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	<title>Webevangelisten &#187; Kirche</title>
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	<description>Evidenzbasierende Social Media Beratung</description>
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		<title>Bild Dir Deine Meinung – so lange Du noch darfst …</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Feb 2011 13:15:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Pfeiffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik & Meinung]]></category>
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		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
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		<description><![CDATA[Am 25. Februar tagt in Hamburg die Heilige Inquisition. An diesem Tag entscheidet das dortige Landgericht dar&#252;ber, ob der Journalist Stefan Aigner weiter seine Meinung zu einer Schweigevereinbarung, Geldzahlungen und einem eventuell bestehendem (von der Di&#246;zese mit gerichtlicher Hilfe bestrittenem) Zusammenhang &#228;u&#223;ern darf.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Vom Webevangelisten Luis Pistor.</em></strong></p>
<p><em>Am 25. Februar tagt in Hamburg die Heilige Inquisition. An diesem Tag entscheidet das dortige Landgericht dar&#252;ber, ob der Journalist  Stefan Aigner weiter seine Meinung zu einer Schweigevereinbarung, Geldzahlungen und einem eventuell bestehendem (von der Di&#246;zese mit gerichtlicher Hilfe bestrittenem) Zusammenhang &#228;u&#223;ern darf.</em></p>
<p>Derzeit ist Aigner seine Meinung per Einstweiliger Verf&#252;gung des Landgerichts Hamburg verboten – bei einer Strafandrohung von 250.000 Euro. <a href="http://www.regensburg-digital.de/wir-sagen-%E2%80%9Evergelts-gott%E2%80%9D/29042010/">Dank der breiten Solidarit&#228;t im Netz</a> wehrte er sich aber dagegen und steht mit der Di&#246;zese derzeit vor Gericht. Zeit, bekannte und unbestrittene Fakten auf den Tisch zu legen. Schlie&#223;lich soll sich jeder seine eigene Meinung bilden k&#246;nnen. Und Gott bewahre mich davor, hier einen falschen Eindruck zu erwecken. Ich habe keine 250.000 Euro.</p>
<h2>Wie kam es zu der Einstweiligen Verf&#252;gung gegen Aigner?</h2>
<p>Am 7. M&#228;rz ver&#246;ffentlichte er im Online-Magazin <a href="http://www.regensburg-digital.de/">regensburg-digital.de</a> unter dem Titel „<a href="http://www.regensburg-digital.de/domspatzen-missbrauch/07032010/">Aufkl&#228;rung auf katholisch</a>“ einen Kommentar. Der Tenor: Es ist grotesk, wenn die katholische Kirche – insbesondere in Regensburg – ank&#252;ndigt, Missbrauchsf&#228;lle aufzukl&#228;ren, die bei der katholischen Kirche stattgefunden haben. Es ist grotesk, wenn sie nun um das Vertrauen der Opfer bittet. Es ist grotesk, dieser Kirche Glauben zu schenken.</p>
<p>F&#252;r diese, seine Meinung f&#252;hrt Aigner mehrere Beispiele an, unter anderem schreibt er:</p>
<blockquote><p>„Und beim Vertuschen von Missbrauch zeigt man sich &#228;u&#223;erst kreativ.  […] Opfer eines p&#228;dophilen Pfarrers in Riekofen erhielten Schweigegeld. Das Bistum Regensburg hat das stets bestritten. Es habe keinen kausalen Zusammenhang zwischen der Zahlung und dem vereinbarten Schweigen gegeben, behauptet das Bistum. „Es geht Ihnen nicht um die Opfer, sondern vor allem darum, dass nichts an die &#214;ffentlichkeit kommt?, sagt eines der Opfer dem Spiegel.“</p></blockquote>
<p>Diese Passage verlinkt Aigner komplett auf einen juristisch nie angegriffenen Spiegel-Artikel aus dem Jahr 2007 mit der &#220;berschrift „<a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-52985276.html">Schweigen gegen Geld</a>“. Ende M&#228;rz erh&#228;lt Aigner von der Di&#246;zese Regensburg die Aufforderung, eine Unterlassungserkl&#228;rung zu unterzeichnen. Folgende Formulierung sei unrichtig:</p>
<blockquote><p>„Opfer eines p&#228;dophilen Pfarrers in Riekofen erhielten Schweigegeld. Das Bistum Regensburg hat das stets bestritten. Es habe keinen kausalen Zusammenhang zwischen der Zahlung und dem vereinbarten Schweigen gegeben, behauptet das Bistum. &#8216;Es geht Ihnen nicht um die Opfer, sondern vor allem darum, dass nichts an die &#214;ffentlichkeit kommt?&#8217;, sagt eines der Opfer dem Spiegel.“</p></blockquote>
<p>Gegen den Spiegel habe man wegen einer &#228;hnlichen Formulierung (in einem Artikel aus dem Jahr 2010 wohlgemerkt) schon ein Einstweilige Verf&#252;gung erwirkt, so die Rechtsanw&#228;lte der Di&#246;zese.</p>
<p>Aigner unterschreibt nicht. Er erkl&#228;rt sich aber rechtsverbindlich bereit, die Formulierung „Opfer eines p&#228;dophilen Pfarrers in Riekofen erhielten Schweigegeld“ bis zum Ende des Rechtsstreits der Di&#246;zese mit dem Spiegel nicht mehr zu wiederholen. Stattdessen schreibt er:</p>
<blockquote><p>„Ein Opfer des p&#228;dophilen Pfarrers von Riekofen erhielt eine Geldzahlung, welche nicht nur in den Augen unserer Redaktion den Beigeschmack einer Schweigegeldzahlung hat. [...]“</p>
<p>Von der Di&#246;zese kommt keine Antwort. Stattdessen folgt kurz darauf eine Einstweilige Verf&#252;gung des Landgerichts Hamburg, die Aigner bei Strafandrohung von bis zu 250.000 Euro beide Formulierungen verbietet.</p></blockquote>
<p>Aigner d&#252;rfe nicht den Eindruck erwecken, dass die Di&#246;zese „durch Vermittlung einer Geldzahlung“ bewirken wollte, dass „der in Rede stehende Vorfall nicht an die &#214;ffentlichkeit ger&#228;t“.</p>
<p>Kommen wir zu dem „in Rede stehenden Vorfall“. Anders ausgedr&#252;ckt, den sexuellen Missbrauch eines elfj&#228;hrigen Jungen im niederbayerischen Viechtach durch den Kaplan Peter K. im Jahr 1999. Die Eltern erfuhren davon und wandten sich an die Di&#246;zese. Sie hatten seinerzeit Angst, dass ihr Sohn in dem erzkatholischen &#214;rtchen &#246;ffentlich an den Pranger gestellt werden k&#246;nnte. Nach monatelangen Verhandlungen trafen Di&#246;zese und Kaplan auf der einen und die Eltern des missbrauchten Jungen auf der anderen Seite eine Vereinbarung mit folgenden wesentlichen Punkten:</p>
<ol>
<li>Es wurde beiderseitiges Stillschweigen vereinbart, „auf ausdr&#252;cklichen Wunsch der Eltern und im wohlverstandenem Interesse der Kinder“.</li>
<li>Es wurde die Zahlung eines Schmerzensgeldes von 6.500 Mark vereinbart.</li>
<li>Die Di&#246;zese sagte zu, s&#228;mtliche „medizinisch indizierten“ Therapiekosten f&#252;r den elfj&#228;hrigen Jungen und seine beiden Geschwister, die den Missbrauch mitbekommen hatten, zu &#252;bernehmen.</li>
</ol>
<p>Wenig sp&#228;ter zeigte ein Mitglied aus der Therapiegruppe des Vaters den Priester an. Die Familie erhielt daraufhin ein Schreiben der Di&#246;zese, in dem es unter anderem hei&#223;t:</p>
<blockquote><p>„Inzwischen l&#228;uft ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Deggendorf gegen Herrn K[...]; deshalb waren wir etwas &#252;berrascht, dass die Vereinbarung bei uns eingegangen ist, kurz nachdem sich die Staatsanwaltschaft gemeldet hat. Man sollte zun&#228;chst das Ergebnis der Ermittelungen und eines m&#246;glicherweise folgenden gerichtlichen Verfahrens abwarten, bis weitere Leistungen erbracht werden. Die Vereinbarung haben wir auf Aufforderung der Staatsanwaltschaft zur Verf&#252;gung gestellt. Wir hoffen, dass die Angelegenheit f&#252;r beide Seiten zu einem ertr&#228;glichen Ergebnis f&#252;hrt, Wir bedanken uns f&#252;r Ihre Bem&#252;hungen und verbleiben [...]“</p></blockquote>
<p>Das Ergebnis der Ermittlungen: Der Priester wurde per Strafbefehl zu einer Bew&#228;hrungsstrafe verurteilt. Der sexuelle Missbrauch wurde ansonsten nicht &#246;ffentlich. Die Di&#246;zese bezahlte Therapiekosten.</p>
<p>2007 erfuhr die Familie des missbrauchten Jungen, dass Peter K. bereits seit &#252;ber f&#252;nf Jahren in der Gemeinde Riekofen arbeitet. Dort wusste niemand etwas von seiner kriminellen Vergangenheit. Die Familie ging an die &#214;ffentlichkeit. Zeitgleich flog auf, dass Peter K. auch in Riekofen mindestens einen Ministranten &#252;ber Jahre sexuell missbraucht hatte. Er wurde daf&#252;r zu drei Jahren Gef&#228;ngnis verurteilt.</p>
<p>Bei der Familie aus Viechtach brachen die Ereignisse aus dem Jahr 1999 wieder auf. Sie beantragte bei der Di&#246;zese erneut Therapien. &#220;ber einen Rechtsanwalt lehnte die Di&#246;zese die &#220;bernahme von Therapiekosten f&#252;r die Mutter, die Geschwister und den 1999 missbrauchten Jungen ab. In dem Schreiben hei&#223;t es unter anderem:</p>
<p>Die Zahlungen in der Vergangenheit „basierten auf dem wohlwollenden Entgegenkommen des Ordinariats.“ Der Vorwurf, dass es sich bei den Zahlungen um „Schweigegeld“ handle sei „unredlich“. Die nun beantragten Therapien seien entweder von der Vereinbarung nicht gedeckt oder medizinisch nicht notwendig. Auch das vereinbarte Schweigen wird in dem Anwaltsschreiben erw&#228;hnt. Nat&#252;rlich, ohne einen Zusammenhang mit den abgelehnten Zahlungen herzustellen.</p>
<p>Die Familie ist bislang auf Kosten von mindestens 1.000 Euro sitzengeblieben.</p>
<p>Wie bei der ersten Verhandlung gegen Aigner zu erfahren war, bestreitet die Di&#246;zese, jemals die Zahlung irgendwelcher Therapiekosten verweigert zu haben. Gegen&#252;ber dem <a href="http://www.br-online.de/aktuell/kirche-justiz-missbrauch-ID1294666140909.xml">Bayerischen Rundfunk hat die Mutter des missbrauchten Jungen k&#252;rzlich angegeben, sie empfinde die Zahlungen der Di&#246;zese Regensburg im nachhinein als Schweigegeld</a>.</p>
<h2>Erweckt damit die Formulierung, die Aigner derzeit verboten wird, einen falschen Eindruck?</h2>
<p>Noch einmal zum Mitlesen:</p>
<blockquote><p>„Und beim Vertuschen von Missbrauch zeigt man sich &#228;u&#223;erst kreativ. […] Ein Opfer des p&#228;dophilen Pfarrers von Riekofen erhielt eine Geldzahlung, welche nicht nur in den Augen unserer Redaktion den Beigeschmack einer Schweigegeldzahlung hat. Das Bistum Regensburg hat das stets bestritten. Es habe keinen kausalen Zusammenhang zwischen der Zahlung und dem vereinbarten Schweigen gegeben, behauptet das Bistum. &#8216;Es geht Ihnen nicht um die Opfer, sondern vor allem darum, dass nichts an die &#214;ffentlichkeit kommt?&#8217;, sagt eines der Opfer dem Spiegel.“</p></blockquote>
<p>Bild Dir Deine Meinung, so lange Du noch darfst&#8230;</p>
<p><strong>Epilog:</strong> Der Spiegel hat sein Verfahren gegen die Di&#246;zese Regensburg in erster Instanz verloren und diskutiert noch dar&#252;ber, ob er in die zweite Instanz gehen will.<br />
Aigner hat f&#252;r den Fall einer Niederlage vor Gericht bereits Berufung angek&#252;ndigt.</p>
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		<item>
		<title>Einstweilige Verf&#252;gung gegen Blogger wegen Meinungs&#228;u&#223;erung</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 08:59:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Pfeiffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik & Meinung]]></category>
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		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn die Opfer eines p&#228;dophilen Pfarrers eine Geldzahlung erhalten und Sitllschweigen vereinbart wird, hat das in meinen Augen den Beigeschmack einer Schweigegeldzahlung. Auch wenn das Bistum Regensburg jeden kausalen Zusammenhang zwischen der Zahlung und dem vereinbarten Schweigen leugnet.
Diese Meinungsa&#252;&#223;erung m&#246;chte die katholische Kirche gerne vor Ihnen verheimlichen! Es ist im vorliegenden Fall unstrittig, dass 1999 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Wenn die Opfer eines p&#228;dophilen Pfarrers eine Geldzahlung erhalten und Sitllschweigen vereinbart wird, hat das in meinen Augen den Beigeschmack einer Schweigegeldzahlung. Auch wenn das Bistum Regensburg jeden kausalen Zusammenhang zwischen der Zahlung und dem vereinbarten Schweigen leugnet.</p></blockquote>
<p>Diese Meinungsa&#252;&#223;erung m&#246;chte die katholische Kirche gerne vor Ihnen verheimlichen! Es ist im vorliegenden Fall unstrittig, dass 1999 an eine Opferfamilie Geld gezahlt wurde. Beanstandet wird vielmehr, ob die Zahlung von 6.500 D-Mark am 25.11. 1999 als „Schweigegeld“ bezeichnet werden darf und ob sie „den Beigeschmack einer Schweigegeldzahlung“ hat. <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-52985276.html">Das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL hatte einen Bericht in der Ausgabe 38/2007 mit &#8220;Schweigen gegen Geld&#8221; &#252;berschrieben</a>, Stefan Aigner hatte sich auf darauf in seinem Blog bezogen und auf den SPIEGEL verlinkt. Daf&#252;r wurde er zuerst abgemahnt, er unterschrieb die Unterlassungserkl&#228;rung nicht und nun liegt eine Einstweilige Verf&#252;gung gegen den Blogger vor.</p>
<p>Die Di&#246;zese Regensburg, vertreten durch die Anwaltskanzlei Romatka und Collegen, hat (manche werden es erahnen) beim <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Landgericht_Hamburg#Pressekammer">Landgericht Hamburg</a> nun eine Einstweilige Verf&#252;gung (AZ: 325 O 105/10) bewirkt, nach der es dem Blogger und selbstst&#228;ndigen Journalisten Stefan Aigner (<a href="http://www.regensburg-digital.de">Regensburg-Digital.de</a>) nun untersagt ist, die Meinung, die gezahlten 6.500 D-Mark seien &#8220;Schweigegeld&#8221; gewesen, &#246;ffentlich zu vertreten.</p>
<h2>Widerspruch!</h2>
<p>Stefan Aigner ist erst einmal sprachlos: Im wahrsten Sinne des Wortes. <a href="/schweigegeld-kirche-mahnt-blogger-ab/">Vor drei Wochen wurde er deswegen abgemahnt</a> und unterbreitete einen Kompromissvorschlag, der die Aussage als klare Meinungs&#228;u&#223;erung kenntlich machte. Doch das Landgericht Hamburg, <a href="http://www.buskeismus.de/">bekannt f&#252;r seine pressekritischen Urteile</a>, erlie&#223; eine Einstweilige Verf&#252;gung und tr&#228;gt so zur Einsch&#252;chterung von Bloggern, allgemein von Menschen, die ihre eigene Meinung &#246;ffentlich vertreten, bei.</p>
<h2>Ziel erreicht?</h2>
<p>Einem Ziel ist die katholische Kirche in Regensburg sicherlich n&#228;her gekommen: Menschen werden verunsichert, was sie &#252;ber die Kirche und die Vorw&#252;rfe zum sexuellen Mi&#223;brauch &#246;ffentlich sagen d&#252;rfen. Wer &#8211; wohlgemerkt &#8211; seine Meinung &#246;ffentlich &#228;u&#223;ert, l&#228;uft Gefahr, abgemahnt zu werden. Wenn man sich, wie es Stefan Aigner vorgemacht hat, tapfer dagegen wehrt, erledigt das LG Hamburg den Rest!</p>
<p>Die kubanische Bloggerin und Menschenrechtlerin <a href="http://desdecuba.com/generationy_de/">Yoani Sánchez</a> hat einmal geschrieben:</p>
<blockquote><p>Meinungsfreiheit herrscht in einem Land dann, wenn man sich an die Stra&#223;enecke stellen und rufen kann: „Hier herrscht keine Meinungsfreiheit!“</p></blockquote>
<p>Ich pers&#246;nlich bin gespannt, ob wir diesen Test hier und heute bestehen.</p>
<h2>Unterst&#252;tzen Sie die Meinungsfreiheit jetzt!</h2>
<p><a href="http://www.regensburg-digital.de/shop"><img class="alignleft size-full wp-image-2238" title="journalismissomething" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/04/journalismissomething1.png" alt="" width="175" height="182" /></a>Stefan Aigner hat einen Anwalt, der zusammen mit ihm die weitere Strategie plant: Widerspruch einlegen!</p>
<p>Doch das ist teuer, mehr als 5.000 € kosten Gericht und gegnerischer Anwalt. Ein dicker Brocken f&#252;r einen Blogger, ein Pappenstiel f&#252;r ein katholisches Bistum. Bis zum 4. Mai kann gegen die Einstweilige Verf&#252;gung des LG Hamburg noch Widerspruch eingelegt werden. Nur dann kommt es zu einer m&#252;ndlichen Verhandlung und die 5.000 € werden f&#228;llig (ca. 3.000 € sind es schon jetzt!)</p>
<p>Die Seite regensburg-digital.de wird von einem F&#246;rderverein getragen, dem <a href="http://www.regensburg-digital.de/foerderverein/">Verein zur F&#246;rderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.</a>. Der hat nun ein Treuhandkonto eingerichtet: Sollte bis zum 4. Mai gen&#252;gend Geld f&#252;r einen Widerspruch zusammenkommen, ziehen Stefan Aigner und der Verein vor Gericht. Falls kein Widerspruch eingelegt werden sollte, weil das Geld fehlt, erh&#228;lt jeder Spender sein Geld wieder zur&#252;ck.</p>
<h2>Spenden Sie bitte &#8211; ab 1 € sind Sie Unterst&#252;tzer</h2>
<p>Verein zur F&#246;rderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.<br />
Kontonummer: 63 363<br />
BLZ: 750 900 00, Volksbank Regensburg e. G.<br />
Verwendunszweck: SCHWEIGEGELD (bitte vermerken Sie, ob Ihr Name ver&#246;ffentlicht werden soll)</p>
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<p>Eine Liste aller bisherigen &#246;ffentlichen Spender finden Sie auf <a href="http://www.regensburg-digital.de/einstweilige-verfugung-gegen-meinungsauserung/20042010/">regensburg-digital.de</a>.</p>
<h2>Ideele Unterst&#252;tzung</h2>
<p>Bloggen Sie dar&#252;ber, erz&#228;hlen Sie ihren Freunden und Facebook-Kontakten davon. Sammeln Sie Spenden bei den Kollegen oder im Fu&#223;ballverein. Sie kennen einen Journalisten oder irgendjemanden, der publiziert? Erz&#228;hlen Sie davon! Wenn Sie Grafiker sind und hinter Photoshop keinen Bilderladen vermuten, gestalten Sie eine Anzeige, einen <a href="http://twibbon.com/">Twibbon</a>. Kurz: verarbeiten Sie das Thema mit den Mitteln, die Sie haben. Wenn Sie Programmierer sind, gestalten Sie eine #PetitionInCode, oder was auch immer. Helfen Sie mit!</p>
<p>Kaufen Sie in Regensburg-Digital <a href="http://www.regensburg-digital.de/shop/">Spreadshirt-Shop</a> oder werden Sie Fan auf der <a href="http://www.facebook.com/home.php#!/pages/Regensburg-Germany/regensburg-digitalde/192990119006?ref=ts">Regensburg-Digital-Facebook-Fanpage</a> werden.</p>
<h2>Alles, was Sie tun, st&#228;rkt ihm den R&#252;cken. #Danke!</h2>
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		<title>Ans Kreuz mit ihm! &#8211; &#8220;Schweigegeld&#8221; oder nicht?</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Mar 2010 22:31:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Pfeiffer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Di&#246;zese Regensburg mahnt den Blogger Stefan Aigner (www.regensburg-digital.de) ab, weil der aus dem SPIEGEL zitierte und die Zahlung von 6.500 Mark an eine Opferfamilie als &#8220;Schweigegeld&#8221; bezeichnet. Im Spiegel schreiben Conny Neumann und Peter Wensierski:
Dem SPIEGEL liegen Dokumente vor, die belegen, dass sein Ordinariat [Regensburg] &#8211; hart an der Grenze der Legalit&#228;t &#8211; versucht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Di&#246;zese Regensburg mahnt den Blogger Stefan Aigner (<a href="http://www.regensburg-digital.de">www.regensburg-digital.de</a>) ab, weil der aus dem SPIEGEL zitierte und die Zahlung von 6.500 Mark an eine Opferfamilie als &#8220;Schweigegeld&#8221; bezeichnet. <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-52985276.html">Im Spiegel schreiben Conny Neumann und Peter Wensierski</a>:</p>
<blockquote><p>Dem SPIEGEL liegen Dokumente vor, die belegen, dass sein Ordinariat [Regensburg] &#8211; hart an der Grenze der Legalit&#228;t &#8211; versucht hat, Kindesmissbrauch zu vertuschen: Schweigen sollte mit Geld erkauft werden. Einer der missbrauchten Jugendlichen wirft den Kirchenm&#228;nnern vor: &#8220;Es geht ihnen nicht um die Opfer, sondern vor allem darum, dass nichts an die &#214;ffentlichkeit kommt. Das tut weh.&#8221;</p></blockquote>
<p>Bei Aigner (<a href="http://www.regensburg-digital.de/domspatzen-missbrauch/07032010/">http://www.regensburg-digital.de/domspatzen-missbrauch/07032010/</a>) liest sich das &#8211; mit verlinkter Quellenangabe &#8211; so:</p>
<blockquote><p>Ein Opfer des p&#228;dophilen Pfarrers in Riekofen erhielt Schweigegeld. Das Bistum Regensburg hat das stets bestritten. Es habe keinen kausalen Zusammenhang zwischen der Zahlung und dem vereinbarten Schweigen gegeben, behauptet das Bistum. „Es geht ihnen nicht um die Opfer, sondern vor allem darum, dass nichts an die &#214;ffentlichkeit kommt. Das tut weh”, sagte eines der Opfer dem SPIEGEL.</p></blockquote>
<p>Das Landgericht Hamburg hatte am 10. M&#228;rz per einstweiliger Verf&#252;gung (Aktenzeichen: 324 O 107/10)  dem Nachrichtenmagazin SPIEGEL untersagt, weiterhin den Eindruck zu erwecken, die Di&#246;zese Regensburg wolle &#8220;durch die Vermittlung einer Geldzahlung bewirken, dass der in Rede stehende Vorfall an die &#214;ffentlichkeit komme&#8221;. Vulgo: Zwar wurden 6.500 Mark an die Opferfamilie gezahlt, das sei aber kein &#8220;Schweigegeld&#8221; gewesen, so die Di&#246;zese. Allein, was war es dann?</p>
<p>Auf die einstweilige Verf&#252;gung bezieht sich nun die von der Di&#246;zese beauftragte Anwaltskanzlei Romatka &amp; Collegen aus M&#252;nchen und mahnt den Blogger ab: die Behauptung, es sei eine Art &#8220;Schweigegeld&#8221; an die Opferfamilie bezahlt worden, sei nicht hinnehmbar, so die Anw&#228;lte in ihrem Schreiben vom 29. M&#228;rz, das mir vorliegt. Bestritten wird nicht die eigentliche Zahlung der 6.500 Mark, sondern die Einsch&#228;tzung, dass sei &#8220;Schweigegeld&#8221; gewesen.</p>
<h2>Wenn 6.500 Mark bezahlt werden und eine Opferfamilie schweigt, war das dann &#8220;Schweigegeld&#8221;? Die katholische Kirche meint &#8220;Nein!&#8221;</h2>
<p>Es ist eine Frage der Interpretation: Tats&#228;chlich gab es, wie dem <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-52985276.html">SPIEGEL</a> zu entnehmen ist, eine Vereinbarung zwischen dem Bistum Regensburg mit dem p&#228;dophilen Pfarrer auf der einen und der Familie des Opfers auf der anderen Seite:</p>
<blockquote><p>Die Eltern beschwerten sich sofort beim Generalvikar. Aber das Ordinariat in Regensburg habe sie &#252;berredet, sagt Johanna T., keine Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Man wolle den Fall im Bistum lieber intern regeln. Am 25. November 1999 dann wurde ein rechtlich h&#246;chst dubioses Abkommen zwischen Familie, T&#228;ter und Bisch&#246;flichem Ordinariat geschlossen. In dem bislang der &#214;ffentlichkeit unbekannten Vertrag hei&#223;t es: &#8220;Im wohlverstandenen Interesse der Kinder und auf ausdr&#252;cklichen Wunsch der Eltern soll Stillschweigen gewahrt werden.</p></blockquote>
<p>Das Opfer des Pfarrers erhielt laut <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-52985276.html">SPIEGEL</a> damals 4000 Mark, seine Schwester 1000 Mark, der Bruder 1500 Mark als &#8220;Schmerzensgeld&#8221; vom Pfarrer. Schweigegeld oder nicht? Aigner meint ja und wagt das auch zu schreiben. Er weist in seinem Artikel darauf hin, dass das Bistum Regensburg stets bestritten habe, &#8220;Schweigegeld&#8221; bezahlt zu haben und dass stattdessen kein kausaler Zusammenhang zwischen der Zahlung der 6.500 Mark und dem vereinbarten Schweigen der Opferfamilie bestanden habe. Diese Einsch&#228;tzung der Di&#246;zese halte ich pers&#246;nlich allerdings f&#252;r wenig glaubhaft!</p>
<h2>Darf man diese Zahlung als &#8220;Schweigegeld&#8221; bezeichnen? Unter &#8220;brutalstm&#246;glicher Aufkl&#228;rung&#8221; hatte man bisher etwas anderes verstanden</h2>
<p><a href="http://www.regensburg-digital.de/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1934" title="Stefan Aigner" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/03/aigner-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die katholische Kirche versucht nun, ihren Kritiker Aigner brutalstm&#246;glichst zum Schweigen zu bringen: Bis zum 1. April soll Aigner eine Unterlassungserkl&#228;rung abgeben, Streitwert: 15.000 €.</p>
<p>Stefan Aigner allerdings will nicht aufgeben. Zu einer funktionierenden Demokratie geh&#246;re die vierte Gewalt im Staat: eine unabh&#228;ngige Presse. Und der m&#252;sse es auch erlaubt sein, begr&#252;ndete Einsch&#228;tzungen und Interpretationen einer Sachlage zu ver&#246;ffentlichen. Mit seiner Online-Zeitung <a href="http://www.regensburg-digital.de">www.regensburg-digital.de</a> verfolgt Aigner den Anspruch, zur einzigen gro&#223;en Tageszeitung in Regensburg eine kritische Alternative anzubieten, wie er mir in einem Interview vom M&#228;rz diesen Jahres erz&#228;hlte:  <a href="/regensburg-digital/">Auf eine Zigarette mit Bayerns bloggendem Staatsfeind Nr. 1</a>. Aigner hat sich in den vergangen Jahren immer wieder mit ganz Gro&#223;en angelegt: dem <a href="http://www.regensburg-digital.de/presseerklarung-zu-diehl-stiftung-co-kg-stefan-aigner/03032009/">Waffenhersteller Diehl</a> z.B. oder dem M&#246;belkonzern <a href="http://www.regensburg-digital.de/mobelkonzern-darf-uns-nicht-den-mund-verbieten/04032010/">XXXLutz</a>. Vor Gericht unterlegen ist er bisher noch nie.</p>
<h2>Hohe Kosten und Einsch&#252;chterungsversuche</h2>
<p><a href="http://www.regensburg-digital.de/">Regensburg-digital.de</a> geh&#246;rt nicht zu den Projekten, die eine eigene Rechtsabteilung finanzieren k&#246;nnten. Im Gegenteil: das Projekt nennt sich selbst <a href="http://www.regensburg-digital.de/unterstuetzen/">unabh&#228;ngig, mutig, unterfinanziert</a>. Aigner ist jetzt auf der Suche nach Juristen, die die Sachlage fachkundig einsch&#228;tzen k&#246;nnen und ihm ihre Hilfe anbieten. Auch moralische Unterst&#252;tzung in Form von Kommentaren zu diesem Beitrag hier oder <a href="http://www.regensburg-digital.de/domspatzen-missbrauch/07032010/">beim Original-Artikel</a> geben ihm R&#252;ckendeckung. Sie k&#246;nnen auch <a href="http://www.regensburg-digital.de/shop/">Merchandising-Artikel im Shop</a> kaufen mit dem sinnigen Leitspruch von <a href="http://www.regensburg-digital.de/">regensburg-digital.de</a></p>
<h2>Journalism is publishing<br />
what someone doesn&#8217;t want<br />
us to know, the rest is<br />
propaganda.</h2>
<p>&#220;brigens: In diesen Tagen j&#228;hrt sich die Kreuzigung Jesu zum fast 2.000sten Mal.</p>
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