js', videoFile: 'http://www.blinkenfilme.de/svl/047/SVL_047.mp4', splashImageFile: 'http://www.blinkenfilme.de/svl/047/SVL_047.jpg'" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="270" src="http://www.sixtus-vs-lobo.de/FlowPlayer.swf?config= configFileName: 'http://www.sixtus-vs-lobo.de/embed.js', videoFile: 'http://www.blinkenfilme.de/svl/047/SVL_047.mp4', splashImageFile: 'http://www.blinkenfilme.de/svl/047/SVL_047.jpg'" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" quality="high"></embed></object></p>
<p style="text-align: left; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em;"><a href="http://www.sixtus-vs-lobo.de/svl/video/220/">Sixtus vs. Lobo – Was wurde eigentlich aus Sixtus und Lobo?</a></p>
<h2 style="text-align: left; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em;">4) @mspro hat die Ctrl verloren</h2>
<p>Es war ein mutiger Versuch, von beiden Seiten: der Frei- und Sch&#246;ngeist <a href="http://twitter.com/mspro">@mspro</a> und die F.A.Z. tun sich zusammen und sinnieren &#252;ber den Ctrl-Verlust. Im Endeffekt hat Michael Seemann zwar den Ctrl-Verlust verloren, aber hat er die Kontrolle dann eigentlich nicht wieder gewonnen, wenn er ihren Verlust verliert&#8230;?</p>
<h2>5) Das erste iPad ging nach Bayern</h2>
<p>Okay, stimmt so zur H&#228;lfte. Aber eben nur fast. Schaut man in <a href="http://twitter.com/gutjahr">@gutjahr</a>&#8217;s Twitter-Location (und das ist das allein z&#228;hlige!), lebt er sowohl in M&#252;nchen als auch in Tel Aviv, und neuerdings einfach nur in „the Web“. Also nix mit Bayern allein. Trotzdem: O&#8217;zapft is!</p>
<h2>6) Auf Google StreetView wird die Polizei Streife fahren</h2>
<p>Da bin selbst ich (<a href="http://twitter.com/codeispoetry">@codeispoetry</a>) sprachlos. Aber Rainer Wendt, Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft hat zumindest &#246;ffentlich dar&#252;ber nachgedacht, <a href="http://www.bitterlemmer.net/wp/2010/08/15/polizeigewerkschaft-will-google-streetview-fur-virtuelle-streifenfahrten-nutzen/">Verbrechern mit Hilfe von StreetView aufzulauern</a>. Ob er immer noch vor&#8217;m Rechner hockt und auf Einbrecher wartet&#8230;?</p>
<h2>7) Die Post bringt das Briefgeheimnis ins Internet</h2>
<p>Manchen stellt es schon beim blo&#223;en Gedanken an das Ausdrucken von E-Mails die Zehenn&#228;gel hoch, aber was es mit dem <a href="http://www.computerwoche.de/netzwerke/web/2349373/">gelben Briefgeheimnis</a> im Netz auf sich hat, ist, nennen wir es mal h&#246;flich: <a href="http://blog.thomasnesges.de/archives/1364-Das-Briefgeheimnis-im-Internet-nicht-mit-dem-E-Postbrief.html">umstritten</a>.</p>
<h2>8) Mit dem iPhone kann man telefonieren</h2>
<p>Steve „Godfather“ Jobs soll auf entnervte Kommentare w&#228;hrend der <a href="http://t3n.de/news/iphone-4-antennagate-275892/">Antenna-Gate-Aff&#228;re</a> gesagt haben: „Relax&#8230;. it&#8217;s just a phone“. Ist es nat&#252;rlich nicht, es ist mehr als das. Wo die Reise hingeht, zeigt ein YouTube-Video, das Unbekannte in einem Biergarten in der N&#228;he von Cupertino vergessen haben:<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="500" height="300" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/udlxr8t1nZM?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="300" src="http://www.youtube.com/v/udlxr8t1nZM?fs=1&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<h2>9) Durch Depublikation l&#246;scht man &#246;ffentlich-rechtliche Inhalte</h2>
<p>Man kann es versuchen, aber sp&#228;testens seit Barbara Streisand wissen wir: es geht nicht. Nicht einmal bei &#246;ffentlich-rechtlichen Inhalten, bzw. gerade da nicht: <a href="http://depub.org/">http://depub.org/</a></p>
<h2>10) Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch die Anbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seiten ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, dass man sich ausdr&#252;cklich von diesem Inhalt distanziert. F&#252;r alle Links auf dieser Homepage gilt: Ich distanziere mich hiermit ausdr&#252;cklich von allen Inhalten aller verlinkten Seitenadressen auf meiner Homepage und mache mir diese Inhalte nicht zu eigen.</h2>
<p>Ohne Worte.</p>
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		<title>taz muss sein</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Sep 2010 08:55:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Pfeiffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik & Meinung]]></category>
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		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Nennt mich Genosse! Mitten in der vermeintlich gr&#246;&#223;ten Krise der Zeitungsverlagsbranche, in der Zeitungen vom Markt verschwinden, sich ehemalige Qualit&#228;tsbl&#228;tter wie der Spiegel zu Kampagnenlautsprecher degradieren und Alice Schwarzer f&#252;r die Bild vom Kachelmann-Prozess berichtet (wenn mensch das „berichten” nennen kann), mitten in dieser Krise also verhalte ich mich antizyklisch: ich bin soeben Genosse der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nennt mich Genosse! Mitten in der vermeintlich gr&#246;&#223;ten Krise der Zeitungsverlagsbranche, in der Zeitungen vom Markt verschwinden, sich ehemalige Qualit&#228;tsbl&#228;tter wie der <em>Spiegel</em> zu <a href="http://www.blog-cj.de/blog/2010/09/04/wir-basteln-uns-einen-schill/">Kampagnenlautsprecher degradieren</a> und Alice Schwarzer f&#252;r die <em>Bild</em> vom Kachelmann-Prozess berichtet (wenn mensch das „berichten” nennen kann), mitten in dieser Krise also verhalte ich mich antizyklisch: ich bin soeben Genosse der taz, der tageszeitung aus Berlin, geworden.</p>
<p>Dr&#228;ngt sich naturellement die Frage auf: Warum? Warum jetzt? Warum, um Himmels Willen ausgerechnet im Jahr 2010. Alle Welt redet von Social Media und B&#252;rgerjournalismus (naja, nicht die ganze Welt, nur einige wenige, die aber daf&#252;r besonders laut).</p>
<h2>Wie erkl&#228;r ich&#8217;s also meinem Kinde?</h2>
<p>Die taz-Genossenschaft ist so was wie <a href="http://netzwertig.com/2010/02/11/flattr-neuer-micropaymentdienst-setzt-auf-die-thank-you-economy/">flattr</a> 1.0, nur, dass es hier nicht um Spielgeld von ein paar Euro geht, sondern um mindestens 500 €, die man pro Genossenschaftsanteil berappen muss. 500 €, die ich in Pressearbeit investiere. Presse<em>arbeit</em>, nicht -<em>freiheit</em>. Letztere w&#228;re n&#228;mlich nicht gef&#228;hrdet, wenn es die taz nicht mehr g&#228;be, wenn sie aus wirtschaftlichen Gr&#252;nden eingestellt werden m&#252;sste. Aber es w&#252;rde in der deutschen Medienlandschaft etwas fehlen.</p>
<div id="attachment_2426" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-2426" title="taz muss sein" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/09/taz.jpg" alt="" width="300" height="250" /><p class="wp-caption-text">taz muss findet, findet Thomas Pfeiffer.</p></div>
<p>Ja, ich kann die taz auch kostenlos im Netz lesen, und als Genosse habe ich noch nicht einmal automatisch ein Abo. Das habe ich zus&#228;tzlich abgeschlossen. Ich glaube, dass eine funktionierende Demokratie darauf angewiesen ist, dass professionelle JournalistInnen ihre Arbeit tun und ausschlie&#223;lich ihren Lesenden verpflichtet sind und nicht ihren Werbekunden. Ich glaube auch, dass eine freie Presse &#8211; und damit meine ich auch frei von wirtschaftlicher Not &#8211; einen sehr hohen Wert f&#252;r unsere Gesellschaft hat. Nicht alles, was einen Wert hat, kann man mit Geld bezahlen. Aber welchen Wert misst man einer Sache bei, f&#252;r die man nicht zu zahlen bereit ist, wenn sich die M&#246;glichkeit dazu ergibt?</p>
<h2>Blogger vs. Journalisten</h2>
<p>Den wesentlichen Unterschied zwischen Bloggern und Journalisten definierte der ehemalige Tagesthemen-Moderator Hajo Friedichs noch in vorinternetlicher Zeit: „Mach Dich nie gemein mit einer Sache. Auch nicht mit einer Guten.” Nat&#252;rlich gibt es so etwas wie eine objektive Berichterstattung qua definitionem nicht. Es kann sie gar nicht in Reinform geben. Und die taz versucht es nur bisweilen, sich diesem Ideal zu n&#228;hern.<br />
Wenn man sich aber „mit keiner Sache gemein” machen m&#246;chte, geh&#246;rt dazu zwangsl&#228;ufig die Sache der Werbetreibenden. Bei Funk und Fernsehen organisiert diese Form der Freiheit der Staat &#252;ber die GEZ f&#252;r die &#214;ffentlich-Rechtlichen Sendeanstalten. Bei Zeitungen, Printprodukten und auch Internetangeboten m&#252;ssen wir, die B&#252;rgerinnen und B&#252;rger, das selber tun. Deshalb bin ich taz-Genosse geworden.</p>
<p>Wer &#252;ber die Medienkrise und das Zeitungssterben nachdenkt, muss ich auch &#252;berlegen was er oder sie pers&#246;nlich tun kann. Um es mit den Worten des Wahl-Berliners John F. Kennedy zu sagen: „Frage nicht, was Journalisten f&#252;r Dich tun k&#246;nnen. Sondern frage, was Du f&#252;r den Journalismus tun kannst.”</p>
<p><a href="http://www.taz.de/zeitung/genossenschaft">Werde taz-Genosse</a>.</p>
<p><em>Eine „regional-taz” :-) im Kleinen, die gerade in Bayern sehnlichst erwartet wird, gibt in Regensburg der Journalist und Publizist Stefan Aigner heraus: <a href="http://www.regensburg-digital.de/foerderverein/">http://www.regensburg-digital.de/foerderverein/</a></em></p>
<p><em>Dieser Beitrag ist nicht flattr-, aber kommentierbar.</em></p>
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		<title>Social Media Neusprech &#8211; Warum es keinen „Gef&#228;llt mir nicht“-Button braucht</title>
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		<pubDate>Thu, 06 May 2010 13:51:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Pfeiffer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In George Orwells Roman „1984“ hei&#223;en die Steigerung von „gut“ plusgut und doppelplusgut, das Gegenteil hingegen ungut bzw. doppelplusungut. Mit dieser neuen, k&#252;nstlichen Sprache, genannt Neusprech, versuchen die Machthaber, die Bev&#246;lkerung in ihrem Sinne zu manipulieren und Widerstand im Wortsinne un-denk-bar zu machen. Dieses an die stalinistischen S&#228;uberungen Mitte des letzten Jahrhunderts erinnernde Beispiel zeigt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In George Orwells Roman „1984“ hei&#223;en die Steigerung von „gut“ <em>plusgut</em> und <em>doppelplusgut</em>, das Gegenteil hingegen <em>ungut</em> bzw. <em>doppelplusungut</em>. Mit dieser neuen, k&#252;nstlichen Sprache, genannt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neusprech">Neusprech</a>, versuchen die Machthaber, die Bev&#246;lkerung in ihrem Sinne zu manipulieren und Widerstand im Wortsinne un-denk-bar zu machen. Dieses an die stalinistischen S&#228;uberungen Mitte des letzten Jahrhunderts erinnernde Beispiel zeigt, wie wichtig Sprache als Grundlage unseres Denkens ist: Worte symbolisieren Begriffe und ihre Bedeutungswelten.</p>
<p>Facebook nennt Kontakte <em>Freunde</em>, obwohl wir mit dem Wort Freund bisher eine ganz andere Vorstellung verbunden haben. Jemanden im Deutschen zu „befrienden“ bedeutet etwas anderes, als sich mit ihm anzufreunden, gleichwohl beide Mal das Wort <em>Freund</em> dabei heraus kommt.</p>
<h2>Neue W&#246;rter braucht das Land &#8211; aber welche?</h2>
<p>Das Mitmach-Web mit seinen sozialen Netzwerken verlangt nach neuen W&#246;rtern und Begriffen, die erst noch ausgehandelt werden m&#252;ssen. Sascha Lobo hatte das Problem, dass er 5.000 Freunde (aka Kontakte) auf Facebook hatte und sein Profil in eine Fanpage umwandeln musste, um mehr Kontakte zu erlauben. Damit w&#228;ren aus seinen <em>Freunden</em> auf einen Schlag <em>Fans</em> geworden, was er dadurch aufzul&#246;sen versuchte, indem er Fan als Akronym f&#252;r <a href="http://saschalobo.com/2010/02/06/die-facebook-fan-falle/">Friend auf Netzwerk</a> vorschlug&#8230;</p>
<p>Mittlerweile kann man auf Facebook nirgendwo mehr <em>Fan</em> werden, sondern nur noch den <em>Gef&#228;llt mir</em>-Button dr&#252;cken. Wird man damit zu einem <em>Gefaller</em> einer Marke?</p>
<p>Der neue <em>Gef&#228;llt mir</em>-Button ist ein schwieriger Begriff. Der Button kann auf beliebigen Seiten au&#223;erhalb von Facebook eingesetzt werden, um eine Website zu markieren. Und genau hier liegt der Hase im Pfeffer. <a href="http://maennig.de/2010/05/kommerzielles-nichtmogen/">Jens Arne M&#228;nnig</a> weist darauf hin, dass keine Marketingchefin eines Unternehmens einen <em>Gef&#228;llt mir nicht</em>-Button auf der eigenen Unternehmenswebsite einbinden w&#252;rde und <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2010/05/01/opendislike-gefaellt-mir-nicht-gefaellt-mir-nicht/">Carsten Drees von Basisthinking</a> meint, bei der Aussage „Gef&#228;llt mir nicht“ sei nicht klar, ob sich das Missfallen auf den Inhalt eines Artikels beziehe oder auf einen schlechten Schreibstil oder ungen&#252;gende Recherche.</p>
<h2>„Gef&#228;llt mir“ dr&#252;ckt das Falsche aus</h2>
<p>Ich hingegen glaube, ein <em>Gef&#228;llt mir nicht</em>-Button ist aus anderen Gr&#252;nden sinnlos und wird sich nicht durchsetzen. Mit dem Klick auf <em>Gef&#228;llt mir</em> dr&#252;cke ich nicht in erster Linie aus, dass mir ein Beitrag inhaltlich oder vom Schreibstil her gef&#228;llt, sondern dass ich ihn f&#252;r <strong>bemerkenswert</strong> halte. Wenn man anstatt <em>Gef&#228;llt mir</em> auf den Buttons schriebe <strong>Halte ich f&#252;r relevant</strong> oder <strong>Schaut Euch das an</strong> wird klar, warum das Gegenteil auf solch einem Button wenig Sinn ergibt. Auf Carta hat das Christian Heller lesenswert als die <a href="http://carta.info/26755/die-ressource-ignoranz/">Ressource Ignoranz</a> umschrieben.</p>
<p>Ich versuche, mich vom Mark Zuckerbergs Neusprech des <em>Gef&#228;llt mir</em> zu l&#246;sen und benutze den Button jedenfalls als Hinweis an meine Kontakte, dass ich etwas als lesenswert oder bemerkenswert erachte. Und etwas, das man pers&#246;nlich f&#252;r langweilig oder irrelevant erachtet, muss man auch nicht extra markieren. Das gilt im Internet (<a href="http://www.shirky.com/">Clay Shirky: „First publish, then filter“</a>) mehr denn je.</p>
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		<title>&#8220;Dumm 3.0&#8243; &#8211; Markus Reiter &#252;ber Hetzjagden im Internet und Journalismus als Dienstleistung</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Mar 2010 00:56:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Pfeiffer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Diplompolitologe Markus Reiter hat Angst! Er bef&#252;rchtet, dass das Internet unsere  Gesellschaft spaltet: in eine Informationselite, die sich den Zugang zu wert-vollen Informationen auch in Zukunft noch wird leisten k&#246;nnen und in eine unwissende, leicht zu verf&#252;hrende Masse, die von &#8220;krakeelenden Nutzern in Blogs, Foren und sozialen Netzwerken&#8221; f&#252;r dumm verkauft wird. Durch das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Diplompolitologe Markus Reiter hat Angst! Er bef&#252;rchtet, dass das Internet unsere  Gesellschaft spaltet: in eine Informationselite, die sich den Zugang zu wert-vollen Informationen auch in Zukunft noch wird leisten k&#246;nnen und in eine unwissende, leicht zu verf&#252;hrende Masse, die von &#8220;krakeelenden Nutzern in Blogs, Foren und sozialen Netzwerken&#8221; f&#252;r dumm verkauft wird. Durch das Sterben der traditionellen Medien gingen den Menschen die Wegweiser im Info-Dschungel verloren, was unsere Demokratie in ihren Grundfesten ersch&#252;ttere.</p>
<p>Es scheint so schlimm um unsere Zukunft zu stehen, dass der ehemalige <a href="http://www.faz.net/feuilleton">Feuilletonredakteur der FAZ</a> jetzt das Buch <strong>Dumm 3.0 &#8211; Wie Twitter, Blogs und Networks unsere Kultur bedrohen</strong> vorgelegt hat und damit in die Fu&#223;stapfen seines fr&#252;heren Chefs <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Schirrmacher">Frank Schirrmacher</a> (&#8220;<a href="http://www.amazon.de/Payback-Informationszeitalter-gezwungen-Kontrolle-zur%C3%BCckgewinnen/dp/389667336X">Payback &#8211; Warum wir im Informationszeitalter gezwungen sind zu tun, was wir nicht tun wollen, und wie wir die Kontrolle &#252;ber unser Denken zur&#252;ckgewinnen&#8221;</a>) tritt.</p>
<p>Noch vor seinem Erscheinen hat das Buch &#8220;Dumm 3.0&#8243; erwartungsgem&#228;&#223; f&#252;r viel Wirbel und noch mehr Widerstand in der Blogosph&#228;re gesorgt. Jens Arne @Maennig bringt diese Stimmung pr&#228;gnant auf den Punkt:</p>
<p><a href="http://twitter.com/maennig/statuses/10763663745"><img class="alignnone size-full wp-image-2068" style="border: 1px solid #ccc;" title="maennigignorieren" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/03/maennigignorieren1.png" alt="" width="473" height="216" /></a></p>
<p><em style="font-size: 80%;">(Sorry, Jens, aber den Gefallen tue ich Dir nicht. Kannst ja jetzt aufh&#246;ren zu lesen :-)</em></p>
<h2>Grund also, direkt beim Autor nachzufragen, ob wir uns alle im <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2010-03/markus-reiter-dumm-3.0">Web 2.0 zum Affen machen</a> und ob die Demokratie 3.0 direkt ins Mittelalter zur&#252;ck f&#252;hrt:</h2>
<p><strong>Thomas Pfeiffer: Herr Reiter, soeben ist Ihr Buch „Dumm 3.0“ erschienen. Man kann sich schon ungef&#228;hr vorstellen, worum’s im Buch geht. Was ist Ihre Kernthese &#8211; aber bitte in 140 Zeichen, wir haben schlie&#223;lich nicht ewig Zeit. :-) </strong></p>
<div id="attachment_2061" class="wp-caption alignleft" style="width: 185px"><img class="size-full wp-image-2061" title="Markus Reiter: Autor von &quot;Dumm 3.0&quot;" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/03/markus_reiter.jpg" alt="" width="175" height="225" /><p class="wp-caption-text">Markus Reiter: Autor von &quot;Dumm 3.0&quot;</p></div>
<p><strong>Markus Reiter:</strong> Manchmal muss man sich etwas mehr Zeit nehmen, damit man Gedankensplitter nicht mit Nachdenken verwechselt. Deshalb setze ich mich &#252;ber die Vorgabe hinweg. :-) Aber in der gebotenen K&#252;rze: Das Internet ist die Dritte Medienrevolution. Es hat gewaltige Ver&#228;nderungen unseres Kommunikationsverhaltens zur Folge. Mir scheint es notwendig, vier Errungenschaften in diese digitale Zeit hin&#252;ber zu retten: erstens den professionellen Journalismus, zweitens das Urheberrecht, drittens eine Bildung, die uns bef&#228;higt, Informationen zu selektieren und viertens eine vern&#252;nftige und vernunftgeleitete gesellschaftliche Debatte. Wenn wir das nicht schaffen, werden wir am Ende in einer Gesellschaft leben, die d&#252;mmer ist als heute – daher der Titel des Buches.<br />
<strong><br />
</strong><strong>Sie schimpfen &#252;ber F&#228;kalsprache im Internet, den rauen Umgangston in der Blogosph&#228;re und mangelnde Rechtschreibung in Blogkommentaren. Unter uns: Bildzeitung und Apotheken Umschau sind auch nicht gerade literarische Kleinode. Herr Reiter, lesen Sie vielleicht einfach die falschen Blogs und folgen Sie auf Twitter den falschen Leuten – nach dem Motto: Dummes liest nur, wer dummen Leuten folgt? </strong></p>
<p>Das Buch handelt ja nicht von den Folgen des Internets f&#252;r meine innere Befindlichkeit. Ich als Einzelner k&#246;nnte in der Tat nur einige kluge Blogs lesen, ein paar Aphoristikern auf Twitter folgen und den Rest ignorieren. Man k&#246;nnte als Einzelner ja auch nur Arte und 3Sat gucken und Lettre lesen. Es geht mir aber um die Folgen der Dritten Medienrevolution f&#252;r die Gesellschaft, und da kann man die Hetzjagden des Internetmobs ebenso wenig ignorieren wie die Hetzjagden bestimmter Boulevardmedien.</p>
<h2>&#8220;Hetzjagend des Internetmobs kann man nicht ignorieren!&#8221;</h2>
<p><strong>In Ihrem Buch schreiben Sie davon, dass das Internet mit seinen unz&#228;hligen Foren, Communities und Splittergruppen zu einer Zerfaserung der Gesellschaft f&#252;hre. Ist es nicht ein gesellschaftlicher Fortschritt, wenn sich mehr Menschen fachlich austauschen k&#246;nnen und miteinander diskutieren? Warum sollte das Social Web schlussendlich f&#252;r die Demokratie eine Gefahr sein? </strong></p>
<p>Es spricht nichts gegen spezialisierte Diskussionen in spezialisierten Foren des Social Web. Aber eine Gesellschaft braucht ein Forum des gemeinsamen Dialogs. Wenn wir uns alle nur noch von Freunden und Gleichgesinnten in sozialen Netzwerken selbst best&#228;tigen lassen, werden wir in einer extrem polarisierten Gesellschaft enden. Die USA sind heute schon an diesem Punkt angekommen. Zudem glauben viele Netz-Enthusiasten, durch das Internet werden die Ohnm&#228;chtigen m&#228;chtiger und folglich m&#252;ssten die M&#228;chtigen weniger m&#228;chtig werden. Das ist aber ein Irrtum: Das Internet macht auch die M&#228;chtigen noch m&#228;chtiger! Wenn die das erst einmal voll verstanden haben und es ausnutzen, werden sich viele noch die Augen reiben.</p>
<p><strong>Aufkl&#228;rung wird verstanden als der „Mut, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen“. Braucht es im Zeitalter, da sich jeder sehr einfach aus unz&#228;hligen Quellen selbst informieren kann, &#252;berhaupt noch Journalisten als „Gatekeeper“? Anders gefragt: Trauern Verlage nicht einfach einem &#252;berholten Gesch&#228;ftsmodell nach, weil ihnen jetzt die „Lizenz zum Gelddrucken“, wie Sie selber schreiben, von den Menschen im Internet entzogen wird? </strong></p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Dumm-3-0-Twitter-Networks-bedrohen/dp/3579068830/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1269734495&amp;sr=8-1"><img class="alignright size-full wp-image-2062" title="dumm30buchcover" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/03/dumm30buchcover.jpg" alt="" width="120" height="188" /></a>Leider werden in der Netz-Community Journalisten immer als Zensoren missverstanden. So als fragten sich die Kolleginnen und Kollegen in den Redaktionen jeden Tag: „Na, welche Meinungen und welche Fakten unterdr&#252;cken wir heute?“ Das ist ein Zerrbild. Journalisten sind in ersten Linie Dienstleister. Sie sortieren das Material f&#252;r ihre Kunden, also die Leser, H&#246;rer und Zuschauer, vor. Das machen Sie mal gut, mal weniger gut. Aber ihre Dienstleistung ist f&#252;r die Rezipienten ein Luxus – so wie sich Abteilungsleiter in Unternehmen das Material von ihren Mitarbeitern vorsortieren und aufbereiten lassen, um schneller und sicherer entscheiden zu k&#246;nnen. Wer die Arbeit der Selektion nicht von Journalisten erledigen l&#228;sst, muss sie selber machen. Das kostet Zeit, M&#252;he und ist fehleranf&#228;llig. Meiner Ansicht nach wird es &#8211; bedauerlicherweise – dazu kommen, dass sich die Reichen und M&#228;chtigen den Luxus der Qualit&#228;tsinformationen leisten werden; der Rest wird mit dem Schrott vorlieb nehmen m&#252;ssen.<br />
<strong><br />
Ihnen bl&#228;st &#8211; noch vor Erscheinen Ihres Buches &#8211; schon viel Gegenwind aus der Blogosph&#228;re ins Gesicht. Sie h&#228;tten das Internet nicht verstanden und seien ein Ewig-Gestriger. Der Titel Ihres Buches, „Dumm 3.0“, ist nicht gerade ein Friedensangebot an die Netzgemeinde. Sind Ihre provokanten Thesen nicht einfach nur unserer Mediengesellschaft geschuldet, die darauf aus ist, m&#246;glichst viel „Rabbatz“ zu erzeugen? </strong></p>
<p>Interessant nicht? Das sind Pawlowsche Reflexe. Ein Alpha-Blogger hat zum Beispiel in einem Tweet das Buch als ressentimentgeladen und argumentlos bezeichnet und gleich darauf zugegeben, es &#252;berhaupt nicht gelesen zu haben. So etwas w&#252;rden die Gro&#223;blogger jedem Journalisten zu Recht um die Ohren hauen. F&#252;r gro&#223;en Bl&#246;dsinn halte ich &#252;brigens die Phrase: „hat das Internet nicht verstanden“ – so als sei das Internet nicht ein Instrument, das auf die eine oder andere Weise gebraucht werden kann, sondern ein Buch der Offenbarung, das nur eine kleine Schar Eingeweihter richtig zu deuten vermag.</p>
<p><strong>Herr Reiter, vielen Dank f&#252;r das Gespr&#228;ch. Hoffen wir, dass Sie mit Ihren Vorhersagen nicht Recht behalten werden.<br />
</strong></p>
<h2>Hinweis: Podcast Geek-Week.de</h2>
<p>Markus Reiters Thesen im Buch &#8220;Dumm 3.0&#8243; waren auch Thema im Podcast von <a href="http://twitter.com/marcusschuler">Marcus Schuler</a>: <a href="http://www.geek-week.de/?p=46">Bedrohen Social Networks unsere Kultur? </a>auf Geek-Week.de. Hier war ich gemeinsam  mit <a title="Blog von Franziska Bluhm" href="http://blog.franziskript.de/" target="_blank">Franziska Bluhm</a> und <a title="S&#246;ren Stamer twittert unter dieser Adresse" href="http://twitter.com/SoerenStamer" target="_blank">S&#246;ren Stamer</a> Ende M&#228;rz zu Gast. Nach den Themen <em>Google Buzz</em> und <em>Googles R&#252;ckzug aus China</em> startet das Thema &#8220;Social Media bedroht unsere Kultur&#8221; bei Minute 11:00. <a href="http://www.geek-week.de/?p=46">H&#246;ren Sie rein</a>, es lohnt sich!</p>
<h2>Veranstaltungshinweis:</h2>
<p>Ich moderiere in Berlin ein Streitgespr&#228;ch zwischen Markus Reiter und Robert Basic -&gt; <a href="https://www.xing.com/events/twittwoch-special-dumm-3-0-streitgesprach-robert-basic-markus-reiter-491098">https://www.xing.com/events/twittwoch-special-dumm-3-0-streitgesprach-robert-basic-markus-reiter-491098</a></p>
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		<title>Was ist &#8220;Medienkompetenz?</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 18:09:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Pfeiffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik & Meinung]]></category>
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		<description><![CDATA[Allenthalben wird Medienkompetenz gefordert, wenn es darum geht, welche Antwort unsere Gesellschaft auf das Mitmach-Web, das Social Web bereithalten muss. Allein, was versteckt sich hinter dem Begriff &#8220;Medienkompetenz&#8221;? Dieter Baacke definierte in den 1990er Jahren vier  Dimensionen der Medeinkompetenz: Medienkritik, Medienkunde, Mediennutzung und Mediengestaltung. Sie sind grunds&#228;tzlich auch auf das Mitmach-Web (Web 2.0) anwendbar. Es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Allenthalben wird Medienkompetenz gefordert, wenn es darum geht, welche Antwort unsere Gesellschaft auf das Mitmach-Web, das Social Web bereithalten muss. Allein, was versteckt sich hinter dem Begriff &#8220;Medienkompetenz&#8221;? <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dieter_Baacke">Dieter Baacke</a> definierte in den 1990er Jahren vier  Dimensionen der Medeinkompetenz: Medienkritik, Medienkunde, Mediennutzung und Mediengestaltung. Sie sind grunds&#228;tzlich auch auf das Mitmach-Web (Web 2.0) anwendbar. Es erscheint es mir dennoch geboten, Baackes theoretische Definition in die Social Media-Welt zu &#252;bertagen. <strong>Ein Versuch:</strong></p>
<div style="float:left"><img class="alignleft size-full wp-image-1861" title="baby_computer" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/02/baby_computer.jpg" alt="baby_computer" /><br />
Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/inferis/266391219/">FlickR-User inferis</a></div>
<h2 style="padding-top:25px">Mediennutzung / Medienkunde</h2>
<p>Neben die bekannten Massenmedien wie Zeitungen, Fernsehen und Radio sind die sog. Sozialen Medien wie Facebook, Blogs und Foren getreten. Social Media unterscheiden sich im Konkreten f&#252;r den Einzelnen auf den ersten Blick <strong>nicht</strong> von Massenmedien, obwohl sie einen deutlich anderen Zweck erf&#252;llen: W&#228;hrend Spiegel, S&#252;ddeutsche und Co. in erster Linie zur Information und Massenunterhaltung da sind, dienen Soziale Medien vor allem dem Beziehungsaufbau untereinander (vgl. auch Schulz von Thun: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vier-Seiten-Modell">Vier Seiten einer Nachricht</a>).<br />
Diesen Unterschied in der Mediennutzung gilt es, im Alltag zu verstehen und entsprechend zu w&#252;rdigen.</p>
<h2>Medienkritik</h2>
<p>Durch die zunehmende Ent-Professionalisierung der Medienerstellung, d.h. dadurch, dass es zunehmend einfacher wird, Inhalte zu erstellen und zu verbreiten (vgl. Clay Shirky: &#8220;<a href="http://www.shirky.com/writings/broadcast_and_community.html">First publish, then filter</a>&#8220;), wird nicht nur die F&#228;higkeit immer wichtiger, Relevantes vom Unwichtigem zu unterscheiden, wie es der Herausgeber der F.A.Z., <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/509/494841/text/">Frank Schirrmacher in seinem Buch <em>Payback</em></a><em> </em>fordert. Es wird auch wichtiger, bei jedem Text (oder sonstigem Medieninhalt), die Motive des Autors oder der Autorin zu hinterfragen. Warum trifft jemand diese Aussage und keine andere? Was k&#246;nnte ihn oder sie dazu bewogen haben, seine oder ihre Meinung derart darzustellen? Zwar ist es auch bei professionellen Massenmedien wichtig, die Interessen des Autors bzw. des Verlages zu hinterfragen. Bei Blogs, Foren und Facebook stehen aber die pers&#246;nlichen Meinungen der Betreiber unter Umst&#228;nden mehr im Mittelpunkt. Nur nicht immer ganz so deutlich.<br />
Dies gilt es, sich st&#228;ndig im Social Web zu vergegenw&#228;rtigen.</p>
<h2>Mediengestaltung</h2>
<p>Es muss nicht jeder einen Podcast aufnehmen k&#246;nnen. Und seit es kleine Videokameras f&#252;r die Westentasche gibt (mit immer noch so technischen klingenden Namen wie <a href="http://www.netzwelt.de/news/80643-kodak-zi8-test-videokamera-hosentasche.html">Zi8</a>) braucht man auch <a href="http://medialdigital.de/category/rgmp-multimedia-tutorial/">kein Wochenendseminar</a> mehr, um ein Filmchen zu drehen, zu schneiden und auf <a href="http://www.youtube.com/watch?v=L_Ui_QGBwRU">YouTube</a> hochzuladen. W&#228;hrend von technikfernen P&#228;dagogen Schulungen und Lehrg&#228;nge zum richtigen Umgang mit Tastatur und Maus gefordert werden, sollte Mediengestaltung als Element von Medienkompetenz mehr verstanden werden als Denkschule, wie Inhalte inhaltlich aufbereitet werden: Wie erz&#228;hlt man eine Geschichte? Wie nimmt man ggf. einen neutralen Blickwinkel ein? Wie l&#228;sst man gegenteilige Meinungen zu Wort kommen? Das sind Elemente, die man aus der Journalistenausbildung &#252;bernehmen k&#246;nnte.</p>
<p><strong>Was ist Ihre Meinung? Was geh&#246;rt f&#252;r Sie zu Medienkompetenz dazu? Ich freue mich auf Ihre Kommentare.</strong></p>
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		<item>
		<title>Open Social Network</title>
		<link>http://webevangelisten.de/open-social-network/</link>
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		<pubDate>Mon, 18 Jan 2010 17:48:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Pfeiffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Betrachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Xing]]></category>
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		<description><![CDATA[Soziale Netzwerke im Internet, wie Facebook oder Xing sind keine Demokratien. Es sind absolute Monarchien. Der Monarch, wie es vor Jahrhunderten z.B. der Ludwig XIV. vorgemacht hat,vereint Legislative, Exekutive und Judikative in einer Person. Die Menschen in seinem Staat waren Untertanen, nicht selbstbestimmte B&#252;rger.
Auf zeitgen&#246;ssischen Internetplattformen zeigt sich ein &#228;hnliches Bild, und die Menschen, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Soziale Netzwerke im Internet, wie Facebook oder Xing sind keine Demokratien. Es sind absolute Monarchien. Der Monarch, wie es vor Jahrhunderten z.B. der Ludwig XIV. vorgemacht hat,vereint Legislative, Exekutive und Judikative in einer Person. Die Menschen in seinem Staat waren Untertanen, nicht selbstbestimmte B&#252;rger.<br />
Auf zeitgen&#246;ssischen Internetplattformen zeigt sich ein &#228;hnliches Bild, und die Menschen, die „Netizens“ merken es nicht einmal. Sie kennen es ja nicht anders.</p>
<div id="attachment_1782" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><img class="size-full wp-image-1782" title="network" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/01/network1.png" alt="Bild von FlickR-User thefangmonster" width="290" height="259" /><p class="wp-caption-text">Bild von FlickR-User thefangmonster</p></div>
<p>Klar, wenn Mark Zuckerberg neue Datenschutzregeln verk&#252;ndet, k&#246;nnen die User zwar Sturm laufen, aber eine letztendliche Entscheidungsbefugnis haben sie nicht. F&#252;r die User ist es schwierig, „mit den F&#252;&#223;en“ abzustimmen: Wer von einem zum anderen Netzwerk wechseln m&#246;chte, gibt sein bisherigen Netzwerk komplett auf. Im neuen Netzwerk muss er sich erst seinen Freundeskreis wieder aufbauen. Auch sein pers&#246;nliches Profil muss er erneut anlegen. Bei Facebook oder Xing ist der Kunde nicht K&#246;nig, er ist Kunde einer privaten Firma. Und es liegt in deren Hand, was mit den Daten der Kunden passiert, k&#252;ndigt ein User seinen Vertrag.</p>
<h2>Es wird Zeit, „soziale Netzwerke“ vom Kopf auf die Beine zu stellen!</h2>
<p>Anstatt  sich auf einer fremden Plattform anzumelden und mit Freunden zu vernetzen, vernetzt man sich direkt mit ihnen, ohne Vermittler. Facebook und Xing bieten letztlich einen Service: „Bei uns kannst Du Dich mit Deinen Freunden verbinden, Dich mit ihnen austauschen, Fotos teilen und neue Leute kennen lernen. Alles schnell und einfach.“ Aber Web 2.0 und Social Media lehren uns auch, dass Mittelsleute immer seltener notwendig sind. Das Web selber wird zur Plattform. Man braucht keinen Vermittler mehr, um mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen. Das Web, mit seinen unz&#228;hligen Servern, ist selber der Vermittler: ein echtes Peer-to-Peer-Netzwerk gleichwertiger Netzwerkpartner. Ohne zentrale Instanz.</p>
<h2>Meine Vision: Ein Peer-to-peer Social Network</h2>
<p>Ja, es gibt blogger.com und wordpress.com – Hostinganbieter von pers&#246;nlichen Blogs. Aber es gibt auch wordpress.org – die OpenSource-Software, die jeder und jede auf seinem eigenen Server installieren kann und dort nach eigenem Belieben ver&#228;ndert kann und volle Kontrolle &#252;ber das System beh&#228;lt. Meine Vision ist eine Software, nat&#252;rlich Open Source, f&#252;r die Pflege meines pers&#246;nlichen Netzwerkes, auf Peer-to-Peer-Ebene, ohne zentrale Instanz.</p>
<p>Technisch ist das bereits m&#246;glich: Man installiert sich eine Software auf seinem Server, das kann z.B. auch ein Wordpress-Plugin oder eine Typo3-Extension sein und baut sich damit seinen Freundeskreis auf. Die Daten meiner Kontakte werden nicht zentral gespeichert, sondern auf deren Servern. Via OAuth fragt der Dienst bei meinen Kontakte neue Daten ab, z.B. Statusmeldungen oder neue Fotos. Diese Abfragen passieren &#252;ber AJAX direkt auf dem Client-Rechner, damit der eigene Server nicht unn&#246;tig belastet wird. Die Software bietet also auf der Output-Seite eine via OAuth gesicherte  JSON-Schnittstelle an, die bei Anfragen minimale Daten (ohne Design-Overhead) ausliefert. Damit d&#252;rfte auch Shared Hosting-L&#246;sungen performant f&#252;r einige Hundert Freunde, bzw. deren Anfragen sein.</p>
<h2>Programmierer und Mitdenker gesucht</h2>
<p>Das ganze muss kein &#8220;gro&#223;es Ding&#8221; werden. Wenn ein paar Leute mitmachen, die sich untereinander damit besser austauschen (vernetzen) wollen, wunderbar. Wer Lust hat, dar&#252;ber zu diskutieren und mitzumachen: Ihr wisst, wie Ihr mich erreichen k&#246;nnt. :-)</p>
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		<title>Adventsverlosung 3 von 4: “SocialCorp &#8211; Social Media Goes Corporate”</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Dec 2009 20:14:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Pfeiffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verschiedenes]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
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		<description><![CDATA[An jedem Adventssonntag verlose ich ein Buch der Mediengruppe Pearson Education, zu dem unter anderem Addison-Wesley und Markt und Technik geh&#246;ren. Die zweite Verlosung findet am 3. Advent (13. Dezember) statt.
SocialCorp &#8211; Social Media Goes Corporate
Dieses Buch unterst&#252;tzt Unternehmen jeder Gr&#246;&#223;e dabei, eine eigene Strategie zu entwickeln, wie man Social Media sinnvoll in den PR [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An jedem Adventssonntag verlose ich ein Buch der Mediengruppe <a href="http://www.pearsoned.de/">Pearson Education</a>, zu dem unter anderem <a href="http://awl.de/">Addison-Wesley</a> und <a href="http://mut.de/">Markt und Technik</a> geh&#246;ren. Die zweite Verlosung findet am 3. Advent (13. Dezember) statt.</p>
<p><a href="http://www.peachpit.com/store/product.aspx?isbn=0321580087"><img class="alignleft size-full wp-image-1626" title="socialcorp" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2009/12/socialcorp.jpg" alt="socialcorp" width="275" height="407" /></a></p>
<p><a href="http://www.peachpit.com/store/product.aspx?isbn=0321580087">SocialCorp &#8211; Social Media Goes Corporate</a></p>
<p>Dieses Buch unterst&#252;tzt Unternehmen jeder Gr&#246;&#223;e dabei, eine eigene Strategie zu entwickeln, wie man Social Media sinnvoll in den PR und Marketing-Mix integrieren kann &#8211; und das unter Ber&#252;cksichtigung der firmeneigenen Prozesse und Verantwortlichkeiten.</p>
<p>Viele Ratgeber verstehen sich sehr gut darauf, die Vorz&#252;ge von Social Media vorzustellen, vergessen aber, dass gerade gro&#223;e Unternehmen z.B. ihren Aktion&#228;ren oder Gesellschaftern verpflichtet sind, gesetzlichen Restriktionen unterliegen oder schlicht und ergreifend ein sehr gro&#223;er Kommunikationsapparat sind, der auf Ver&#228;nderung nur sehr tr&#228;ge reagiert.</p>
<p>Anhand zahlreicher Fallbeispiele werden verf&#252;gbare Social Media Tools vorgestellt und bezogen auf die Social Media Strategie des einsetzenden Unternhemens kritisch bewertet. So unterst&#252;tzt das Buch &#214;ffentlichkeitsarbeiter (gro&#223;er) Unternehmen, die neue Kommunikationslandschaft besser einsch&#228;tzen zu k&#246;nnen und hilft, Social Media intelligent und zielf&#252;hrend ins eigene Unternehmensumfeld zu integrireren &#8211; um eine wahre &#8220;Social Corporation&#8221; :-) zu werden.</p>
<p><strong>Das Buch ist in englischer Sprache.</strong></p>
<p>Am 4. Advent verlose ich ein weiteres Buch:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.addison-wesley.de/main/main.asp?page=englisch/bookdetails&amp;ProductID=173713">Web 2.0 and Social Networking for the Enterprise</a> &#8211; Guidelines and Examples for Implementation and Management Within Your Organization</li>
</ul>
<h2>Das Buch geht an Frank Viehmann (<a href="http://twitter.com/3dmediadesign">@3dmediadesign</a>)</h2>
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