<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>
<channel>
	<title>Webevangelisten &#187; Facebook</title>
	<atom:link href="http://webevangelisten.de/schlagwort/facebook/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://webevangelisten.de</link>
	<description>Evidenzbasierende Social Media Beratung</description>
	<lastBuildDate>Mon, 23 Jan 2012 08:43:26 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.2</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Social Media Webinar – Fragen und Antworten</title>
		<link>http://webevangelisten.de/social-media-webinar-fragen-und-antworten/</link>
		<comments>http://webevangelisten.de/social-media-webinar-fragen-und-antworten/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 09 Aug 2011 10:07:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Pfeiffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verschiedenes]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://webevangelisten.de/?p=3281</guid>
		<description><![CDATA[Letzte Woche hielt ich mein erstes Webinar – zum Thema »Social Media aus Unternehmenssicht«. F&#252;r jemanden wie mich, der sehr gerne den Kontakt mit den Zuh&#246;renden pflegt, eine echte Herausforderung: Ich f&#252;hlte mich wie im Telekolleg, mein kleines Fernsehstudio bestand aus meinem MacBook und einem Headset, aber die Zuh&#246;rer waren bundesweit verstreut. W&#228;hrend der einst&#252;ndigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Letzte Woche hielt ich mein erstes Webinar – zum Thema »Social Media aus Unternehmenssicht«. F&#252;r jemanden wie mich, der sehr gerne den Kontakt mit den Zuh&#246;renden pflegt, eine echte Herausforderung: Ich f&#252;hlte mich wie im Telekolleg, mein kleines Fernsehstudio bestand aus meinem MacBook und einem Headset, aber die Zuh&#246;rer waren bundesweit verstreut. W&#228;hrend der einst&#252;ndigen Pr&#228;sentation in der verl&#228;ngerten Mittagspause wurde mein Bildschirm gefilmt und ins Internet gestreamt, einige Umfragen (mit ja/nein oder freien Antworten) brachten Interaktion in den Vortrag. Mehr Infos zum Webinar, den Live-Mitschnitt und die verwendete Technik finden Sie unter <a href="http://www.citrixonline.de/aktuelles/webinare/webinar-archiv/?page=1">http://www.citrixonline.de/&#8230;/webinare/</a></em></p>
<p>Weil ich w&#228;hrend des Vortrags nicht alle Fragen beantworten konnte, hole ich das an dieser Stelle sehr gerne nach:</p>
<h2>Ihre Fragen und meine Antworten</h2>
<p><strong>Was halten Sie von Google+? Wird das das neue Facebook werden?<br />
</strong>Der Suchmaschinengigant Google hat schon einige Versuche unternommen, in Social Media Fu&#223; zu fassen: Darunter waren das Netzwerk <a href="http://www.orkut.com">Orkut</a>, der Microbloggingdienst <a href="http://www.google.com/buzz?hl=de">Buzz</a> und der Kommunikationshybride <a href="https://wave.google.com/wave/?pli=1">Wave</a>, letzterer wurde offiziell schon wieder eingestellt, gerade mal ein Jahr nach dem Start. Insofern lohnt es sich zwar, Google+ zu beobachten und auf dem Laufenden zu bleiben, aber „Google+Aktien“ w&#252;rde ich noch als spekulativ bezeichnen, kein AAA.<br />
Als die herausragenden Features von Google+ werden h&#228;ufig die Kreise genannt, die Hangouts und Sparks:</p>
<ul>
<li><em>Kreise</em> (also die einfache M&#246;glichkeit, unterschiedliche Freundeskreise online unterschiedlich abzubilden) sind zweifelsohne ein wichtiges Feature von Google+, das es aber auch schon bei Facebook gibt (hier nennt man es „Gruppen“). Wenn Facebook die Herausforderung annimmt und seine Usability verbessert, k&#246;nnte Google+ auf diesem Feld Probleme bekommen.</li>
<li><em>Hangouts</em> sind Videokonferenzen mit bis zu zehn Teilnehmenden. Auch das gibt es schon – mit Skype. Zudem in besserer Qualit&#228;t.</li>
<li><em>Sparks</em> sind News-Alerts zu frei w&#228;hlbaren Themen. Legt man sich einen Spark zu „Mount Everest“ an, bleibt man &#252;ber alle Nachrichten rund um den h&#246;chsten Berg der Erde auf dem Laufenden. Hier spielt Google seine jahrelange Erfahrung im Suchmaschinenmarkt voll aus.</li>
</ul>
<p><em>Fazit: </em>Ob Google+ ein ernstzunehmender Gegner zu Facebook werden wird, wird erst die Zukunft bringen. Und nicht immer entscheiden knallharte Fakten &#252;ber den Erfolg oder Misserfolg, sondern Marketing und Image sind mindestens ebenso wichtig. Das Image von Facebook in Bezug auf Usability, Datenschutz und Datensicherheit ist nicht immer das beste – aber zumindest beim Datenschutz vertraut auch nicht jeder in Deutschland dem Unternehmen mit den bunten Buchstaben&#8230;</p>
<p><strong>Was ist StaticFBML?<br />
</strong>FBML steht – oder besser: stand – f&#252;r Facebook Markup Language. Damit konnte man z. B. auf eigenen Reitern innerhalb einer Fanpage Facebook-interne Funktionen nutzen wie bspw. die Profilbilder der Administratoren anzeigen lassen. Leider hat Facebook FBML eingestellt, so dass man es heute nicht mehr nutzen kann, <a href="http://allfacebook.de/tag/fbml-alternative">Alternativen zu FBML</a> stellt allfacebook.de vor.</p>
<p><strong>Empfehlen Sie einen Facebook Account f&#252;r eine Personalunternehmensberatung, die Fach-und F&#252;hrungskr&#228;fte im Auftrag von Unternehmen sucht?</strong><br />
Warum denn nicht? Aber Sie sollten Facebook nicht blo&#223; als sich erneuernde Jagdgr&#252;nde begreifen. &#220;berlegen Sie, was Sie zus&#228;tzlich zu Ihren Stellenangeboten noch posten k&#246;nnen und reagieren Sie auf Ihre Community. In diesem Zusammenhang d&#252;rfte Sie auch das <a href="http://www.bewerberblog.de/">Bewerberblog.de</a> interessieren.</p>
<p><strong>Gibt es erfolgreiche Social-Media-Beispiele im B2B Bereich, die Sie nennen/zeigen k&#246;nnen? </strong><strong>Welche Kan&#228;le eignen sich am besten f&#252;r B-to-B? </strong><strong>Was halten Sie allgemein von B2B Social Media Marketing? Soll man hier viel Aufwand betreiben?</strong><br />
Auch Fuhrparkmanager sind Menschen. Insofern ist B2B-Marketing auch in sozialen Netzwerken m&#246;glich und unter Umst&#228;nden auch sinnvoll. Der Social Business Blog hat <a href="http://www.social-business-blog.de/2011/05/social-media-bei-b2b-unternehmen-10-erfolgreiche-b2b-communities-von-softwareunternehmen/">10 erfolgreiche B2B-Communities von Softwareunternehmen</a> zusammengestellt, mit Beispielen von Microsoft, IBM und SAP. Aber auch die Krones AG, Weltmarktf&#252;hrer in der Getr&#228;nkeabf&#252;ll- und Verpackungstechnik, eine gut-b&#252;rgerlicher Mittelst&#228;ndler mit 10.000 Angestellten, <a href="http://www.smo14.de/2010/10/10/social-media-fur-b2b-das-beispiel-krones-ag/">besch&#228;ftigt einen Social Media Manager</a>, dessen Ziel unter anderem auch das Employer Branding ist, also die langfristige Attraktivit&#228;t f&#252;r hochqualifiziertes Personal. Ich m&#246;chte Sie auch noch auf das Pl&#228;doyer von Bernd Jodeleit hinweisen: <a href="http://blog.jodeleit.de/social-media-in-der-b2b-kommunikation-und-ob/">Social Media in der B2B-Kommunikation? Und ob!</a><strong> </strong></p>
<p><strong>Was sagen Sie zu Social Media im Bereich B2B? Wo ist die Grenze zur privaten Kommunikation f&#252;r Gesch&#228;ftskunden?</strong><br />
Die Grenze zwischen Berufs- und Privatleben verschwimmt zusehends. Wie man damit umgehen m&#246;chte, muss jeder f&#252;r sich selbst entscheiden. Ich pers&#246;nlich beantworte z. B. keine E-Mails am Wochenende oder zu sp&#228;ter Stunde. Wenn ich eine E-Mail zu ung&#252;nstiger Zeit gelesen habe und sich mich zu sehr besch&#228;ftigt, formuliere ich eine Antwort, schicke sie aber dennoch erst zu normalen B&#252;rozeiten ab.<br />
Auf Facebook und in anderen sozialen Netzwerken bin ich ohnehin nicht „privat“. Ab und an stelle ich Pers&#246;nliches ein, zum Beispiel ein Foto vom Bergwandern, aber das nur sehr dosiert und wohl&#252;berlegt. Meine Cousine hatte sich schon bei mir beschwert, von mir w&#252;rde man gar nichts Privates auf Facebook lesen&#8230; ich habe das als Kompliment aufgefasst. :) <strong> </strong></p>
<p><strong>Findet die Veranstaltung in Frankfurt (Twittwoch) w&#246;chentlich statt? Wo findet man die Termine daf&#252;r?</strong><br />
Twittwoch-Veranstaltungen finden bundesweit in &#252;ber zehn St&#228;dten statt, darunter Frankfurt, K&#246;ln, Berlin und M&#252;nchen. In gro&#223;en St&#228;dten wie Berlin (manche sagen: Metropolen) findet der Twittwoch jeden Monat statt, in kleineren in unregelm&#228;&#223;igen Abst&#228;nden. Infos zum Twittwoch gibt es unter <a href=" http://www.twittwoch.de/kategorie/twittwoch-vor-ort/">www.twittwoch.de</a>.</p>
<p><strong>Manche Unternehmen trauen sich nicht eine Fanpage zu er&#246;ffnen, da ggf. ein sensibles Thema behandelt wird und mehr negative Meinungen als Positive generiert werden. Gibt es da einen Tipp?</strong><br />
Jetzt k&#246;nnte man b&#246;se sein uns sagen: Wenn das so ist, sollte man &#252;berlegen, woran es liegt , wenn die Menschen negative Meinungen &#252;ber das Unternehmen oder seine Dienstleistungen und Produkte haben. Und dass es geboten sein kann, den Grund hierf&#252;r zu erfahren und diesen ggf. abzustellen und nicht nur die Symptome zu bek&#228;mpfen. Marketing und PR k&#246;nnen ja nicht zaubern, auch wenn das manchen in der Branche gerne so h&#228;tten. :)<br />
Die Gespr&#228;che &#252;ber ein Unternehmen finden auch ohne Beteiligung des Unternehmens statt. Um mich &#252;ber eine Firma XY aufzuregen, brauche ich nicht deren Fanpage, das kann ich auch in meinem Blog tun. Auf der Fanpage hat es f&#252;r die Firma aber u.U. den Vorteil, die Diskussion zentral bei sich zu Hause zu haben, mit allen Vor- aber auch Nachteilen: Sie k&#246;nnen die Diskussion sicherlich einfacher steuern, wenn Sie „Herr im Hause“ sind. Auf der anderen Seiten ben&#246;tigen Sie dazu die n&#246;tige Manpower. Wenn Sie die nicht haben oder aufbringen wollen, ist ein Engagement in Social Media (wie in vielen anderen Bereichen auch) zu &#252;berdenken.</p>
<p><strong>Wie geht man bei einem Fotoaufruf auf Facebook z.B. damit um, wenn Leute anst&#246;&#223;ige Fotos hochladen?<br />
</strong>Man l&#246;scht die Fotos.</p>
<p><strong>Ist es sinnvoll, Twitter und Facebook zu synchronisieren oder sollten wir als Unternehmen besser beides separat verwalten?</strong><br />
Auf den ersten Blick ist es immer verlockend, verschiedene Dienste miteinander zu synchronisieren: Mehr Reichweite mit weniger Aufwand. Auf den zweiten Blick sind Twitter und Facebook aber sehr unterschiedlich: #Hashtags auf Twitter werden von den Usern anders verstanden als auf Facebook, @-Erw&#228;hungen gibt es zwar auch auf Facebook, bei einer automatischen Synchronisation werden diese aber nicht portiert. Zudem dr&#228;ngt sich die Frage auf: Warum sollte jemand Fan auf Facebook <span style="text-decoration: underline;">und</span> Follower auf Twitter sein, wenn sich die Inhalte nur doppeln?<br />
Wenn Sie ab und zu Inhalte von Twitter sofort nach Facebook synchronisieren m&#246;chten, hilft Ihnen die Facebook-Anwendung  <a href="http://www.facebook.com/selectivetwitter">Selective Twitter</a>, damit k&#246;nnen Sie Tweets, die mit #fb gekennzeichnet sind, automatisch auf Facebook zweitpublizieren.</p>
<p><strong>Wer erstellt Facebook-Fan-Seiten? Was kostet das?<br />
</strong>Eine Facebook-Seite zu erstellen ist in wenigen Stunden getan. Das machen nat&#252;rlich Werbe- und PR-Agenturen (mit entsprechendem Stundensatz) oder Studierende oder Sch&#252;ler (mit entsprechender Zuverl&#228;ssigkeit) oder Sie machen es selbst. Dabei hilft Ihnen evtl. mein <a href="http://www.amazon.de/Social-Media-Twitter-Facebook-Kunden/dp/382733019X">Buch „Social Media“</a> :)</p>
<p><strong>Wir haben vorhin die Kampagne von Otto gesehen. Ich habe mal irgendwo gelesen das Gewinnspiele bei Facebook verboten sind. Stimmt das?</strong><br />
Das stimmt bedingt. Gewinnspiele auf Facebook sind nur erlaubt, wenn man sie mit einer eigens daf&#252;r programmierten Anwendungen durchf&#252;hrt, nicht aber mit den nativen Funktionen von Facebook wie „Gef&#228;llt-mir-s“ und Foto-Uploads. Hier geht&#8217;s zu den – st&#228;ndig ver&#228;nderten – <a href="http://www.facebook.com/promotions_guidelines.php">Richtlinien f&#252;r Gewinnspiele auf Facebook</a>.</p>
<p><strong>K&#246;nnte ich eine Einladung f&#252;r deine Gruppe &#8220;FB Admins&#8221; bekommen?</strong><br />
Sehr gerne. Aber Einladungen sind nicht n&#246;tig. Einfach der <a href="http://www.facebook.com/groups/pageadmins.de/">Facebook-Gruppe Fanpage Admins </a>beitreten.</p>
<p><strong>Wie k&#246;nnen User direkt in ein Facebook-Fotoalbum hochladen?<br />
</strong>User d&#252;rfen nur auf die Pinnwand posten. Ein Admin kann aber hernach die Bilder in ein Album verschieben.</p>
<p><strong>Ich betreue mehrere Fansites  auf Facebook. Ist das dann eher sch&#228;dlich, wenn ich z.B. die News z.T. teile oder als Admin auch z.B.  &#8221;Gef&#228;llt mir&#8221; dr&#252;cke? Oder von einer Site zur anderen anderweitig verlinke, wenn es Sinn macht?! Oder sollte man hier besser alles nicht miteinander verbinden?!</strong><br />
Der wichtige Hinweis, den Sie sich schon selber in Ihrer Frage geben, ist: &#8220;wenn es Sinn macht&#8221;. Die Seiten haben nat&#252;rlich irgendwo irgendwelche Unterschiede, sonst w&#228;ren es ja nicht verschiedene Seiten. Also sollte nicht zu viel &#228;hnlich sein. Aber wohldosiert ist es in meinen Augen kein Problem, Links auf mehreren Seiten zu posten. Das i-T&#252;pfelchen w&#228;re, wenn Sie die Links mit jeweils unterschiedlichen Kommentaren posten. Sie k&#246;nnen als Admin auch die Fans der unterschiedlichen Seiten durchsehen und erkennen, ob es viele Doppel-Fans gibt, also Menschen, die mehreren Ihrer Seiten folgen. Gibt es diese Doppelungen nicht, steht einem Crossposting nichts im Wege. <strong></strong></p>
<p><strong>Ist das falsch/gut f&#252;r eine Fansite, wenn es auch „fremde“ News ver&#246;ffentlicht? Also alles, was andere Zeitungen , Spiegel-Online o.&#228;. ver&#246;ffentlichen, was von Belang ist zu meinem Thema und darf man einfach einen Link von Spiegel-Online z.B. auf seine Pinnwand stellen? Oder w&#252;rden Sie davon abraten, dass man auf fremde Seiten verlinkt?</strong><br />
Ich empfehle das mit Nachdruck. Wer will schon mit jemandem sprechen, der/die immer nur von sich spricht? Das ist auf Dauer langweilig und regt nicht zum Dialog an.  Rechtlich d&#252;rfen d&#252;rfen Sie das, und Spiegel Online und die anderen sind ja froh um jede Verlinkung. Und Ihre Leser/innen werden es Ihnen auch danken: interessante Nachrichten aus Ihrer Branche.</p>
<h2>Noch Fragen?</h2>
<p>Haben Sie noch weitere Fragen? Nutzen Sie die Kommentarfunktion am Ende der Seite.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://webevangelisten.de/social-media-webinar-fragen-und-antworten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Politische Bildung muss nach Facebook!</title>
		<link>http://webevangelisten.de/politische-bildung-muss-nach-facebook/</link>
		<comments>http://webevangelisten.de/politische-bildung-muss-nach-facebook/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 23:05:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Pfeiffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik & Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Digitaler Wandel]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[pb21]]></category>
		<category><![CDATA[Politische Bildung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://webevangelisten.de/?p=3244</guid>
		<description><![CDATA[F&#252;r die Bundeszentrale f&#252;r politische Bildung und das DGB Bildungswerk schreibe ich seit einiger Zeit Beitr&#228;ge f&#252;r ihre Projekt pb21 – Web 2.0 in der politischen Bildung. Darunter auch den folgenden Artikel, der f&#252;r eine Pr&#228;senz politischer Bildungseinrichtungen auf Facebook argumentiert. Die Gegenposition vertritt Christiane Schulzki-Haddouti in einem gesonderten Artikel »Nur Facebook-Abstinenz &#252;berzeugt!«. Den folgenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>F&#252;r die Bundeszentrale f&#252;r politische Bildung und das DGB Bildungswerk schreibe ich <a href="http://pb21.de/author/tpfeiffer/">seit einiger Zeit Beitr&#228;ge f&#252;r ihre Projekt pb21 – Web 2.0 in der politischen Bildung</a>. Darunter auch den folgenden Artikel, der f&#252;r eine Pr&#228;senz politischer Bildungseinrichtungen auf Facebook argumentiert. Die Gegenposition vertritt Christiane Schulzki-Haddouti in einem gesonderten Artikel »<a title="Nur Facebook-Abstinenz &#252;berzeugt!" href="http://pb21.de/2011/06/nur-facebook-abstinenz-uberzeugt/">Nur Facebook-Abstinenz &#252;berzeugt!</a>«. Den folgenden Beitrag finden Sie im Original auf <a href="http://pb21.de/2011/06/politische-bildung-muss-nach-facebook/">pb21.de</a>.</em></p>
<p>Nur 20 Kilometer liegt das schw&#228;bische Beutelsbach vom Stuttgarter Hauptbahnhof entfernt. In dem kleinen <del datetime="2011-07-06T15:21:04+00:00">Weinheimer</del> Stadtteil von Weinstadt wurde 1976 der sogenannte <a title="Beutelsbacker Konsens" href="http://www.lpb-bw.de/beutelsbacher-konsens.html">Beutelsbacher Konsens</a> zur Politischen Bildung vereinbart. Neben dem &#220;berw&#228;ltigungsverbot („Es ist nicht erlaubt, den Sch&#252;ler – mit welchen Mitteln auch immer – im Sinne erw&#252;nschter Meinungen zu &#252;berrumpeln und damit an der »Gewinnung eines selbst&#228;ndigen Urteils« zu hindern“) und dem Gebot der Kontroversit&#228;t („Was in Wissenschaft und Politik kontrovers ist, muss auch im Unterricht kontrovers erscheinen“) verst&#228;ndigte man sich auch auf das Ziel politischer Bildung, die Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen in die Lage zu versetzen, die politische Situation der Gesellschaft sowie ihre eigene Position zu analysieren und sich<strong> aktiv am politischen Prozess zu beteiligen</strong>, indem der Lernende »nach Mitteln und Wegen [zu] suchen, die vorgefundene politische Lage im Sinne seiner Interessen zu beeinflussen«“.</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 490px;">
<p style="text-align: center;margin-bottom:0"><img class="size-full wp-image-4128 aligncenter" style="margin-bottom: 0;" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2011/07/marschfacebook.jpg" alt="&#196;gyptische Demonstranten feiern Facebook. (Bild: Richard Gutjahr)" width="480" height="271" /></p>
<p class="wp-caption-text">Ein &#228;gyptischer Demonstrant feiert Facebook.<br />
Februar 2011, Tahrir-Platz, Kairo (Bild: <a title="Gutjahrs Bericht von der Revolution in &#196;gypten" href="http://gutjahr.biz/blog/2011/02/kairo-millionen/">Richard Gutjahr</a>)</p>
</div>
<p>35 Jahre sp&#228;ter und 20 Kilometer weiter entbrennt ein erbitterter Streit &#252;ber den Tiefbahnhof Stuttgart 21, der nicht nur auf der Stra&#223;e, sondern auch auf Facebook ausgetragen wird: Gut <a title="Facebook-Page gegen S21" href="http://www.facebook.com/keinstuttgart21">100.000 Fans sind gegen das Projekt</a>, <a title="Facebook-Page der Bef&#252;rworter von S21" href="http://www.facebook.com/fuer.s21">167.000 sind daf&#252;r</a>. Facebook ist damit mehr als ein Fotoalbum peinlicher Partybilder und mehr als Gedanken-Kloake von Jugendlichen ohne realen Freundeskreis. Auf Facebook wird Politik gemacht. Daneben, wer Deutschlands Superstar werden soll und was die Tatort-Kommissare Batic und Leitmayr richtig und falsch gemacht haben, wird eben auch &#252;ber gesellschaftliche und politische Themen diskutiert und gestritten. Es gibt Facebook-Gruppen, die <a title="Facebook-Page zuGuttenBack" href="http://www.facebook.com/zuGuttenBACK">Karl Theodor zu Guttenberg zur&#252;ck</a> haben wollen, andere wollen <a title="Facebook-Page Wir wollen Guttenberg nicht zur&#252;ck" href="http://www.facebook.com/pages/Wir-wollen-Guttenberg-nicht-zur%C3%BCck/173650972680817">ihn nicht zur&#252;ck</a>. Es gibt Verlinkungen zu Medienberichten z.B. zu Spiegel Online oder der S&#252;ddeutschen Zeitung, die Menschen kommentieren die Berichte, regen sich dar&#252;ber auf oder unterst&#252;tzen deren inhaltliche Aussage. Kurzum: Facebook ist zu einem ernst zu nehmenden Raum politischer Diskussion geworden. Ann&#228;hernd 20 Millionen Menschen nutzen allein in Deutschland dieses soziale Netzwerk, die H&#228;lfte davon ist unter 21 Jahren. Wie auch immer man zu Facebook steht, hier findet <a title="Wikipedia zu politics" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Politics"><em>politics</em> (prozesshafte Dimension von Politik)</a> statt. Politische Bildung, die den Beutelsbacher Konsens ernst nimmt, muss dort vertreten sein, wo politische Prozesse stattfinden. Sie ist zwar nicht teilnehmende Akteurin an diesen Prozessen (im Sinne des &#220;berw&#228;ltigunsver- und des Kontroversit&#228;tsgebots), aber sie muss Anlaufstellen schaffen und ansprechbar sein f&#252;r fragende Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler und zwar dort, wo sich die Menschen aufhalten.</p>
<p>Politische Bildung findet in Deutschland in der Schule statt, in Museen und Gedenkst&#228;tten, in Bildungsh&#228;usern, im Fernsehen und in B&#252;chern und Zeitschriften. Man erreicht damit Menschen, die entweder nicht ausweichen k&#246;nnen (Schule) und sog. bildungsnahe Schichten, die in Museen gehen oder die <a title="bpb - Schriftenreihe" href="http://www.bpb.de/publikationen/BZUMW6,0,0,Schriftenreihe.html">Schriftenreihe der Bundeszentrale f&#252;r politische Bildung</a> kennen. Das soziale Netzwerk, das sich auf Facebook abbildet, bietet hervorragende Chancen, speziell mit denjenigen Menschen in Kontakt zu kommen, die kein Zeitungsabonnement haben und Arte nur vom Durchzappen her kennen. Politische Bildung muss sich nicht anbiedern oder aufzwingen, aber sie muss Angebote machen, die von der Zielgruppe auch als solche wahrgenommen werden (k&#246;nnen). Sie muss, m&#246;chte sie nicht nur eine spezielle Schicht gebildeter B&#252;rgerinnen und B&#252;rger erreichen, auch niederschwellige Angebote unterbreiten und „dem Volk auf&#8217;s Maul schauen“, wie es weiland Martin Luther ausdr&#252;ckte. Eine politische Bildung, die am Volk vorbei bildet, verdient ihren Namen nicht.</p>
<p>Facebook ist auch deshalb so schnell so erfolgreich geworden, weil sich Menschen darin schnell und einfach untereinander austauschen k&#246;nnen und weil sie eine F&#252;lle von Artikulationsm&#246;glichkeiten auf Facebook vorfinden: Man kann Bilder hochladen, Kurzmitteilungen an alle seine Kontakte („Freunde“) versenden, sog. Statusupdates, man kann die Aktivit&#228;ten anderer m&#246;gen („liken“) und auch kommentieren. Diese F&#252;lle an unmittelbaren Interaktionsm&#246;glichkeiten gibt es sonst im Internet nur selten. An manchen Stellen im Internet kann man Beitr&#228;ge von anderen kommentieren, manchmal kann man Sternchen vergeben („Fanden Sie diesen Kommentar hilfreich?“). Aber nur Facebook stellt im Internet die Werkzeuge bereit, auf vielf&#228;ltige Art und Weise mit anderen zu kommunizieren. Von solch einem breiten, kontinuierlichen und hierarchiearmen Diskursansatz konnte die politische Bildung bisher nur tr&#228;umen. Jede/r Facebook-Nutzer/in hat prinzipiell eine „gleich laute“ Stimme, jede/r kann die Meldungen anderer kommentieren, ihnen zustimmen, sich ablehnend &#228;u&#223;ern oder erweitern. Facebook ist damit ein ideales Werkzeug, um mit vielen Menschen in leichten Kontakt zu treten. Und dieser Kontakt kann, je nach Thema und damit verbundenen Emotionen, durchaus intensiv sein. Aus Individuen werden Gruppen, aus Kollektiven k&#246;nnen soziale Bewegungen werden. Facebook ist eine Plattform, die Beteiligung und demokratische Mitbestimmung f&#246;rdert, nicht nur in arabischen L&#228;ndern.</p>
<p>Facebook ist aus unserer heutigen Medienwelt nicht mehr wegzudenken. Man kann dazu stehen, wie man will, aber man darf davor nicht die Augen verschlie&#223;en und sich nicht in seinem Elfenbeinturm verschanzen. Politische Bildung, die ihren Auftrag ernst nimmt, muss zu den Menschen gehen und mit ihnen ins Gespr&#228;ch kommen. Und immer mehr dieser Gespr&#228;che finden auf Facebook statt.<br />
<br/><br/><br />
<a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/"><img style="border-width: 0;" src="http://i.creativecommons.org/l/by-nc-sa/3.0/88x31.png" alt="Creative Commons Lizenzvertrag" /></a> <small>Dieser Artikel steht unter der <a title="zu den Lizenzbestimmungen auf creativecommons.org" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CC-by-nc-sa-Lizenz</a>.</small><img class="alignnone size-full wp-image-3238" title="Offener Haushalt" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2011/07/marschfacebook.jpg" alt="" width="0" height="0" /></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://webevangelisten.de/politische-bildung-muss-nach-facebook/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Facebook-Zensus</title>
		<link>http://webevangelisten.de/facebook-zensus/</link>
		<comments>http://webevangelisten.de/facebook-zensus/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 08 Apr 2011 13:16:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Pfeiffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik & Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Verschiedenes]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://webevangelisten.de/?p=3073</guid>
		<description><![CDATA[Was vor einem Viertel Jahrhundert noch Massenproteste in Deutschland hervorrief, interessiert heute in Zeiten der Postprivacy kaum noch jemanden. F&#252;llen Sie Ihren Zensus-Fragebogen doch einfach auf Facebook aus, die meisten Daten sind schon vorausgef&#252;llt, so dass Sie nur noch auf »abschicken« klicken m&#252;ssen.
http://webevangelisten.de/zensus2011/
Richard Gutjahr zum selben Thema: Das ganze Leben ist ein Quiz.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was vor einem Viertel Jahrhundert noch Massenproteste in Deutschland hervorrief, interessiert heute in Zeiten der <a href="http://www.ctrl-verlust.net/category/postprivacy/">Postprivacy</a> kaum noch jemanden. F&#252;llen Sie Ihren Zensus-Fragebogen doch einfach auf Facebook aus, die meisten Daten sind schon vorausgef&#252;llt, so dass Sie nur noch auf »abschicken« klicken m&#252;ssen.<br />
<a href="http://webevangelisten.de/zensus2011/">http://webevangelisten.de/zensus2011/</a></p>
<p><em>Richard Gutjahr zum selben Thema: <a href="http://gutjahr.biz/blog/2011/04/volkszaehlung-zensus-2011/">Das ganze Leben ist ein Quiz</a>.</em></p>
<p><a href="http://webevangelisten.de/zensus2011/"><img class="alignnone size-full wp-image-3072" title="Facebook-Zensus" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2011/04/facebookzensus2011.jpg" alt="" width="527" height="423" /></a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://webevangelisten.de/facebook-zensus/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Robert Habeck: „Ich nehme die Gegnerschaft an”</title>
		<link>http://webevangelisten.de/robert-habeck-ich-nehme-die-gegnerschaft-an/</link>
		<comments>http://webevangelisten.de/robert-habeck-ich-nehme-die-gegnerschaft-an/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 10 Jan 2011 08:23:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Pfeiffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik & Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://webevangelisten.de/?p=2816</guid>
		<description><![CDATA[Robert Habeck ist Fraktionsvorsitzender von B&#252;ndnis90/ Die Gr&#252;nen im Schleswig-Holsteiner Landtag und setzt sich f&#252;r einen neuen Kurs der Eigenst&#228;ndigkeit und Unabh&#228;ngigkeit seiner Partei ein. In seinem 2010 erschienenen Buch »Patriotismus – ein linkes Pl&#228;daoyer« entwirft er die Vision von einem „gelingenden Leben” und fordert: „Nicht Volk, Fans”.
Pers&#246;nlich las ich aus seinem Pl&#228;doyer vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2871" style="display: none;" title="robert-habeck" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2011/01/robert-habeck.jpg" alt="" width="180" height="120" /><em>Robert Habeck ist Fraktionsvorsitzender von B&#252;ndnis90/ Die Gr&#252;nen im Schleswig-Holsteiner Landtag und setzt sich f&#252;r einen neuen Kurs der Eigenst&#228;ndigkeit und Unabh&#228;ngigkeit seiner Partei ein. In seinem 2010 erschienenen Buch »<a href="http://www.paluch-habeck.de/buecher/erwachsene/index.html">Patriotismus – ein linkes Pl&#228;daoyer</a>« entwirft er die Vision von einem „gelingenden Leben” und fordert: „Nicht Volk, Fans”. </em></p>
<p><em>Pers&#246;nlich las ich aus seinem Pl&#228;doyer vor allem den einen Kerngedanken heraus: Wenn ich in dieser Gesellschaft zufrieden leben m&#246;chte, dann muss ich mich einmischen, dann kann ich nicht &#252;ber jedes St&#246;ckchen springen, dass man mir hinh&#228;lt.</em></p>
<p><em>Als der damalige Bundespr&#228;sident Gustav Heinemann Anfang der 1970er Jahre auf die Frage, ob er sein Vaterland liebe, mit <a href="http://www.netz-gegen-nazis.de/lexikontext/nationalis-patriotis">„Nein. Ich liebe meine Frau.</a>” antwortete, konnte er damit noch irritieren. Aber was ist es dann, was einen dazu bewegt, sich f&#252;r andere, f&#252;r die Gesellschaft, in der wir leben, einzusetzen und Anstrengungen darauf zu verwenden, den Seehofers und Westerwellen ein menschliches Politik- und Gesellschaftsverst&#228;ndnis entgegen zu halten? Dazu habe ich Robert Habeck ein paar Fragen gestellt:</em></p>
<p><a href="http://www.paluch-habeck.de/buecher/erwachsene/index.html"><img class="alignleft size-full wp-image-2841" title="Robert Habeck: Patriotismus" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2011/01/robert_habeck_patriotismus.jpg" alt="" width="250" height="389" /></a></p>
<p><strong>Thomas Pfeiffer: Robert Habeck, Du bist Vorsitzender der Gr&#252;nen Landtagsfraktion in Schleswig-Holstein und hast ein Buch geschrieben mit dem Titel: „Patriotismus – Ein linkes Pl&#228;doyer”. Wie weit sind wir von schwarz-gr&#252;n entfernt?</strong></p>
<p><em>Robert Habeck: </em>Schwarz-Gr&#252;n war f&#252;r mich nie ein Ziel sondern eine Folge. Die Gr&#252;nen haben sich in den letzten 3 Jahren emanzipiert und verstehen sich nicht als kleiner Koalitionspartner, den man irgendwie einfach einpreisen kann. Das bedeutet, sie entscheiden &#252;ber B&#252;ndnisse und wenn man etwas entscheiden will, dann gibt es Alternativen. Eine solche war schwarz-gr&#252;n. Es war es, weil die CDU sich in der gro&#223;en Koalition deutlich modernisiert hatte und in die politische Mitte bewegt hat. Nach der NRW-Wahl hat Merkel entschieden, die Union zur&#252;ck zu einem Neo-Konservatismus zu f&#252;hren und die Landesverb&#228;nde folgen ihr. Ich halte das f&#252;r eine rein machtstrategische Entscheidung. Erst Greenwashing, nun Greenbashing. Sie kann jederzeit zur&#252;ckgenommen werden. Aber so lange sie die Gr&#252;nen als Hauptgegner definiert, nehm ich die Gegnerschaft an.</p>
<p><strong>Gesine Agena, Bundessprecherin der Gr&#252;nen Jugend, fordert <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/bei-uns-gabs-nie-cola/">in einem taz-Interview die Abschaffung der Nationalstaaten</a>. Worin unterscheidet sich ein linker Patriotismus vom Nationalismus?</strong></p>
<h2 style="float: right; margin: 0 0 0 40px; width: 280px;">„Auch linke Kr&#228;fte m&#252;ssen die Frage beantworten: Wo geht emotionale Bindung hin?.”</h2>
<p>Die „Nation“ ist eine ordnungspolitische Erfindung des achtzehnten und neunzehnten Jahrhunderts. Ich teile die Einsch&#228;tzung, dass wir ganz andere ordnungspolitische Rahmen brauchen als Nationalstaaten. Dann allerdings m&#252;ssen auch linke Kr&#228;fte die Frage beantworten, wo geht emotionale Bindung hin, die es  &#8211; leider – so eng mit der Nation gegeben hat. Und dass hei&#223;t, auch linke politische Kr&#228;fte m&#252;ssen ein identifikatorisches Angebot f&#252;r Allgemeinwohlorientierung machen.</p>
<p><strong>In einem Interview mit Sandra Maischberger antwortete der Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt auf die Frage: „Kann man sich auf unseren Au&#223;enminister verlassen, was seine F&#252;hrungskraft angeht im europ&#228;ischen Konzert?“ mit der Gelassenheit eines Elder Statesman: „<a href="http://youtu.be/tg3Ld7bkBTM">Ich glaube nicht, dass Sie im Ernst eine Antwort von mir erwarten.</a>” – „So schlimm?” – „Ich hab nichts hinzuzuf&#252;gen.“. Im politischen Tagesgesch&#228;ft wird ansonsten gerne mit h&#228;rteren Bandagen gek&#228;mpft, von allen Seiten. Man beschimpft sich als „Esel” oder „Gurkentruppe” und vergleicht den politischen Gegner mit Hitler oder Goebbels. Wie viel „Show” braucht die Politik und wie viel Ernsthaftigkeit ist man den B&#252;rgerinnen und B&#252;rgern schuldig?</strong></p>
<p>Die „Show“ ist keine aufgesetzte, gewollte oder theoretisch entwickelte Haltung. Sie entstammt der Logik eines strukturell geschlossenen Systems. Das macht es nicht besser. Aber es erkl&#228;rt, wieso die Bandagen mitunter so hart sind. Politiker m&#252;ssen sich beweisen. Und da die Entscheidungsspielr&#228;ume so f&#252;rchterlich eng sind, tun sie es &#252;ber pers&#246;nliche Attacken. Das ist insofern mit Show falsch benannt. Es ist der Beruf. Und es zeigt seine engen Grenzen.</p>
<p><strong>Der Aufstieg des Internets und des Web 2.0 geht auch einher mit einer Zersplitterung der Gesellschaft. Anh&#228;nger und Gegner von Stuttgart 21 f&#252;hren <a href="/stuttgart21-auf-facebook/">auf Facebook keinen Dialog *mit*einander, sondern nur *&#252;ber*einander</a>. Aus urspr&#252;nglich drei Bundestagsparteien sind zuerst vier, jetzt sogar f&#252;nf geworden. Braucht es nicht aber gro&#223;e Volksparteien, die eine integrative Kraft ausstrahlen und die Gesellschaft einen k&#246;nnen, statt sie zu spalten?</strong></p>
<h2 style="float: left; margin: 0 40px 0 0px; width: 280px;">„Es braucht Parlamente, die genug Souver&#228;nit&#228;t haben, die besten Konzepte herauszufinden und umzusetzen.”</h2>
<p>Nein, die braucht es nicht. Im Gegenteil, im Vergleich mit dem europ&#228;ischen Ausland  ist unsere Parteienlandschaft immer noch eher altmodisch in dem Sinn, dass sie die Identifikation von unterschiedlichen Milieus oder Interessen mit einer kompromisslerischen Linie vorgauckelt. Was es braucht sind Konzepte und Konzeptparteien und Parlamente, die genug Souver&#228;nit&#228;t haben, die besten herauszufinden und umzustezen.</p>
<p><strong>Der Politologe Christoph Bieber fragt sich, <a href="/politik-digital-christoph-bieber/">ob Parteien klassischer Provenienz nicht ein Auslaufmodell sind</a>. An ihre Stelle treten Themennetzwerke, die sich immer wieder neu zusammenfinden und ohne starre Hierarchien auskommen. &#196;ndert sich die Rolle politischer Parteien dadurch, dass sich die B&#252;rgerinnen und B&#252;rgern zunehmend ohne sie als Vermittler oder Plattform untereinander austauschen und vernetzen k&#246;nnen?</strong></p>
<p>Ich beobachte, dass die Bewegungen &#228;u&#223;erst instabil sind und im Focus eben auf nur ein Thema konzentriert. Insofern k&#246;nnen sie nicht Konzepte anbieten, die irgendwie umfassender sind. Aber die Rolle der Parteien ver&#228;ndert sich ganz sicher. Als Repr&#228;sentativorgane werden sie nicht mehr gebraucht. Nur einmal im Jahr mit dem Vorsitzenden eine Currywurst zu essen und ansonsten seinen Mitgliedsbeitrag abzudr&#252;cken wird keinem mehr reichen. Es wird eine aktivere Mitgliedschaft werden, eine h&#246;here Fluktuation, und insofern immer ein unmittelbarer Gradmesser, ob eine Partei sich f&#252;r Interessen der Gemeinschaft einsetzt. Wenn Sie so wollen: Die Parteien werden b&#252;rgerlicher im besten Sinn des Wortes. Es werden B&#252;rger-Parteien.</p>
<p><strong>Vielen Dank f&#252;r das Interview.</strong></p>
<p><a href="http://www.prittwitzundpartner.de/"><em>Danke an Gesine von Prittwitz f&#252;r das Rezensionsexemplar.</em></a></p>
<p><em><a href="/schlagwort/interview/">Lesen Sie auch andere Interviews mit Sascha Lobo, Konstantin von Notz, Dieter Janeck oder Christoph Bieber.</a></em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://webevangelisten.de/robert-habeck-ich-nehme-die-gegnerschaft-an/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Stuttgart 21: Auf Facebook redet man nicht mit „den Anderen”</title>
		<link>http://webevangelisten.de/stuttgart21-auf-facebook/</link>
		<comments>http://webevangelisten.de/stuttgart21-auf-facebook/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 22 Oct 2010 11:34:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Pfeiffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analysen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://webevangelisten.de/facebook/</guid>
		<description><![CDATA[Der Kampf um Stuttgart 21 wird nicht nur auf der Stra&#223;e oder im Schlosspark ausgetragen, sondern auch im Internet, auf Twitter und Facebook zum Beispiel (siehe dazu auch meine Analyse von S21 auf Twitter). Zwei Facebook-Fanpages haben sich gegr&#252;ndet, wo sich jeweils Gegner und Bef&#252;rworter des Bahnprojektes versammeln: Die Gegner haben auf der Page Kein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Kampf um Stuttgart 21 wird nicht nur auf der Stra&#223;e oder im Schlosspark ausgetragen, sondern auch im Internet, auf Twitter und Facebook zum Beispiel (siehe dazu auch meine <a href="/stuttgart21-im-spiegel-von-twitter/">Analyse von S21 auf Twitter</a>). Zwei Facebook-Fanpages haben sich gegr&#252;ndet, wo sich jeweils Gegner und Bef&#252;rworter des Bahnprojektes versammeln: Die Gegner haben auf der Page <a href="http://www.facebook.com/keinstuttgart21">Kein Stuttgart 21</a> zurzeit (22. Oktober, 13 Uhr) ca. 83.500 Fans, die Bef&#252;rworter kommen unter <a href="http://www.facebook.com/fuer.s21">F&#252;r S21</a> auf 103.000 Unterst&#252;tzer. Allein dieser Zahlenvergleich ist der <a href="http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2676938_0_2147_-pro-stuttgart-21-im-internet-bei-facebook-in-der-mehrheit.html">Stuttgarter Zeitung</a> schon eine Meldung wert.</p>
<p>Zwar wird immer wieder behauptet, Facebook-Liker oder Twitter-Follower-Zahlen sagten nichts &#252;ber Relevanz aus, allein: f&#252;r eine Meldung taugen sie offensichtlich schon. Doch was steckt hinter dieser einfachen Zahl? Ich habe nachgesehen, und die einzelnen Likes und Kommentare gez&#228;hlt:</p>
<h2>Fans, Likes oder Kommentare &#8211; was z&#228;hlt?</h2>
<p>Die Bef&#252;rworter haben seit Anfang September auf 105 Statusupdates insgesamt <strong>31.500 Likes</strong> bekommen und 18 Beitr&#228;ge erhielten mehr als drei Kommentare. Die Gegner des Projektes erhielten <strong>68.000 Likes</strong> auf 555 unterschiedliche Updates und ca. 150 Beitr&#228;ge wurden mehr als drei Mal kommentiert.</p>
<p>Schaut man sich Facebook-Updates in der breiten Masse an, also nicht nur von den beiden am meisten gelikten Fanpages, kommt man auf folgendes Bild:</p>
<p>Von 250 Updates mit Bezug zu Stuttgart 21 von Accounts, die ein &#8220;pro&#8221;, &#8220;f&#252;r&#8221; oder &#8220;cdu&#8221; im Namen tragen erhielten 160 insgesmat ca. <strong>12.500 Likes</strong>. Von 350 Updates von Accounts mit &#8220;gegen&#8221;,&#8221;gegner&#8221;, &#8220;kein&#8221;,&#8221;nein&#8221; oder &#8220;no &#8221; bekamen 230 insgesamt ca. <strong>20.000 Likes</strong>.</p>
<h2>Worauf wird verlinkt?</h2>
<p>10.000 Updates enthalten Links, mit Abstand am meisten davon verweisen auf YouTube (2.060), Spiegel (453), F.A.Z. (378) und den SWR (308). Blogs und Nicht-Massenmedien sind auf den vorderen R&#228;ngen nur <a href="http://www.campact.d">Campact</a> (269), <a href="http://Stuttgart21.blog.de">Stuttgart21.blog.de</a> (183) und der <a href="http://Spiegelfechter.de">Spiegelfechter</a> (102). Nimmt man die Likes als Ma&#223;stab f&#252;r einen Rangfolge, ergibt sich folgende Tabelle:</p>
<p>Links auf die entsprechende Domain erhielten im Gesamten:</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td class="url">www.youtube.com</td>
<td class="rechts">3.764 Likes</td>
</tr>
<tr>
<td class="url">www.swr.de</td>
<td class="rechts">3.452 Likes</td>
</tr>
<tr>
<td class="url">www.faz.net</td>
<td class="rechts">1.249 Likes</td>
</tr>
<tr>
<td class="url">www.stuttgarter-nachrichten.de</td>
<td class="rechts">1.167 Likes</td>
</tr>
<tr>
<td class="url">www.stern.de</td>
<td class="rechts">1.112 Likes</td>
</tr>
<tr>
<td class="url">www.sueddeutsche.de</td>
<td class="rechts">949 Likes</td>
</tr>
<tr>
<td class="url">www.focus.de</td>
<td class="rechts">915 Likes</td>
</tr>
<tr>
<td class="url">www.spiegel.de</td>
<td class="rechts">894 Likes</td>
</tr>
<tr>
<td class="url">www.schwaebische.de</td>
<td class="rechts">883 Likes</td>
</tr>
<tr>
<td class="url">www.zdf.de</td>
<td class="rechts">845 Likes</td>
</tr>
<tr>
<td class="url">www.ftd.de</td>
<td class="rechts">806 Likes</td>
</tr>
<tr>
<td class="url">www.bild.de</td>
<td class="rechts">600 Likes</td>
</tr>
<tr>
<td class="url">www.welt.de</td>
<td class="rechts">526 Likes</td>
</tr>
<tr>
<td class="url">www.handelsblatt.com</td>
<td class="rechts">492 Likes</td>
</tr>
<tr>
<td class="url">www.fr-online.de</td>
<td class="rechts">486 Likes</td>
</tr>
<tr>
<td class="url">stuttgart21.blog.de</td>
<td class="rechts">426 Likes</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h2>Wor&#252;ber wird gesprochen?</h2>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2629" title="facebook_stuttgart21_begriffe" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/10/facebook_stuttgart21_begriffe.jpg" alt="" width="520" height="374" /></p>
<h2>Gibt es unentschlossene und Trolls?</h2>
<p>Die beiden Lager scheinen klar voneinaner getrennt zu sein: Es gibt gerade mal nein Accounts, die Meldungen auf beiden gro&#223;en Fanpages (Kein Stuttgart 21 und F&#252;r S21) geliked haben, sieben haben auf beiden kommentiert. Auch Trolls, also jemand, der bei den Gegnern (negativ) kommentiert und bei den Bef&#252;rwortern liked (und umgekehrt), gibt es so gut wie gar nicht, jeweils weniger als eine Handvoll.</p>
<p><strong>Es scheint so, dass auf Facebook nicht miteinander gesprochen wird, sondern h&#246;chstens &#252;bereinander. Oder das „Miteinander” schlie&#223;t nur die eigenen Anh&#228;nger mit ein.</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://webevangelisten.de/stuttgart21-auf-facebook/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Christoph Bieber: „Mit Politik haben Menschen etwas am Hut, mit Parteien weniger”</title>
		<link>http://webevangelisten.de/politik-digital-christoph-bieber/</link>
		<comments>http://webevangelisten.de/politik-digital-christoph-bieber/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 18 Oct 2010 08:48:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Pfeiffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik & Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://webevangelisten.de/?p=2550</guid>
		<description><![CDATA[Er bezeichnete die Bundestagswahlkampagne der Piratenpartei als „Augmented Reality Game“ und nennt den deutschen Politik-Twitter-Pionier Thorsten Sch&#228;fer-G&#252;mbel einen „Apfelwein-Obama” &#8211; Dr. Christoph Bieber ist einer der kenntnisreichsten »Digitalen Politologen« in Deutschland. Er ist stellvertretender Vorsitzender des Vereins Politik Digital, der die digitale Entwicklung der europ&#228;ischen Informationsgesellschaft beobachtet und Projektleiter im Forschungsverbund „Interactive Science“ an der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong><img class="alignleft size-full wp-image-2553" title="Christoph Bieber: Politik Digital" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/10/politikdigitalchristophbieber.jpg" alt="" width="186" height="296" /><span style="font-weight: normal;">Er bezeichnete die Bundestagswahlkampagne der Piratenpartei als „Augmented Reality Game“ und nennt den deutschen Politik-Twitter-Pionier Thorsten Sch&#228;fer-G&#252;mbel einen „Apfelwein-Obama” &#8211; Dr. Christoph Bieber ist einer der kenntnisreichsten »Digitalen Politologen« in Deutschland. Er ist stellvertretender Vorsitzender des Vereins <a href="http://politik-digital.de/">Politik Digital</a>, der die digitale Entwicklung der europ&#228;ischen Informationsgesellschaft beobachtet </span></strong></em><em>und Projektleiter im Forschungsverbund „Interactive Science“ an </em><em>der Justus Liebig Universit&#228;t Gie&#223;en. </em></p>
<p><em>In seinem gerade erschienenen Buch »Politik Digital &#8211; Online zum W&#228;hler« zeigt er die Unterschiede zwischen Deutschland und den USA auf, die erkl&#228;ren, warum es keinen Obama an der Ruhr gab und er geht der Frage nach, inwieweit sich Parteien zu Themen-Netzwerken weiterentwickeln (sollten). </em><em>Wie bei jedem guten Buch entstehen durch die Beantwortung von alten auch wieder neue Fragen, die mir der Politikwissenschaftler aber prompt beantwortet hat:</em></p>
<p><em><strong>Thomas Pfeiffer: </strong></em><strong>Vergangenes Wochenende veranstaltete die Gr&#252;nen-nahe Petra-Kelly-Stiftung den Kongress „Das Web 2.0 und seine Folgen“. Du sa&#223;t gemeinsam mit dem bayerischen Landesvorsitzenden Dieter Janecek, der selber auch twittert und facebookt, auf einem Podium mit dem Titel „Yes, we twitter!“. Barack Obama wird zwei Jahre nach seiner Wahl immer noch als das gro&#223;e Vorbild aller Online-Wahlk&#228;mpfer verehrt. In Deutschland hat es aber der als „Hessen-Obama“ titulierte Online-Wahlk&#228;mpfer Thorsten Sch&#228;fer-G&#252;mbel (SPD) nicht zu h&#246;heren Weihen in seiner Partei oder seinem Land gebracht. Ich kenne auch keine Plattform, die „myAngie“ hei&#223;t. Warum ist das so? Worin bestehen die Unterschiede zwischen den USA und Deutsc</strong>hland?</p>
<p><em>Dr. Christoph Bieber: </em>Eines vorweg: mit dem Titel der Diskussionsrunde war ich &#252;berhaupt nicht einverstanden – Barack Obama hat sicher einen Weg weisenden Online-Wahlkampf gef&#252;hrt, aber auf Twitter lieferte er nur eine schwache Performance. Die hohen Follower-Zahlen waren reine Mitnahmeeffekte aus den anderen Netzwerken, denn sein Team postete fast ausschlie&#223;lich Terminank&#252;ndigungen zu den n&#228;chsten Wahlkampfauftritten. Und damit w&#228;ren wir schon bei Thorsten Sch&#228;fer-G&#252;mbel, dem „Apfelwein-Obama“ wider Willen. In puncto Twitter war „TSG“ sicher der mutigere von beiden, denn er hat sich auf die pers&#246;nliche, emotionale und direkte Kommunikation eingelassen, die bei Twitter besonders goutiert wird. Und nebenbei: meiner Meinung nach hat es Sch&#228;fer-G&#252;mbel sehr wohl zu „h&#246;heren Weihen“ gebracht – dem neuen hessischen Ministerpr&#228;sideten Bouffier begegnet er auf Augenh&#246;he und in der SPD ist er Mitglied des Bundesvorstandes. Nicht schlecht f&#252;r jemanden, der im Herbst 2008 ein quasi unbeschriebenes Blatt gewesen ist.</p>
<p><strong>In einem Vortrag auf dem Kongress „<a href="http://pb21.de/">Web 2.0 in der Politischen Bildung #pb21</a>“ hast Du den <a href="http://carta.info/15450/kampagne-als-augmented-reality-game-der-mitmachwahlkampf-der-piratenpartei/">Bundesagswahlkampf der Piratenpartei mit Begriffen aus der Computerspielewelt </a></strong><strong>beschrieben: Das Sammeln der n&#246;tigen Unterschriften f&#252;r die Zulassung zur Wahl war Level 1, verschiedene „Quests“ mussten gel&#246;st werden und der Endgegner hie&#223; Wahlurne. Gleichzeitig gibt es parteiunabh&#228;ngige Flashmobs wie „Und alle so yeah“ oder massenmediale Formate wie Stefan Raabs „TV total Bundestagswahl“. Geht der Anteil an Jungw&#228;hlern bei bei Wahlen erster und zweiter Ordnung auch deshalb zur&#252;ck, weil Digital Natives ein komplett anderes Verst&#228;ndnis von politics (Prozessdimension von Politik) haben als die heute M&#228;chtigen, die meist jenseits der 40 oder 50 sind?</strong></p>
<h2 style="float: right; margin: 0 0 0 40px; width: 280px;">„Mit Politik haben viele junge Menschen durchaus noch etwas am Hut, mit Parteien dagegen weniger”</h2>
<p>Ich denke, hier muss man differenzieren – mit Politik haben viele junge Menschen durchaus noch etwas am Hut, mit Parteien dagegen weniger. Die Frage ist daher, wie es den Parteiorganisationen gelingt, diese Gruppe davon zu &#252;berzeugen, dass es sehr gute Gr&#252;nde daf&#252;r gibt, sich in einer Partei zu organisieren. Ein wirklich erstaunlicher Punkt an den „Piraten“ ist ja gerade, dass sie sich als Partei formiert haben – ihre Klientel ist mit den diversen Formen der politischen Intervention im Netz bestens vertraut: sie koordinieren Protestaktionen online, unterzeichnen E-Petitionen, errichten Kampagnen-Websites oder &#252;berfluten die Mailboxen von Abgeordneten, um ihre Auffassungen deutlich zu machen. Aber trotzdem engagiert sich eine gro&#223;e Zahl von ihnen auch noch unter dem Dach einer Partei, wohl wissend, dass gerade diese Organisationsform gerade eine schwierige Zeit durchmacht. Im Augenblick kann man noch nicht sagen, ob das eine „Modeerscheinung“ ist oder sich hier allm&#228;hlich ein neues politisches Milieu formiert, von dem wir auch in den n&#228;chsten Jahren noch viel h&#246;ren werden.</p>
<p><strong>Eine Zwischen&#252;berschrift in Deinem Buch lautet: „Die Politik kann lernen, das Internet zu lieben“. Kurz zuvor ist die Rede von Markus Beckedahl (<a href="http://netzpolitik.og">Netzpolitik</a>), Constanze Kurz (<a href="http://ccc.de">Chaos Computer Club</a>) und Sascha Lobo (<a href="http://saschalobo.com">Sascha Lobo</a></strong><strong>). Glaubst Du wirklich, dass die drei f&#252;r Ursula von der Leyen (</strong><strong><a href="http://www.google.de/search?q=zensursula">#zensursula</a></strong><strong>), Ilse Aigner (</strong><strong><a href="http://sehe-ich-mich-gezwungen.de">sehe-ich-mich-gezwungen.de</a></strong><strong>) und Thomas de Mazière (</strong><strong><a href="http://www.sockenblog.com/2010/09/irgendwelche-hacker-mogen-immer-irgendetwas-hacken-konnen/">„Hacker m&#246;gen hacken“</a></strong><strong>) im Wortsinne liebens-wert sind?</strong></p>
<div id="attachment_2546" class="wp-caption alignleft" style="width: 170px"><img class="size-full wp-image-2546 " title="Christoph Bieber" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/10/christophbieber.jpg" alt="" width="160" height="160" /><p class="wp-caption-text">Dr. Christoph Bieber, Politikwissenschaftler aus Gie&#223;en, denkt &#252;ber »Digitale Politik« nach</p></div>
<p>Mit „der Politik“ meine ich ja nicht nur die prominenten Personen der so genannten „Berliner Republik“ – die drei Beispiele sehe ich ja eher als „Figuren“ und weniger als „Personen“. Jede(r) von ihnen steht f&#252;r eine bestimmte Strategie, sich in der politischen &#214;ffentlichkeit zu positionieren. Markus Beckedahl ist dabei der prototypische „Blogger“, der mit seiner Website ein Publikum erreicht, das f&#252;r andere Medienanbieter l&#228;ngst verloren ist, Constanze Kurz besch&#228;ftigt sich mit Themen, die in der n&#228;chsten Zeit Legionen von Parteipolitikern besch&#228;ftigen werden und Sascha Lobo – ist Sascha Lobo, ein Aufmerksamkeits-Unternehmer in eigener Sache, der zun&#228;chst einmal vormacht, wie Personalisierung in Zeiten digitaler Medien funktioniert. Mal ganz abgesehen von seiner ideologischen Neigung zur Sozialdemokratie liefert er die Blaupause daf&#252;r, wie man die neuen Medien zur Prominenzierung nutzt – eine F&#228;higkeit, von der unter den Bedingungen der alten Medien vor allem Schauspieler oder Unternehmer profitiert haben und darauf nicht selten eine politische Karriere begr&#252;ndet haben. „Liebenswert“ f&#252;r die Politik sind daher weniger die konkreten Personen als deren jeweiligen Erfolgsrezepte.</p>
<p><strong>Mit sozialen Medien k&#246;nnen sich Menschen sehr punktuell mit Anderen austauschen und organisieren, so hatten die Anh&#228;nger der #myGauck-Kampagne ihre eigentliche politische Heimat nicht nur bei SPD und Gr&#252;nen, die den ehemaligen DDR-B&#252;rgerrechtler als Pr&#228;sidentschaftskandidaten vorgeschlagen hatten, sondern auch Liberale und Konservative machten sich f&#252;r den Pfarrer stark. Cass Sunstein beklagt hingegen die negativen Folgen einer politisch einseitig vernetzten digitalen Kommunikationslandschaft: SPDler lesen sozial-demokratische Blogs, FDPler verfolgen liberale Twitterer und Gr&#252;ne suchen nach der Netzbegr&#252;nung (vgl. auch </strong><strong><a href="/freunde-zeigen-wen-du-waehlst/">Zeig mir Deine Freunde und ich sage Dir, wen Du w&#228;hlst</a></strong><strong>). Die im Online-Wahlkampf so sehr aufgefallenen Piraten sind eine single-issue-Partei mit lediglich zwei Prozent. Social Media bedeutet also auch, dass es unz&#228;hlige Mikro-Teil-&#214;ffentlichkeiten gibt, die sich thematisch immer wieder neu finden und mischen, die sich aber auch voneinander abgrenzen und gegeneinander arbeiten. Ist das ein Segen oder ein Fluch?</strong></p>
<h2 style="float: right; margin: 0 0 0 40px; width: 280px;">„Die politische Online-&#214;ffentlichkeit leidet noch immer unter der gro&#223;en Netzflucht der Politik nach der Bundestagswahl 2005”</h2>
<p>Cass Sunsteins &#220;berlegungen sind gereift mit Blick auf die US-amerikanische Blogosph&#228;re, die sich im Schatten eines Zwei-Parteien-Systems entwickelt hat und tats&#228;chlich sehr dichotomisch aufgebaut ist. In Deutschland sieht es dagegen ganz anders aus: zum einen leben wir in einem „fluiden F&#252;nf-Parteien-System“, in dem wie die letzten Umfragen zeigen, l&#228;ngst nicht mehr ausgemacht ist, wer als kleine oder gro&#223;e Partei bezeichnet werden kann. Zum anderen leidet die politische Online-&#214;ffentlichkeit noch immer unter der gro&#223;en Netzflucht der Politik nach der Bundestagswahl 2005. Damals hatten sich im Wahlkampf viele Politiker als Blogger versucht, gleich nach der Wahl das Posten aber eingestellt. Davon hat sich meiner Meinung nach die deutsche Blogosph&#228;re nie erholt. Erst im Zuge der #mygauck-Aktivit&#228;ten hat sich so etwas wie eine nach Parteibindungen abbildbare Blog-Landschaft bezeigt, mit Nico Lumma, Michael Spreng, Felix Neumann oder Till Westermayer finden sich Vorreiter und Beispielgeber daf&#252;r, wie „politisches Bloggen“ entlang der Parteilinien aussehen kann (und nicht selten zeichnet es gerade diese Blogs aus, dass sie mit der „offiziellen“ Parteipolitik hart ins Gericht gehen). Die durchaus vorhandene Selbstbez&#252;glichkeit der politischen Twitterer hierzulande ist aber auch eine Folge aus der bislang eher zur&#252;ckhaltenden Twitter-Nutzung insgesamt – die Politik ist (mit Ausnahme der Werbung) in meinen Augen die „Twitter-affinste“ Branche in Deutschland. Mit wem sollen die Politiker sich denn sonst via Twitter austauschen als mit Parteifreunden oder Parlamentskollegen? Die „B&#252;rger“ stellen bei Twitter bislang eine Minderheit dar, selbst die Journalisten n&#228;hern sich dem Format eher widerwillig. Da ist es doch verst&#228;ndlich, dass man die 140 Zeichen zum digitalen Zwischenruf nutzt und den politischen Gegner angeht.</p>
<p><strong>Neben der #zensursula-Kampagne waren im letzten Jahr auch europaweite Studierendenproteste gegen die Bologona-Reform stark pr&#228;sent im digitalen politischen Raum. Diese Proteste fanden ihren Ursprung in der Besetzung des Wiener Audimax und wurden in sozialen Medien intensiv kommentiert, weiterverbreitet und ein nicht unwesentlicher Teil der Koordination und Kooperation wurde online organisiert. In &#214;sterreich etablierte sich daf&#252;r der Hashtag #unibrennt, in Deutschland dagegen der braver wirkende Begriff #bildungsstreik. Hatte Lenin Recht, als er feixte, die Deutschen w&#252;rden sich vor Erst&#252;rmung eines Bahnhofs erst eine Bahnsteigkarte kaufen?</strong></p>
<p>In der Tat waren die Dynamiken in &#214;sterreich und Deutschland von unterschiedlicher Intensit&#228;t – noch wichtiger als das „Labeling“ war aber die Struktur der Plattformen, die f&#252;r den Protest genutzt wurden. W&#228;hrend in &#214;sterreich Facebook zum Standard avanciert ist, hat in Deutschland die starke Stellung des technisch weniger offenen und flexiblen StudiVZ eine „aggressivere“ Nutzung des Internet zu Streik-Zwecken behindert. Man kann von Facebook halten was man will – doch gerade die immer st&#228;rker sp&#252;rbare Verzahnung des Netzwerks mit anderen Bereichen des Netzes hat auch ihre Vorteile. Gerade wenn es um die Organisation kollektiver Kommunikation und die Verbreitung von Botschaften geht, bietet Facebook zur Zeit die technisch besten M&#246;glichkeiten. Davon profitierte die &#246;sterreichische Studierendenschaft, w&#228;hrend sich in Deutschland die Spaltung der studentischen &#214;ffentlichkeit entlang der Plattformen-Grenzen negativ auswirkte.</p>
<p><strong>Heiner Gei&#223;ler, ehemaliger Scharfmacher der CDU und jetziges Attac-Mitglied und Schlichter bei Stuttgart 21 hat am Wochenende gesagt: „Staatliche Entscheidungen bei solch gravierenden Projekten ohne Einbindung der B&#252;rger geh&#246;ren dem vorherigen Jahrhundert an.“ Hat sich mit dem Internet die „Architektur der Partizipation“ (Tim O‘Reilly) derart verschoben, dass nun, wie Clay Shirky buchtitelt, hier jeder kommt („Here comes everybody“)? Was bedeutet das f&#252;r unsere repr&#228;sentative Demokratie?</strong></p>
<h2 style="float: left; margin: 0 40 0 0px; width: 280px;">„Schlichter passen zum Genre der Gro&#223;demos. Ich bin gespannt, wie weit man damit heutzutage kommt.”</h2>
<p>Stuttgart 21 bzw. #s21 ist in mehrfacher Hinsicht ein spannendes Beispiel f&#252;r die Effekte von politischer Echtzeitkommunikation. Zun&#228;chst einmal wirken die Proteste rund um den Hauptbahnhof wie ein Flashback auf die Gro&#223;demos der 1980er Jahre: als klassische Besetzung des &#246;ffentlichen Raums, die von den alten Medien gro&#223; und breit abgebildet wird. Erstaunlicherweise liest man bisher noch recht wenig dar&#252;ber, was online passiert: die Websites <a href="http://parkschuetzer.de">parkschuetzer.de</a> und <a href="http://kopfbahnhof-21.de">kopfbahnhof-21.de</a> fungieren als Informations-Portale der Projektgegner, <a href="http://fluegel.tv">fluegel.tv</a> versucht sich an neuen Live-Formaten, bei Facebook konkurrieren die Seiten von Pro- und Contra-Fraktion um hochgereckte Daumen und Twitter-Listen erlauben einen schnellen Einstieg in den Nachrichtenfluss. Was allerdings fehlt, ist eine zentrale Anlaufstelle f&#252;r die breit angelegte &#246;ffentliche Diskussion zum Thema, die sich als relevanter Faktor in die Debatte einbringt. Im Landtagswahlkampf in Nordrhein-Westfalen war das das Blog <a href="http://wir-in-nrw-blog.de">wir-in-nrw-blog.de</a>, das den regionalen Medien den Rang abgelaufen hatte. Im Vorfeld der Landtagswahl in Baden-W&#252;rttemberg gibt es nun eine Situation, die eigentlich wie geschaffen ist f&#252;r eine lebendige, reichweitenstarke Online-Plattform, die nicht nur &#252;ber die aktuellen Entwicklungen berichtet, sondern die auch die Streitpartner in den Diskurs einbezieht. Das ist eine gro&#223;e Chance f&#252;r die lokalen und regionalen Medien, aber auch f&#252;r die Politiker und Parteien. Es gibt gen&#252;gt M&#246;glichkeiten und l&#228;ngst auch das Know-How, ein „tolles B&#252;rgerprojekt“ (Mappus) im Netz zu organisieren. Stattdessen setzt man aber mit der Bestellung eines „Schlichters“ auf ein Vermittlungsmodell, das zum Genre der Gro&#223;demonstration passt. Ich bin gespannt, wie weit man damit heutzutage kommt.</p>
<p><strong>Vielen Dank f&#252;r Deine Antworten.</strong></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2553" title="Christoph Bieber: Politik Digital" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/10/politikdigitalchristophbieber.jpg" alt="" width="85" />Das Buch <a href="http://www.katrin-blumenkamp.de/home/propoldi.html">„Politik Digital &#8211; Online zum W&#228;hler” ist im Blumenkamp-Verlag</a> erschienen und kostet 15,- €. Es kann nat&#252;rlich auch <a href="http://www.amazon.de/politik-digital-Online-zum-W%C3%A4hler/dp/3981068580/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1287389340&amp;sr=8-1">im Internet bei Amazon</a> gekauft werden.</p>
<p>Dr. Christoph Bieber lehrt und forscht am <a href="http://www.uni-giessen.de/cms/fbz/fb03/institute/institut-fur-politikwissenschaft/Personen/bieber">Institut f&#252;r Politikwissenschaft der Justus-Liebig-Universit&#228;t Gie&#223;en</a> und bloggt auch im Elternzeitmodus &#252;ber <a href="http://internetundpolitik.wordpress.com/">Internet und Politik</a>.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://webevangelisten.de/politik-digital-christoph-bieber/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>7</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>20 Jahre Deutsche Einheit in Facebook-Updates</title>
		<link>http://webevangelisten.de/deutsche-einheit-in-facebook-updates/</link>
		<comments>http://webevangelisten.de/deutsche-einheit-in-facebook-updates/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 02 Oct 2010 06:36:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Pfeiffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verschiedenes]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Tools]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://webevangelisten.de/?p=2487</guid>
		<description><![CDATA[So was wie der Mauerfall vor 21 Jahren w&#228;re ohne Twitter ja gar nicht m&#246;glich gewesen!
 Und sein gro&#223;er Bruder Facebook, das in der DDR offiziell „Gemeinschaftliche Kartei der Antifaschisten” hie&#223;, aber im Volksmund liebevoll als „Fratzenkladde” bezeichnet wurde, tat ein &#220;briges. Im Westen trieben die Terroristen der RAF ihr Unwesen: Sie programmierten Viren und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>So was wie der Mauerfall vor 21 Jahren w&#228;re ohne Twitter ja gar nicht m&#246;glich gewesen!</strong></p>
<p><strong> </strong>Und sein gro&#223;er Bruder Facebook, das in der DDR offiziell <em>„Gemeinschaftliche Kartei der Antifaschisten” </em>hie&#223;, aber im Volksmund liebevoll als „Fratzenkladde” bezeichnet wurde, tat ein &#220;briges. Im Westen trieben die Terroristen der RAF ihr Unwesen: Sie programmierten Viren und Trojaner und steckten ein Online-Kaufhaus in Brand. Seit dem Volksz&#228;hlungsurteil von 1987 wollten sich viele Mitglieder nur verpixelt darstellen lassen.</p>
<p>Im Tal der Ahnungslosen, jene Gebiete, in denen kein Westfernsehen empfangen werden konnte, trug Facebook mit seinen M&#246;glichkeiten, sich rasch und ohne zentrale Instanz zu vernetzen, wesentlich zum Erfolg der friedlichen Montagsdemonstrationen bei.</p>
<p>Ich habe eine kurze Geschichte der deutschen Teilung und Wiedervereinigung aus den Internetarchiven gekramt. Eine Zeitreise in sieben Statusupdates, mit Kommentaren, Places und Likes.</p>
<p><a href="/20jahre-deutsche-einheit-facebook">» 20 Jahre Deutsche Einheit f&#252;r junge Leute</a></p>
<p>Dies ist nur ein Ausschnitt, klicken Sie hier <a href="/20jahre-deutsche-einheit-facebook">f&#252;r die ganze Geschchite</a>.</p>
<p><a href="/20jahre-deutsche-einheit-facebook"><img class="alignnone size-full wp-image-2488" title="20 Jahre deutsche Einheit im Spiegel der damaligen Facebook-Updates" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/10/20jahredeutscheeinheitfacebook.png" alt="" width="452" height="283" /></a></p>
<p><a href="/20jahre-deutsche-einheit-facebook"></a><em>Ein bisher geheim gehaltener Screenshot des damaliges Facebook-Chats zwischen Helumt Kohl, Oskar Lafontaine und Erich Honecker.</em></p>
<h2><em><br />
</em></h2>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://webevangelisten.de/deutsche-einheit-in-facebook-updates/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Social Media Neusprech &#8211; Warum es keinen „Gef&#228;llt mir nicht“-Button braucht</title>
		<link>http://webevangelisten.de/social-media-neusprech-warum-es-keinen-gefallt-mir-nicht-button-braucht/</link>
		<comments>http://webevangelisten.de/social-media-neusprech-warum-es-keinen-gefallt-mir-nicht-button-braucht/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 06 May 2010 13:51:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Pfeiffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Betrachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[Begriffe]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Gefällt mir]]></category>
		<category><![CDATA[Open Dislike]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://webevangelisten.de/?p=2305</guid>
		<description><![CDATA[In George Orwells Roman „1984“ hei&#223;en die Steigerung von „gut“ plusgut und doppelplusgut, das Gegenteil hingegen ungut bzw. doppelplusungut. Mit dieser neuen, k&#252;nstlichen Sprache, genannt Neusprech, versuchen die Machthaber, die Bev&#246;lkerung in ihrem Sinne zu manipulieren und Widerstand im Wortsinne un-denk-bar zu machen. Dieses an die stalinistischen S&#228;uberungen Mitte des letzten Jahrhunderts erinnernde Beispiel zeigt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In George Orwells Roman „1984“ hei&#223;en die Steigerung von „gut“ <em>plusgut</em> und <em>doppelplusgut</em>, das Gegenteil hingegen <em>ungut</em> bzw. <em>doppelplusungut</em>. Mit dieser neuen, k&#252;nstlichen Sprache, genannt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neusprech">Neusprech</a>, versuchen die Machthaber, die Bev&#246;lkerung in ihrem Sinne zu manipulieren und Widerstand im Wortsinne un-denk-bar zu machen. Dieses an die stalinistischen S&#228;uberungen Mitte des letzten Jahrhunderts erinnernde Beispiel zeigt, wie wichtig Sprache als Grundlage unseres Denkens ist: Worte symbolisieren Begriffe und ihre Bedeutungswelten.</p>
<p>Facebook nennt Kontakte <em>Freunde</em>, obwohl wir mit dem Wort Freund bisher eine ganz andere Vorstellung verbunden haben. Jemanden im Deutschen zu „befrienden“ bedeutet etwas anderes, als sich mit ihm anzufreunden, gleichwohl beide Mal das Wort <em>Freund</em> dabei heraus kommt.</p>
<h2>Neue W&#246;rter braucht das Land &#8211; aber welche?</h2>
<p>Das Mitmach-Web mit seinen sozialen Netzwerken verlangt nach neuen W&#246;rtern und Begriffen, die erst noch ausgehandelt werden m&#252;ssen. Sascha Lobo hatte das Problem, dass er 5.000 Freunde (aka Kontakte) auf Facebook hatte und sein Profil in eine Fanpage umwandeln musste, um mehr Kontakte zu erlauben. Damit w&#228;ren aus seinen <em>Freunden</em> auf einen Schlag <em>Fans</em> geworden, was er dadurch aufzul&#246;sen versuchte, indem er Fan als Akronym f&#252;r <a href="http://saschalobo.com/2010/02/06/die-facebook-fan-falle/">Friend auf Netzwerk</a> vorschlug&#8230;</p>
<p>Mittlerweile kann man auf Facebook nirgendwo mehr <em>Fan</em> werden, sondern nur noch den <em>Gef&#228;llt mir</em>-Button dr&#252;cken. Wird man damit zu einem <em>Gefaller</em> einer Marke?</p>
<p>Der neue <em>Gef&#228;llt mir</em>-Button ist ein schwieriger Begriff. Der Button kann auf beliebigen Seiten au&#223;erhalb von Facebook eingesetzt werden, um eine Website zu markieren. Und genau hier liegt der Hase im Pfeffer. <a href="http://maennig.de/2010/05/kommerzielles-nichtmogen/">Jens Arne M&#228;nnig</a> weist darauf hin, dass keine Marketingchefin eines Unternehmens einen <em>Gef&#228;llt mir nicht</em>-Button auf der eigenen Unternehmenswebsite einbinden w&#252;rde und <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2010/05/01/opendislike-gefaellt-mir-nicht-gefaellt-mir-nicht/">Carsten Drees von Basisthinking</a> meint, bei der Aussage „Gef&#228;llt mir nicht“ sei nicht klar, ob sich das Missfallen auf den Inhalt eines Artikels beziehe oder auf einen schlechten Schreibstil oder ungen&#252;gende Recherche.</p>
<h2>„Gef&#228;llt mir“ dr&#252;ckt das Falsche aus</h2>
<p>Ich hingegen glaube, ein <em>Gef&#228;llt mir nicht</em>-Button ist aus anderen Gr&#252;nden sinnlos und wird sich nicht durchsetzen. Mit dem Klick auf <em>Gef&#228;llt mir</em> dr&#252;cke ich nicht in erster Linie aus, dass mir ein Beitrag inhaltlich oder vom Schreibstil her gef&#228;llt, sondern dass ich ihn f&#252;r <strong>bemerkenswert</strong> halte. Wenn man anstatt <em>Gef&#228;llt mir</em> auf den Buttons schriebe <strong>Halte ich f&#252;r relevant</strong> oder <strong>Schaut Euch das an</strong> wird klar, warum das Gegenteil auf solch einem Button wenig Sinn ergibt. Auf Carta hat das Christian Heller lesenswert als die <a href="http://carta.info/26755/die-ressource-ignoranz/">Ressource Ignoranz</a> umschrieben.</p>
<p>Ich versuche, mich vom Mark Zuckerbergs Neusprech des <em>Gef&#228;llt mir</em> zu l&#246;sen und benutze den Button jedenfalls als Hinweis an meine Kontakte, dass ich etwas als lesenswert oder bemerkenswert erachte. Und etwas, das man pers&#246;nlich f&#252;r langweilig oder irrelevant erachtet, muss man auch nicht extra markieren. Das gilt im Internet (<a href="http://www.shirky.com/">Clay Shirky: „First publish, then filter“</a>) mehr denn je.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://webevangelisten.de/social-media-neusprech-warum-es-keinen-gefallt-mir-nicht-button-braucht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>10</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Einstweilige Verf&#252;gung gegen Blogger wegen Meinungs&#228;u&#223;erung</title>
		<link>http://webevangelisten.de/einstweilige-verfugung-gegen-blogger-wegen-meinungsauserung/</link>
		<comments>http://webevangelisten.de/einstweilige-verfugung-gegen-blogger-wegen-meinungsauserung/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 08:59:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Pfeiffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik & Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Blogosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://webevangelisten.de/?p=2230</guid>
		<description><![CDATA[Wenn die Opfer eines p&#228;dophilen Pfarrers eine Geldzahlung erhalten und Sitllschweigen vereinbart wird, hat das in meinen Augen den Beigeschmack einer Schweigegeldzahlung. Auch wenn das Bistum Regensburg jeden kausalen Zusammenhang zwischen der Zahlung und dem vereinbarten Schweigen leugnet.
Diese Meinungsa&#252;&#223;erung m&#246;chte die katholische Kirche gerne vor Ihnen verheimlichen! Es ist im vorliegenden Fall unstrittig, dass 1999 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Wenn die Opfer eines p&#228;dophilen Pfarrers eine Geldzahlung erhalten und Sitllschweigen vereinbart wird, hat das in meinen Augen den Beigeschmack einer Schweigegeldzahlung. Auch wenn das Bistum Regensburg jeden kausalen Zusammenhang zwischen der Zahlung und dem vereinbarten Schweigen leugnet.</p></blockquote>
<p>Diese Meinungsa&#252;&#223;erung m&#246;chte die katholische Kirche gerne vor Ihnen verheimlichen! Es ist im vorliegenden Fall unstrittig, dass 1999 an eine Opferfamilie Geld gezahlt wurde. Beanstandet wird vielmehr, ob die Zahlung von 6.500 D-Mark am 25.11. 1999 als „Schweigegeld“ bezeichnet werden darf und ob sie „den Beigeschmack einer Schweigegeldzahlung“ hat. <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-52985276.html">Das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL hatte einen Bericht in der Ausgabe 38/2007 mit &#8220;Schweigen gegen Geld&#8221; &#252;berschrieben</a>, Stefan Aigner hatte sich auf darauf in seinem Blog bezogen und auf den SPIEGEL verlinkt. Daf&#252;r wurde er zuerst abgemahnt, er unterschrieb die Unterlassungserkl&#228;rung nicht und nun liegt eine Einstweilige Verf&#252;gung gegen den Blogger vor.</p>
<p>Die Di&#246;zese Regensburg, vertreten durch die Anwaltskanzlei Romatka und Collegen, hat (manche werden es erahnen) beim <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Landgericht_Hamburg#Pressekammer">Landgericht Hamburg</a> nun eine Einstweilige Verf&#252;gung (AZ: 325 O 105/10) bewirkt, nach der es dem Blogger und selbstst&#228;ndigen Journalisten Stefan Aigner (<a href="http://www.regensburg-digital.de">Regensburg-Digital.de</a>) nun untersagt ist, die Meinung, die gezahlten 6.500 D-Mark seien &#8220;Schweigegeld&#8221; gewesen, &#246;ffentlich zu vertreten.</p>
<h2>Widerspruch!</h2>
<p>Stefan Aigner ist erst einmal sprachlos: Im wahrsten Sinne des Wortes. <a href="/schweigegeld-kirche-mahnt-blogger-ab/">Vor drei Wochen wurde er deswegen abgemahnt</a> und unterbreitete einen Kompromissvorschlag, der die Aussage als klare Meinungs&#228;u&#223;erung kenntlich machte. Doch das Landgericht Hamburg, <a href="http://www.buskeismus.de/">bekannt f&#252;r seine pressekritischen Urteile</a>, erlie&#223; eine Einstweilige Verf&#252;gung und tr&#228;gt so zur Einsch&#252;chterung von Bloggern, allgemein von Menschen, die ihre eigene Meinung &#246;ffentlich vertreten, bei.</p>
<h2>Ziel erreicht?</h2>
<p>Einem Ziel ist die katholische Kirche in Regensburg sicherlich n&#228;her gekommen: Menschen werden verunsichert, was sie &#252;ber die Kirche und die Vorw&#252;rfe zum sexuellen Mi&#223;brauch &#246;ffentlich sagen d&#252;rfen. Wer &#8211; wohlgemerkt &#8211; seine Meinung &#246;ffentlich &#228;u&#223;ert, l&#228;uft Gefahr, abgemahnt zu werden. Wenn man sich, wie es Stefan Aigner vorgemacht hat, tapfer dagegen wehrt, erledigt das LG Hamburg den Rest!</p>
<p>Die kubanische Bloggerin und Menschenrechtlerin <a href="http://desdecuba.com/generationy_de/">Yoani Sánchez</a> hat einmal geschrieben:</p>
<blockquote><p>Meinungsfreiheit herrscht in einem Land dann, wenn man sich an die Stra&#223;enecke stellen und rufen kann: „Hier herrscht keine Meinungsfreiheit!“</p></blockquote>
<p>Ich pers&#246;nlich bin gespannt, ob wir diesen Test hier und heute bestehen.</p>
<h2>Unterst&#252;tzen Sie die Meinungsfreiheit jetzt!</h2>
<p><a href="http://www.regensburg-digital.de/shop"><img class="alignleft size-full wp-image-2238" title="journalismissomething" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/04/journalismissomething1.png" alt="" width="175" height="182" /></a>Stefan Aigner hat einen Anwalt, der zusammen mit ihm die weitere Strategie plant: Widerspruch einlegen!</p>
<p>Doch das ist teuer, mehr als 5.000 € kosten Gericht und gegnerischer Anwalt. Ein dicker Brocken f&#252;r einen Blogger, ein Pappenstiel f&#252;r ein katholisches Bistum. Bis zum 4. Mai kann gegen die Einstweilige Verf&#252;gung des LG Hamburg noch Widerspruch eingelegt werden. Nur dann kommt es zu einer m&#252;ndlichen Verhandlung und die 5.000 € werden f&#228;llig (ca. 3.000 € sind es schon jetzt!)</p>
<p>Die Seite regensburg-digital.de wird von einem F&#246;rderverein getragen, dem <a href="http://www.regensburg-digital.de/foerderverein/">Verein zur F&#246;rderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.</a>. Der hat nun ein Treuhandkonto eingerichtet: Sollte bis zum 4. Mai gen&#252;gend Geld f&#252;r einen Widerspruch zusammenkommen, ziehen Stefan Aigner und der Verein vor Gericht. Falls kein Widerspruch eingelegt werden sollte, weil das Geld fehlt, erh&#228;lt jeder Spender sein Geld wieder zur&#252;ck.</p>
<h2>Spenden Sie bitte &#8211; ab 1 € sind Sie Unterst&#252;tzer</h2>
<p>Verein zur F&#246;rderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.<br />
Kontonummer: 63 363<br />
BLZ: 750 900 00, Volksbank Regensburg e. G.<br />
Verwendunszweck: SCHWEIGEGELD (bitte vermerken Sie, ob Ihr Name ver&#246;ffentlicht werden soll)</p>
<form action="https://www.paypal.com/cgi-bin/webscr" method="post">
<input style="margin-top: 2px;" name="cmd" type="hidden" value="_s-xclick" />
<input name="hosted_button_id" type="hidden" value="E7CEWAF5U3QTG" />
<input alt="Jetzt einfach, schnell und sicher online bezahlen – mit PayPal." name="submit" type="submit" value="Sie k&#246;nnen auf mit PayPal spenden - hier klicken" />
</form>
<p>Eine Liste aller bisherigen &#246;ffentlichen Spender finden Sie auf <a href="http://www.regensburg-digital.de/einstweilige-verfugung-gegen-meinungsauserung/20042010/">regensburg-digital.de</a>.</p>
<h2>Ideele Unterst&#252;tzung</h2>
<p>Bloggen Sie dar&#252;ber, erz&#228;hlen Sie ihren Freunden und Facebook-Kontakten davon. Sammeln Sie Spenden bei den Kollegen oder im Fu&#223;ballverein. Sie kennen einen Journalisten oder irgendjemanden, der publiziert? Erz&#228;hlen Sie davon! Wenn Sie Grafiker sind und hinter Photoshop keinen Bilderladen vermuten, gestalten Sie eine Anzeige, einen <a href="http://twibbon.com/">Twibbon</a>. Kurz: verarbeiten Sie das Thema mit den Mitteln, die Sie haben. Wenn Sie Programmierer sind, gestalten Sie eine #PetitionInCode, oder was auch immer. Helfen Sie mit!</p>
<p>Kaufen Sie in Regensburg-Digital <a href="http://www.regensburg-digital.de/shop/">Spreadshirt-Shop</a> oder werden Sie Fan auf der <a href="http://www.facebook.com/home.php#!/pages/Regensburg-Germany/regensburg-digitalde/192990119006?ref=ts">Regensburg-Digital-Facebook-Fanpage</a> werden.</p>
<h2>Alles, was Sie tun, st&#228;rkt ihm den R&#252;cken. #Danke!</h2>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://webevangelisten.de/einstweilige-verfugung-gegen-blogger-wegen-meinungsauserung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>46</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Facebookumfrage &#8211; Ergebnisse</title>
		<link>http://webevangelisten.de/facebookumfrage-ergebnisse/</link>
		<comments>http://webevangelisten.de/facebookumfrage-ergebnisse/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 12 Apr 2010 07:17:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Pfeiffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analysen]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Privacy]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Umfrage]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://webevangelisten.de/?p=2178</guid>
		<description><![CDATA[Facebook steht in der Kritik: Das gr&#246;&#223;te soziale Online-Netzwerk weltweit wird von Stiftung Warentest wegen seines laschen Umgang mit dem Datenschutz ger&#252;gt und Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner droht in einem offenen Brief mit ihrem Austritt, sollte sich das nicht &#228;ndern. Zur Diskussion um Datenschutz, also dem Schutz vor illegaler Verwendung personenbezogener Daten, kommt die Debatte zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Facebook steht in der Kritik: Das gr&#246;&#223;te soziale Online-Netzwerk weltweit wird von <a href="http://www.test.de/themen/computer-telefon/test/Soziale-Netzwerke-Datenschutz-oft-mangelhaft-1854798-1855785/">Stiftung Warentest wegen seines laschen Umgang mit dem Datenschutz ger&#252;gt</a> und Verbraucherschutzministerin <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,687280,00.html">Ilse Aigner droht in einem offenen Brief mit ihrem Austritt</a>, sollte sich das nicht &#228;ndern. Zur Diskussion um Datenschutz, also dem Schutz vor illegaler Verwendung personenbezogener Daten, kommt die Debatte zu Privatheit und Identit&#228;t im Web 2.0. Wie gehen Nutzer mit ihrer (vermeintlichen?) Privatsph&#228;re auf Facebook um? Wie gut l&#228;sst sich die eigenen Identit&#228;t im Netz (hier: auf Facebook) gestalten und selbst bestimmen?</p>
<p>In einer Umfrage habe ich 1.240 Facebook-Nutzer zu diesem Umgang mit ihrer Privatheit  auf Facebook befragt.</p>
<p><strong>Die Ergebnisse zusammengefasst:</strong> Die Mehrheit (58 %) lassen ihr Profil nicht von externen Suchmaschinen wie bspw. Google erfassen, ein knappes Viertel (23 %) auch nicht von der Facebook-internen Suche. Zwei Drittel (68 %) lassen die relativ intimen Informationen &#252;ber die eigenen Religionszugeh&#246;rigkeit (sofern angegeben) nur Freunde oder bestimmte Personen sehen. 37 % haben schon einmal Markierungen von sich auf fremden Fotos entfernt, 60 % hielten das noch nicht f&#252;r n&#246;tig. 3 % wollten Markierungen l&#246;schen, fanden aber die M&#246;glichkeit dazu nicht.<br />
<strong>Diese Befunde k&#246;nnen dahingehend interpretiert werden, dass die Mehrheit der Befragten bewusst mit ihrer Privatsph&#228;re auf Facebook umgeht, weil sie von den Standardeinstellungen abweichen und aktiv wurden.Bedenklich stimmt allerdings, dass 38 % der (eher informierten und erfahrenen) Befragten der Aussage zustimmten, die Handhabung der Einstellungen zur Privatsph&#228;re sei schwierig. Hier muss Facebook dringend <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2010/04/08/brief-ans-ministerium-facebook-antwortet-aigner-tatsaechlich-weist-die-kritik-zurueck/">nachbessern</a>!</strong></p>
<h2>Die Stichprobe</h2>
<p>Befragt wurden 1.240 deutschsprachige Facebooknutzer im M&#228;rz 2010. Beworben wurde die Umfrage &#252;ber Social-Media-Kan&#228;le: haupts&#228;chlich Facebook und Twitter. Aufgrund dessen ist die Stichprobe nicht repr&#228;sentativ f&#252;r die Grundgesamtheit aller deutschsprachigen Facebook-Nutzer, sondern deckt vermutlich sog. &#8220;Power-User&#8221; ab. <em>(F&#228;nde sich ein finanzkr&#228;ftiger Partner, w&#252;rde ich die Studie auf breiterer Basis gerne wiederholen.) </em></p>
<p>M&#228;nner sind in der Stichprobe mit 63% &#252;berrepr&#228;sentiert, was aber mit dem h&#246;heren Alter der Befragten erkl&#228;rt werden kann, siehe <a href="http://webevangelisten.de/facebook-nutzerzahlen/">Grundgesamtheit der deutschsprachigen Facebook-Nutzer</a>: &#220;ber alle Altersstufen ist das Geschlechterverh&#228;ltnis im Gesamten nahezu ausgeglichen, variiert aber mit unterschiedlichem Alter stark (je &#228;lter, desto mehr M&#228;nner sind darunter).</p>
<p>Die Alterstruktur der Befragten &#228;hnelt der <a href="/facebook-nutzerzahlen/">allgemeinen Altersstruktur auf Facebook</a></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2182" title="Altersstruktur der Befragten" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/04/alterstruktur.png" alt="" width="500" height="317" /></p>
<h2>Kontakte (&#8220;Freunde&#8221;)</h2>
<p>Der Median der Kontakezahl liegt bei 97, das bedeutet, die H&#228;lfte der Befragten hat mehr, die andere H&#228;lfte weniger als 97 Kontakte auf Facebook. (<a href="/twitter-userzahlen-deutschland-oesterreich-schweiz">Warum der Median das bessere Ma&#223; als das arithmetische Mittel ist, finden Sie hier</a>).</p>
<p>Die Verteilung der Kontaktezahl gleicht der von Twitter oder anderen Netzwerken: die breite Masse hat nur wenige Kontakte, einige wenigen haben besonders viele Kontakte (sog. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Power_law">Power-Law-Verteilung</a>).</p>
<p><a href="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/04/kontakte.png"><img class="alignnone size-medium wp-image-2186" title="Anzahl der Facebookkontakte" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/04/kontakte-500x271.png" alt="" width="500" height="271" /></a></p>
<h2>Mobiler Zugang, Zugriffsh&#228;ufigkeit, Marken auf Facebook</h2>
<p>Mobiler Zugang gilt als wichtiger Motor f&#252;r soziale Netzwerke im Internet.</p>
<p><span class="zahl">48 %</span> der Befragten greifen auch von unterwegs mit ihrem Smartphone auf Facebook zu.<br />
<span class="zahl">82 %</span> der befragten &#8220;Power-User&#8221; schauen mindestens t&#228;glich in &#8220;ihr&#8221; Facebook<br />
<span class="zahl">47 %</span> nutzen kein anderes Netzwerk au&#223;er Facebook</p>
<p>Bemerkenswert ist bei den beiden Fragen nach &#8220;Fan&#8221; sein und &#8220;ernsthaft Fan&#8221; sein der Unterschied in den Mittelwerten (Median). Knapp die H&#228;lfte der Fanbezeugungen auf Facebook entstammen keiner tieferen Beziehung zwischen Kunde und Marke. (Statistik-Hinweis: Die umgekehrte Aussage, alle Fan-Zahlen zu halbieren, um valide Aussagen zur Fan-Reichweite zu erhalten, geht aus diesen Zahlen nicht hervor!)</p>
<p><span class="zahl">16 Fanpages</span> Median der Seiten, von denen jemand &#8220;Fan&#8221; ist<br />
<span class="zahl">9 Fanpages</span> Median der Seiten, von denen jemand <strong>ernsthaft &#8220;Fan&#8221; </strong> ist</p>
<h2>Dichtung und Wahrheit</h2>
<p>Eine der besten M&#246;glichkeiten, die eigene Privatsph&#228;re im Internet zu sch&#252;tzen ist es, gar keine oder fehlerhafte Angaben zu machen. Zum einen kollidiert das teilweise mit den AGBs der Betreiber, zum anderen ergibt es unter Umst&#228;nden wenig Sinn, sich mit falschen Namen anzumelden, weil man sich ja gerade darstellen m&#246;chte, um  mit anderen als reale Person in Austausch zu treten.</p>
<p><span class="zahl">94 %</span> haben ihren richtigen Namen angegeben<br />
<span class="zahl">41 %</span> haben ihren Beziehungsstatus auf Facebook nicht angegeben<br />
<span class="zahl">9 %</span>geben einen falschen Beziehungsstatus an<br />
<span class="zahl">55 %</span> geben ihre Religion nicht auf Facebook an<span class="zahl"><br />
</span></p>
<h2>Privacy</h2>
<p>Die Privacy, also die Themen Datenschutz und Privatsph&#228;re, werden derzeit hei&#223; diskutiert. Zu unterscheiden ist in diesem Zusammenhang der <strong>Datenschutz</strong>, also das Sch&#252;tzen der eingegebenen Daten vor Missbrauch und (unerlaubter) Weitergabe durch die Betreiber vom Themenfeld der Privatsph&#228;re, also der bewusste pers&#246;nliche Umgang mit den eigenen Daten und der eigenen Identit&#228;t im Netz. Zu letzterem Themenkomplex habe ich in der <a href="http://facebookumfrage.de">Facebookumfrage</a> Fragen gestellt.</p>
<p>Auff&#228;llig ist, dass deutlich mehr als die H&#228;lfte das eigene Profil nicht von einer Suchmaschine (z.B. Google) indizieren l&#228;sst, und ein knappes Viertel sich auch nicht Facebook-intern finden lassen m&#246;chte. Daraus, und aus der Tatsache, dass ein Drittel schon pers&#246;nliche Markierungen auf Fotos gel&#246;scht hat, l&#228;sst sich schliessen, dass die Befragten bewusst mit ihrer Privatsph&#228;re umgehen. Nur (aber das sind 3 %-Punkte zu viel) 3 % wollten Markierungen von sich auf Fotos l&#246;schen, fanden aber die M&#246;glichkeit dazu nicht (siehe weiter unten: &#8220;Was nervt an Facebook&#8221;).</p>
<p><span class="zahl">58 %</span> lassen ihr Facebook-Profil nicht von Suchmaschinen (z.B. Google) indizieren<br />
<span class="zahl">23 %</span> tauchen nicht in der Facebook-internen Suche auf<br />
<span class="zahl">37 %</span> haben schon einmal Markierungen von sich auf fremden Fotos gel&#246;scht<br />
<span class="zahl">3 %</span> wollten Markierungen von sich auf Fotos l&#246;schen, fanden aber den Button nicht</p>
<h2>Religion als Lackmustest f&#252;r Umgang mit Privatheit auf Facebook</h2>
<p>38 % der befragten haben ihre Religion korrekt auf Facebook angegeben. Im Schaubild ist dargestellt, wer diese wahren Angaben sehen darf. Etwa zwei Drittel beschr&#228;nken diese relativ private Information auf den eigenen Freundeskreis, etwa ein F&#252;nftel macht diese Information f&#252;r alle zug&#228;nglich. Das Ergebnis kann dahingehend interpretiert werden, dass sich bei der relativ &#8220;intimen&#8221; Information &#252;ber Religionszugeh&#246;rigkeit die Mehrheit der Befragten Gedanken dar&#252;ber macht, wem diese Info zug&#228;nglich sein sollte, und wem nicht.</p>
<p><a href="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/04/religion1.png"><img class="alignnone size-medium wp-image-2196" title="&#214;ffentlichkeit von Religion auf Facebook" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/04/religion1-500x341.png" alt="" width="500" height="341" /></a></p>
<p>(Klicken Sie auf das Schaubild, um es zu vergr&#246;&#223;ern)</p>
<h2>Was nervt an Facebook?</h2>
<p>Facebook ist noch ein sehr junges Unternehmen &#8211; gerade mal sechs Jahre jung. &#196;nderungen an der Website oder den Datenschutzbestimmungen passieren laufend. Hier die Antworten auf die Frage: &#8220;Was nervt Sie an Facebook&#8221;.</p>
<p>Bemerkenswert ist Platz 1 &#8220;Anfragen von Apps oder Spielen&#8221;: 69% der Befragten gaben an, sich davon gest&#246;rt zu f&#252;hlen.Allerdings d&#252;rfte gerade dieser Punkt beim bezahlenden Publikum, den Werbetreibenden auf Facebook, genau anders herum gesehen werden: solche Funktionalit&#228;ten z&#228;hlen zu den Kernfeatures im viralen Marketing auf Facebook.</p>
<p>38 % der befragten User (wohlgemerkt, man kann davon ausgehen, dass das zum Gro&#223;teil netz-kompetente &#8220;Power-User&#8221; waren), halten die Handhabung zu den Privatsph&#228;ren-Einstellungen f&#252;r schwierig. Hier sollte Facebook dringend nachbessern, wenn Facebook <a href="http://www.seheichmichgezwungen.de/">Ilse Aigner als Userin</a> behalten m&#246;chte. :-)</p>
<p style="text-align: left;">Lange Wartezeiten sind f&#252;r 36 % ein &#196;rgernis. Das ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. In einem Test lieferte Google anstatt der &#252;blichen zehn Suchergebnisse pro Seite stolze 30 Treffer aus. Damit verl&#228;ngerte sich die Generierungszeit der Seite von 0,4 Sekunden auf 0,9 Sekunden. Die Folge: <a href="http://glinden.blogspot.com/2006/11/marissa-mayer-at-web-20.html">20 % weniger Traffic!</a></p>
<p><a href="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/04/aufreger.png"><img class="alignnone size-medium wp-image-2208" title="Was regt Sie an Facebook auf?" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/04/aufreger-500x295.png" alt="" width="500" height="295" /></a></p>
<p>(Klicken Sie auf das Schaubild, um es zu vergr&#246;&#223;ern)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://webevangelisten.de/facebookumfrage-ergebnisse/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

