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	<title>Webevangelisten &#187; Privacy</title>
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	<description>Evidenzbasierende Social Media Beratung</description>
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		<title>Facebookumfrage &#8211; Ergebnisse</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Apr 2010 07:17:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Pfeiffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analysen]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Privacy]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Umfrage]]></category>
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		<description><![CDATA[Facebook steht in der Kritik: Das gr&#246;&#223;te soziale Online-Netzwerk weltweit wird von Stiftung Warentest wegen seines laschen Umgang mit dem Datenschutz ger&#252;gt und Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner droht in einem offenen Brief mit ihrem Austritt, sollte sich das nicht &#228;ndern. Zur Diskussion um Datenschutz, also dem Schutz vor illegaler Verwendung personenbezogener Daten, kommt die Debatte zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Facebook steht in der Kritik: Das gr&#246;&#223;te soziale Online-Netzwerk weltweit wird von <a href="http://www.test.de/themen/computer-telefon/test/Soziale-Netzwerke-Datenschutz-oft-mangelhaft-1854798-1855785/">Stiftung Warentest wegen seines laschen Umgang mit dem Datenschutz ger&#252;gt</a> und Verbraucherschutzministerin <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,687280,00.html">Ilse Aigner droht in einem offenen Brief mit ihrem Austritt</a>, sollte sich das nicht &#228;ndern. Zur Diskussion um Datenschutz, also dem Schutz vor illegaler Verwendung personenbezogener Daten, kommt die Debatte zu Privatheit und Identit&#228;t im Web 2.0. Wie gehen Nutzer mit ihrer (vermeintlichen?) Privatsph&#228;re auf Facebook um? Wie gut l&#228;sst sich die eigenen Identit&#228;t im Netz (hier: auf Facebook) gestalten und selbst bestimmen?</p>
<p>In einer Umfrage habe ich 1.240 Facebook-Nutzer zu diesem Umgang mit ihrer Privatheit  auf Facebook befragt.</p>
<p><strong>Die Ergebnisse zusammengefasst:</strong> Die Mehrheit (58 %) lassen ihr Profil nicht von externen Suchmaschinen wie bspw. Google erfassen, ein knappes Viertel (23 %) auch nicht von der Facebook-internen Suche. Zwei Drittel (68 %) lassen die relativ intimen Informationen &#252;ber die eigenen Religionszugeh&#246;rigkeit (sofern angegeben) nur Freunde oder bestimmte Personen sehen. 37 % haben schon einmal Markierungen von sich auf fremden Fotos entfernt, 60 % hielten das noch nicht f&#252;r n&#246;tig. 3 % wollten Markierungen l&#246;schen, fanden aber die M&#246;glichkeit dazu nicht.<br />
<strong>Diese Befunde k&#246;nnen dahingehend interpretiert werden, dass die Mehrheit der Befragten bewusst mit ihrer Privatsph&#228;re auf Facebook umgeht, weil sie von den Standardeinstellungen abweichen und aktiv wurden.Bedenklich stimmt allerdings, dass 38 % der (eher informierten und erfahrenen) Befragten der Aussage zustimmten, die Handhabung der Einstellungen zur Privatsph&#228;re sei schwierig. Hier muss Facebook dringend <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2010/04/08/brief-ans-ministerium-facebook-antwortet-aigner-tatsaechlich-weist-die-kritik-zurueck/">nachbessern</a>!</strong></p>
<h2>Die Stichprobe</h2>
<p>Befragt wurden 1.240 deutschsprachige Facebooknutzer im M&#228;rz 2010. Beworben wurde die Umfrage &#252;ber Social-Media-Kan&#228;le: haupts&#228;chlich Facebook und Twitter. Aufgrund dessen ist die Stichprobe nicht repr&#228;sentativ f&#252;r die Grundgesamtheit aller deutschsprachigen Facebook-Nutzer, sondern deckt vermutlich sog. &#8220;Power-User&#8221; ab. <em>(F&#228;nde sich ein finanzkr&#228;ftiger Partner, w&#252;rde ich die Studie auf breiterer Basis gerne wiederholen.) </em></p>
<p>M&#228;nner sind in der Stichprobe mit 63% &#252;berrepr&#228;sentiert, was aber mit dem h&#246;heren Alter der Befragten erkl&#228;rt werden kann, siehe <a href="http://webevangelisten.de/facebook-nutzerzahlen/">Grundgesamtheit der deutschsprachigen Facebook-Nutzer</a>: &#220;ber alle Altersstufen ist das Geschlechterverh&#228;ltnis im Gesamten nahezu ausgeglichen, variiert aber mit unterschiedlichem Alter stark (je &#228;lter, desto mehr M&#228;nner sind darunter).</p>
<p>Die Alterstruktur der Befragten &#228;hnelt der <a href="/facebook-nutzerzahlen/">allgemeinen Altersstruktur auf Facebook</a></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2182" title="Altersstruktur der Befragten" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/04/alterstruktur.png" alt="" width="500" height="317" /></p>
<h2>Kontakte (&#8220;Freunde&#8221;)</h2>
<p>Der Median der Kontakezahl liegt bei 97, das bedeutet, die H&#228;lfte der Befragten hat mehr, die andere H&#228;lfte weniger als 97 Kontakte auf Facebook. (<a href="/twitter-userzahlen-deutschland-oesterreich-schweiz">Warum der Median das bessere Ma&#223; als das arithmetische Mittel ist, finden Sie hier</a>).</p>
<p>Die Verteilung der Kontaktezahl gleicht der von Twitter oder anderen Netzwerken: die breite Masse hat nur wenige Kontakte, einige wenigen haben besonders viele Kontakte (sog. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Power_law">Power-Law-Verteilung</a>).</p>
<p><a href="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/04/kontakte.png"><img class="alignnone size-medium wp-image-2186" title="Anzahl der Facebookkontakte" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/04/kontakte-500x271.png" alt="" width="500" height="271" /></a></p>
<h2>Mobiler Zugang, Zugriffsh&#228;ufigkeit, Marken auf Facebook</h2>
<p>Mobiler Zugang gilt als wichtiger Motor f&#252;r soziale Netzwerke im Internet.</p>
<p><span class="zahl">48 %</span> der Befragten greifen auch von unterwegs mit ihrem Smartphone auf Facebook zu.<br />
<span class="zahl">82 %</span> der befragten &#8220;Power-User&#8221; schauen mindestens t&#228;glich in &#8220;ihr&#8221; Facebook<br />
<span class="zahl">47 %</span> nutzen kein anderes Netzwerk au&#223;er Facebook</p>
<p>Bemerkenswert ist bei den beiden Fragen nach &#8220;Fan&#8221; sein und &#8220;ernsthaft Fan&#8221; sein der Unterschied in den Mittelwerten (Median). Knapp die H&#228;lfte der Fanbezeugungen auf Facebook entstammen keiner tieferen Beziehung zwischen Kunde und Marke. (Statistik-Hinweis: Die umgekehrte Aussage, alle Fan-Zahlen zu halbieren, um valide Aussagen zur Fan-Reichweite zu erhalten, geht aus diesen Zahlen nicht hervor!)</p>
<p><span class="zahl">16 Fanpages</span> Median der Seiten, von denen jemand &#8220;Fan&#8221; ist<br />
<span class="zahl">9 Fanpages</span> Median der Seiten, von denen jemand <strong>ernsthaft &#8220;Fan&#8221; </strong> ist</p>
<h2>Dichtung und Wahrheit</h2>
<p>Eine der besten M&#246;glichkeiten, die eigene Privatsph&#228;re im Internet zu sch&#252;tzen ist es, gar keine oder fehlerhafte Angaben zu machen. Zum einen kollidiert das teilweise mit den AGBs der Betreiber, zum anderen ergibt es unter Umst&#228;nden wenig Sinn, sich mit falschen Namen anzumelden, weil man sich ja gerade darstellen m&#246;chte, um  mit anderen als reale Person in Austausch zu treten.</p>
<p><span class="zahl">94 %</span> haben ihren richtigen Namen angegeben<br />
<span class="zahl">41 %</span> haben ihren Beziehungsstatus auf Facebook nicht angegeben<br />
<span class="zahl">9 %</span>geben einen falschen Beziehungsstatus an<br />
<span class="zahl">55 %</span> geben ihre Religion nicht auf Facebook an<span class="zahl"><br />
</span></p>
<h2>Privacy</h2>
<p>Die Privacy, also die Themen Datenschutz und Privatsph&#228;re, werden derzeit hei&#223; diskutiert. Zu unterscheiden ist in diesem Zusammenhang der <strong>Datenschutz</strong>, also das Sch&#252;tzen der eingegebenen Daten vor Missbrauch und (unerlaubter) Weitergabe durch die Betreiber vom Themenfeld der Privatsph&#228;re, also der bewusste pers&#246;nliche Umgang mit den eigenen Daten und der eigenen Identit&#228;t im Netz. Zu letzterem Themenkomplex habe ich in der <a href="http://facebookumfrage.de">Facebookumfrage</a> Fragen gestellt.</p>
<p>Auff&#228;llig ist, dass deutlich mehr als die H&#228;lfte das eigene Profil nicht von einer Suchmaschine (z.B. Google) indizieren l&#228;sst, und ein knappes Viertel sich auch nicht Facebook-intern finden lassen m&#246;chte. Daraus, und aus der Tatsache, dass ein Drittel schon pers&#246;nliche Markierungen auf Fotos gel&#246;scht hat, l&#228;sst sich schliessen, dass die Befragten bewusst mit ihrer Privatsph&#228;re umgehen. Nur (aber das sind 3 %-Punkte zu viel) 3 % wollten Markierungen von sich auf Fotos l&#246;schen, fanden aber die M&#246;glichkeit dazu nicht (siehe weiter unten: &#8220;Was nervt an Facebook&#8221;).</p>
<p><span class="zahl">58 %</span> lassen ihr Facebook-Profil nicht von Suchmaschinen (z.B. Google) indizieren<br />
<span class="zahl">23 %</span> tauchen nicht in der Facebook-internen Suche auf<br />
<span class="zahl">37 %</span> haben schon einmal Markierungen von sich auf fremden Fotos gel&#246;scht<br />
<span class="zahl">3 %</span> wollten Markierungen von sich auf Fotos l&#246;schen, fanden aber den Button nicht</p>
<h2>Religion als Lackmustest f&#252;r Umgang mit Privatheit auf Facebook</h2>
<p>38 % der befragten haben ihre Religion korrekt auf Facebook angegeben. Im Schaubild ist dargestellt, wer diese wahren Angaben sehen darf. Etwa zwei Drittel beschr&#228;nken diese relativ private Information auf den eigenen Freundeskreis, etwa ein F&#252;nftel macht diese Information f&#252;r alle zug&#228;nglich. Das Ergebnis kann dahingehend interpretiert werden, dass sich bei der relativ &#8220;intimen&#8221; Information &#252;ber Religionszugeh&#246;rigkeit die Mehrheit der Befragten Gedanken dar&#252;ber macht, wem diese Info zug&#228;nglich sein sollte, und wem nicht.</p>
<p><a href="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/04/religion1.png"><img class="alignnone size-medium wp-image-2196" title="&#214;ffentlichkeit von Religion auf Facebook" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/04/religion1-500x341.png" alt="" width="500" height="341" /></a></p>
<p>(Klicken Sie auf das Schaubild, um es zu vergr&#246;&#223;ern)</p>
<h2>Was nervt an Facebook?</h2>
<p>Facebook ist noch ein sehr junges Unternehmen &#8211; gerade mal sechs Jahre jung. &#196;nderungen an der Website oder den Datenschutzbestimmungen passieren laufend. Hier die Antworten auf die Frage: &#8220;Was nervt Sie an Facebook&#8221;.</p>
<p>Bemerkenswert ist Platz 1 &#8220;Anfragen von Apps oder Spielen&#8221;: 69% der Befragten gaben an, sich davon gest&#246;rt zu f&#252;hlen.Allerdings d&#252;rfte gerade dieser Punkt beim bezahlenden Publikum, den Werbetreibenden auf Facebook, genau anders herum gesehen werden: solche Funktionalit&#228;ten z&#228;hlen zu den Kernfeatures im viralen Marketing auf Facebook.</p>
<p>38 % der befragten User (wohlgemerkt, man kann davon ausgehen, dass das zum Gro&#223;teil netz-kompetente &#8220;Power-User&#8221; waren), halten die Handhabung zu den Privatsph&#228;ren-Einstellungen f&#252;r schwierig. Hier sollte Facebook dringend nachbessern, wenn Facebook <a href="http://www.seheichmichgezwungen.de/">Ilse Aigner als Userin</a> behalten m&#246;chte. :-)</p>
<p style="text-align: left;">Lange Wartezeiten sind f&#252;r 36 % ein &#196;rgernis. Das ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. In einem Test lieferte Google anstatt der &#252;blichen zehn Suchergebnisse pro Seite stolze 30 Treffer aus. Damit verl&#228;ngerte sich die Generierungszeit der Seite von 0,4 Sekunden auf 0,9 Sekunden. Die Folge: <a href="http://glinden.blogspot.com/2006/11/marissa-mayer-at-web-20.html">20 % weniger Traffic!</a></p>
<p><a href="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/04/aufreger.png"><img class="alignnone size-medium wp-image-2208" title="Was regt Sie an Facebook auf?" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/04/aufreger-500x295.png" alt="" width="500" height="295" /></a></p>
<p>(Klicken Sie auf das Schaubild, um es zu vergr&#246;&#223;ern)</p>
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