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	<title>Webevangelisten &#187; Blogosphäre</title>
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	<description>Evidenzbasierende Social Media Beratung</description>
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		<title>Der digitale Gartenzwerg</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Apr 2011 06:36:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Pfeiffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verschiedenes]]></category>
		<category><![CDATA[Blogosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Es k&#246;nn&#8217; die br&#228;vsten Menschen nicht in Frieden bloggen,
wenn&#8217;s der b&#246;sen Gesellschaft nicht gef&#228;llt,
man kann die Leut&#8217; mit allzu wenig schocken,
in dieser unsrer Online-Welt.
Der Name ist es, der wo st&#246;rt,
an diesem erlauchten Kreise,
Und dass das ZDF auf sie nun h&#246;rt,
und nicht auf mich – Du sch&#246;ne Schei&#223;e!
F&#252;r wenig Geld ein Praktikant,
drum bitten sie uns jetzt,
doch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-3097" style="margin-bottom: 60px;" title="Gartenzwerg Symbolbild" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2011/04/gartenzwerg.jpg" alt="" width="180" height="418" />Es k&#246;nn&#8217; die br&#228;vsten Menschen nicht in Frieden bloggen,<br />
wenn&#8217;s der b&#246;sen Gesellschaft nicht gef&#228;llt,<br />
man kann die Leut&#8217; mit allzu wenig schocken,<br />
in dieser unsrer Online-Welt.</p>
<p>Der Name ist es, der wo st&#246;rt,<br />
an diesem erlauchten Kreise,<br />
Und dass das ZDF auf sie nun h&#246;rt,<br />
und nicht auf mich – Du sch&#246;ne Schei&#223;e!</p>
<p>F&#252;r wenig Geld ein Praktikant,<br />
drum bitten sie uns jetzt,<br />
doch Hilfestellung aus dem Netz,<br />
ist nicht verf&#252;gbar – in Deinem Land.</p>
<p>Der eine voll, die andere F&#246;rder-,<br />
so sind die Mitgliedschaften dort,<br />
es ist ein freiheitsloser Ort,<br />
und DigiGes ein M&#246;rder!</p>
<p>Ach, lebten wir in bess&#8217;rer Zeit,<br />
voll Liebe, Freiheit – weit und breit,<br />
es k&#246;nnt&#8217; der br&#228;vste Blogger ohne Rast<br />
tun, auch wenn&#8217;s dem b&#246;sen Nachbarn gar nicht passt.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Bild Dir Deine Meinung – so lange Du noch darfst …</title>
		<link>http://webevangelisten.de/bild-dir-deine-meinung-so-lange-du-noch-darfst/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Feb 2011 13:15:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Pfeiffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik & Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Blogosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Staat]]></category>
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		<description><![CDATA[Am 25. Februar tagt in Hamburg die Heilige Inquisition. An diesem Tag entscheidet das dortige Landgericht dar&#252;ber, ob der Journalist Stefan Aigner weiter seine Meinung zu einer Schweigevereinbarung, Geldzahlungen und einem eventuell bestehendem (von der Di&#246;zese mit gerichtlicher Hilfe bestrittenem) Zusammenhang &#228;u&#223;ern darf.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Vom Webevangelisten Luis Pistor.</em></strong></p>
<p><em>Am 25. Februar tagt in Hamburg die Heilige Inquisition. An diesem Tag entscheidet das dortige Landgericht dar&#252;ber, ob der Journalist  Stefan Aigner weiter seine Meinung zu einer Schweigevereinbarung, Geldzahlungen und einem eventuell bestehendem (von der Di&#246;zese mit gerichtlicher Hilfe bestrittenem) Zusammenhang &#228;u&#223;ern darf.</em></p>
<p>Derzeit ist Aigner seine Meinung per Einstweiliger Verf&#252;gung des Landgerichts Hamburg verboten – bei einer Strafandrohung von 250.000 Euro. <a href="http://www.regensburg-digital.de/wir-sagen-%E2%80%9Evergelts-gott%E2%80%9D/29042010/">Dank der breiten Solidarit&#228;t im Netz</a> wehrte er sich aber dagegen und steht mit der Di&#246;zese derzeit vor Gericht. Zeit, bekannte und unbestrittene Fakten auf den Tisch zu legen. Schlie&#223;lich soll sich jeder seine eigene Meinung bilden k&#246;nnen. Und Gott bewahre mich davor, hier einen falschen Eindruck zu erwecken. Ich habe keine 250.000 Euro.</p>
<h2>Wie kam es zu der Einstweiligen Verf&#252;gung gegen Aigner?</h2>
<p>Am 7. M&#228;rz ver&#246;ffentlichte er im Online-Magazin <a href="http://www.regensburg-digital.de/">regensburg-digital.de</a> unter dem Titel „<a href="http://www.regensburg-digital.de/domspatzen-missbrauch/07032010/">Aufkl&#228;rung auf katholisch</a>“ einen Kommentar. Der Tenor: Es ist grotesk, wenn die katholische Kirche – insbesondere in Regensburg – ank&#252;ndigt, Missbrauchsf&#228;lle aufzukl&#228;ren, die bei der katholischen Kirche stattgefunden haben. Es ist grotesk, wenn sie nun um das Vertrauen der Opfer bittet. Es ist grotesk, dieser Kirche Glauben zu schenken.</p>
<p>F&#252;r diese, seine Meinung f&#252;hrt Aigner mehrere Beispiele an, unter anderem schreibt er:</p>
<blockquote><p>„Und beim Vertuschen von Missbrauch zeigt man sich &#228;u&#223;erst kreativ.  […] Opfer eines p&#228;dophilen Pfarrers in Riekofen erhielten Schweigegeld. Das Bistum Regensburg hat das stets bestritten. Es habe keinen kausalen Zusammenhang zwischen der Zahlung und dem vereinbarten Schweigen gegeben, behauptet das Bistum. „Es geht Ihnen nicht um die Opfer, sondern vor allem darum, dass nichts an die &#214;ffentlichkeit kommt?, sagt eines der Opfer dem Spiegel.“</p></blockquote>
<p>Diese Passage verlinkt Aigner komplett auf einen juristisch nie angegriffenen Spiegel-Artikel aus dem Jahr 2007 mit der &#220;berschrift „<a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-52985276.html">Schweigen gegen Geld</a>“. Ende M&#228;rz erh&#228;lt Aigner von der Di&#246;zese Regensburg die Aufforderung, eine Unterlassungserkl&#228;rung zu unterzeichnen. Folgende Formulierung sei unrichtig:</p>
<blockquote><p>„Opfer eines p&#228;dophilen Pfarrers in Riekofen erhielten Schweigegeld. Das Bistum Regensburg hat das stets bestritten. Es habe keinen kausalen Zusammenhang zwischen der Zahlung und dem vereinbarten Schweigen gegeben, behauptet das Bistum. &#8216;Es geht Ihnen nicht um die Opfer, sondern vor allem darum, dass nichts an die &#214;ffentlichkeit kommt?&#8217;, sagt eines der Opfer dem Spiegel.“</p></blockquote>
<p>Gegen den Spiegel habe man wegen einer &#228;hnlichen Formulierung (in einem Artikel aus dem Jahr 2010 wohlgemerkt) schon ein Einstweilige Verf&#252;gung erwirkt, so die Rechtsanw&#228;lte der Di&#246;zese.</p>
<p>Aigner unterschreibt nicht. Er erkl&#228;rt sich aber rechtsverbindlich bereit, die Formulierung „Opfer eines p&#228;dophilen Pfarrers in Riekofen erhielten Schweigegeld“ bis zum Ende des Rechtsstreits der Di&#246;zese mit dem Spiegel nicht mehr zu wiederholen. Stattdessen schreibt er:</p>
<blockquote><p>„Ein Opfer des p&#228;dophilen Pfarrers von Riekofen erhielt eine Geldzahlung, welche nicht nur in den Augen unserer Redaktion den Beigeschmack einer Schweigegeldzahlung hat. [...]“</p>
<p>Von der Di&#246;zese kommt keine Antwort. Stattdessen folgt kurz darauf eine Einstweilige Verf&#252;gung des Landgerichts Hamburg, die Aigner bei Strafandrohung von bis zu 250.000 Euro beide Formulierungen verbietet.</p></blockquote>
<p>Aigner d&#252;rfe nicht den Eindruck erwecken, dass die Di&#246;zese „durch Vermittlung einer Geldzahlung“ bewirken wollte, dass „der in Rede stehende Vorfall nicht an die &#214;ffentlichkeit ger&#228;t“.</p>
<p>Kommen wir zu dem „in Rede stehenden Vorfall“. Anders ausgedr&#252;ckt, den sexuellen Missbrauch eines elfj&#228;hrigen Jungen im niederbayerischen Viechtach durch den Kaplan Peter K. im Jahr 1999. Die Eltern erfuhren davon und wandten sich an die Di&#246;zese. Sie hatten seinerzeit Angst, dass ihr Sohn in dem erzkatholischen &#214;rtchen &#246;ffentlich an den Pranger gestellt werden k&#246;nnte. Nach monatelangen Verhandlungen trafen Di&#246;zese und Kaplan auf der einen und die Eltern des missbrauchten Jungen auf der anderen Seite eine Vereinbarung mit folgenden wesentlichen Punkten:</p>
<ol>
<li>Es wurde beiderseitiges Stillschweigen vereinbart, „auf ausdr&#252;cklichen Wunsch der Eltern und im wohlverstandenem Interesse der Kinder“.</li>
<li>Es wurde die Zahlung eines Schmerzensgeldes von 6.500 Mark vereinbart.</li>
<li>Die Di&#246;zese sagte zu, s&#228;mtliche „medizinisch indizierten“ Therapiekosten f&#252;r den elfj&#228;hrigen Jungen und seine beiden Geschwister, die den Missbrauch mitbekommen hatten, zu &#252;bernehmen.</li>
</ol>
<p>Wenig sp&#228;ter zeigte ein Mitglied aus der Therapiegruppe des Vaters den Priester an. Die Familie erhielt daraufhin ein Schreiben der Di&#246;zese, in dem es unter anderem hei&#223;t:</p>
<blockquote><p>„Inzwischen l&#228;uft ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Deggendorf gegen Herrn K[...]; deshalb waren wir etwas &#252;berrascht, dass die Vereinbarung bei uns eingegangen ist, kurz nachdem sich die Staatsanwaltschaft gemeldet hat. Man sollte zun&#228;chst das Ergebnis der Ermittelungen und eines m&#246;glicherweise folgenden gerichtlichen Verfahrens abwarten, bis weitere Leistungen erbracht werden. Die Vereinbarung haben wir auf Aufforderung der Staatsanwaltschaft zur Verf&#252;gung gestellt. Wir hoffen, dass die Angelegenheit f&#252;r beide Seiten zu einem ertr&#228;glichen Ergebnis f&#252;hrt, Wir bedanken uns f&#252;r Ihre Bem&#252;hungen und verbleiben [...]“</p></blockquote>
<p>Das Ergebnis der Ermittlungen: Der Priester wurde per Strafbefehl zu einer Bew&#228;hrungsstrafe verurteilt. Der sexuelle Missbrauch wurde ansonsten nicht &#246;ffentlich. Die Di&#246;zese bezahlte Therapiekosten.</p>
<p>2007 erfuhr die Familie des missbrauchten Jungen, dass Peter K. bereits seit &#252;ber f&#252;nf Jahren in der Gemeinde Riekofen arbeitet. Dort wusste niemand etwas von seiner kriminellen Vergangenheit. Die Familie ging an die &#214;ffentlichkeit. Zeitgleich flog auf, dass Peter K. auch in Riekofen mindestens einen Ministranten &#252;ber Jahre sexuell missbraucht hatte. Er wurde daf&#252;r zu drei Jahren Gef&#228;ngnis verurteilt.</p>
<p>Bei der Familie aus Viechtach brachen die Ereignisse aus dem Jahr 1999 wieder auf. Sie beantragte bei der Di&#246;zese erneut Therapien. &#220;ber einen Rechtsanwalt lehnte die Di&#246;zese die &#220;bernahme von Therapiekosten f&#252;r die Mutter, die Geschwister und den 1999 missbrauchten Jungen ab. In dem Schreiben hei&#223;t es unter anderem:</p>
<p>Die Zahlungen in der Vergangenheit „basierten auf dem wohlwollenden Entgegenkommen des Ordinariats.“ Der Vorwurf, dass es sich bei den Zahlungen um „Schweigegeld“ handle sei „unredlich“. Die nun beantragten Therapien seien entweder von der Vereinbarung nicht gedeckt oder medizinisch nicht notwendig. Auch das vereinbarte Schweigen wird in dem Anwaltsschreiben erw&#228;hnt. Nat&#252;rlich, ohne einen Zusammenhang mit den abgelehnten Zahlungen herzustellen.</p>
<p>Die Familie ist bislang auf Kosten von mindestens 1.000 Euro sitzengeblieben.</p>
<p>Wie bei der ersten Verhandlung gegen Aigner zu erfahren war, bestreitet die Di&#246;zese, jemals die Zahlung irgendwelcher Therapiekosten verweigert zu haben. Gegen&#252;ber dem <a href="http://www.br-online.de/aktuell/kirche-justiz-missbrauch-ID1294666140909.xml">Bayerischen Rundfunk hat die Mutter des missbrauchten Jungen k&#252;rzlich angegeben, sie empfinde die Zahlungen der Di&#246;zese Regensburg im nachhinein als Schweigegeld</a>.</p>
<h2>Erweckt damit die Formulierung, die Aigner derzeit verboten wird, einen falschen Eindruck?</h2>
<p>Noch einmal zum Mitlesen:</p>
<blockquote><p>„Und beim Vertuschen von Missbrauch zeigt man sich &#228;u&#223;erst kreativ. […] Ein Opfer des p&#228;dophilen Pfarrers von Riekofen erhielt eine Geldzahlung, welche nicht nur in den Augen unserer Redaktion den Beigeschmack einer Schweigegeldzahlung hat. Das Bistum Regensburg hat das stets bestritten. Es habe keinen kausalen Zusammenhang zwischen der Zahlung und dem vereinbarten Schweigen gegeben, behauptet das Bistum. &#8216;Es geht Ihnen nicht um die Opfer, sondern vor allem darum, dass nichts an die &#214;ffentlichkeit kommt?&#8217;, sagt eines der Opfer dem Spiegel.“</p></blockquote>
<p>Bild Dir Deine Meinung, so lange Du noch darfst&#8230;</p>
<p><strong>Epilog:</strong> Der Spiegel hat sein Verfahren gegen die Di&#246;zese Regensburg in erster Instanz verloren und diskutiert noch dar&#252;ber, ob er in die zweite Instanz gehen will.<br />
Aigner hat f&#252;r den Fall einer Niederlage vor Gericht bereits Berufung angek&#252;ndigt.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Und sie dreht sich doch!</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Jan 2011 11:11:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Pfeiffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik & Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Blogosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Staat]]></category>
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		<description><![CDATA[Am 22. Juni 1633 fand in Rom der Prozess gegen den Astronomen Galileo Galilei statt. Ihm wurde vorgeworfen, das – heute – Selbstverst&#228;ndliche gesagt zu haben: Die Erde ist keine Scheibe und sie dreht sich um die Sonne. Dass freilich war vor knapp 400 Jahren eine Ungeheuerlichkeit und bedeutete Ungehorsamkeit gegen&#252;ber der Kirche. Die lie&#223; sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 22. Juni 1633 fand in Rom der Prozess gegen den Astronomen Galileo Galilei statt. Ihm wurde vorgeworfen, das – heute – Selbstverst&#228;ndliche gesagt zu haben: Die Erde ist keine Scheibe und sie dreht sich um die Sonne. Dass freilich war vor knapp 400 Jahren eine Ungeheuerlichkeit und bedeutete Ungehorsamkeit gegen&#252;ber der Kirche. Die lie&#223; sich das nicht gefallen und schickte die heilige Inquisition. Der Rest der Geschichte ist bekannt.</p>
<p>Heute hei&#223;t die Inquisition <em>Abmahnung</em> und <em>Einstweilige Verf&#252;gung</em> und ihr Folterknecht ist das Landgericht Hamburg. Dort wird am kommenden Dienstag der Fall des Regensburger Journalisten Stefan Aigner verhandelt, der sich seine <a href="http://www.regensburg-digital.de/domspatzen-missbrauch/07032010/">eigenen Gedanken</a> zu den Missbrauchsf&#228;llen in der katholischen Kirche gemacht hatte – die sich aber von denen des Klerus deutlich unterschieden. Die <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/wie-die-kirche-leute-zum-schweigen-bringt/">Sachlage</a> ist unbestritten: 1999 vergriff sich ein p&#228;dophiler Pfarrer in Viechtach im Bistum Regensburg an zwei Kindern. Als die Sache aufflog, unterschrieben die Opferfamilie, der T&#228;ter und das Bisch&#246;fliche Ordinariat eine gemeinsame Vereinbarung, in der die Zahlung von insgesamt 6.500 Mark „Schmerzensgeld” vereinbart wird. Und: „Im wohlverstandenen Interesse der Kinder und auf ausdr&#252;cklichen Wunsch der Eltern soll Stillschweigen gewahrt werden.”</p>
<p>Ist das nun „Schweigegeld” oder nicht? Oder darf man darin zumindest eine<em> Art „Schweigegeld”</em> sehen? Stefan Aigner jedenfalls bot dem Bistum Regensburg nach der ersten Abmahnung folgende Formulierung als Kompromiss an: „[Dass die Geldzahlung] nicht nur in den Augen unserer Redaktion den Beigeschmack einer Schweigegeldzahlung hat”. Darauf jedoch ging die Di&#246;zese nicht ein und erwirkte eine Einstweilige Verf&#252;gung beim Landgericht Hamburg, wo nun am kommenden Dienstag m&#252;ndlich dar&#252;ber verhandelt wird.</p>
<p>Man wei&#223; nicht, was Stefan Aigner am 11. Januar 2011 sagen wird, wenn er das Gerichtsgeb&#228;ude verl&#228;sst. Aber dass die Erde sich um die Sonne dreht und dass die Geldzahlung in den Augen vieler Menschen den Beigeschmack von Schweigegeld hat, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.</p>
<p>Vor Gericht und auf Hoher See ist man in Gottes Hand. Hoffentlich nicht.</p>
<p><em>Der Prozess findet am Dienstag, den 11. Januar um 13.30 Uhr, vor dem Landgericht Hamburg, <a href="http://maps.google.de/maps/place?cid=15719676305541885546&amp;q=landgericht+hamburg&amp;gl=de">Sievekingplatz 1</a>, 20355 Hamburg statt. Den Vorsitz f&#252;hrt Richter Andreas <a href="http://www.buskeismus.de/">Buske(ismus)</a>. </em><em>Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. </em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Best of 2010 &#8211; meine pers&#246;nlichen Bloghighlights des vergangenen Jahres</title>
		<link>http://webevangelisten.de/best-of-2010/</link>
		<comments>http://webevangelisten.de/best-of-2010/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 23 Dec 2010 17:23:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Pfeiffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Betrachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[Blogosphäre]]></category>
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		<description><![CDATA[Schnell dreht sie sich, unsere kleine Bloggerwelt. T&#228;glich werden in Deutschland Hunderttausende Tweets geschrieben und Abertausende Blogpostings verfasst. Nur wenige haben das Zeug, auch am Ende des Jahres noch im Ged&#228;chtnis zu bleiben.
Hier meine ganz pers&#246;nliche Auswahl von be-merken-swerten Blogbeitr&#228;gen aus dem zu Ende gehenden Jahr. Ein Hinweis: Diese Liste ist vollst&#228;ndig, vollumf&#228;nglich und ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schnell dreht sie sich, unsere kleine Bloggerwelt. T&#228;glich werden in Deutschland Hunderttausende Tweets geschrieben und Abertausende Blogpostings verfasst. Nur wenige haben das Zeug, auch am Ende des Jahres noch im Ged&#228;chtnis zu bleiben.</p>
<p>Hier meine ganz pers&#246;nliche Auswahl von be-merken-swerten Blogbeitr&#228;gen aus dem zu Ende gehenden Jahr. <em>Ein</em> <em>Hinweis: </em>Diese Liste ist vollst&#228;ndig, vollumf&#228;nglich und ich erhebe damit vollsten Anspruch auf Allgemeing&#252;ltigkeit. Der entsprechende Antrag bei der <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/scharfes_mediengesetz_fuer_ungarn_1.8789269.html">ungarischen Medienbeh&#246;rde NMHH</a> l&#228;uft bereits.<br />
<br/><br/><br/><em>Einer, der wie ich finde, st&#228;rksten Blogbeitr&#228;ge 2010 stammt vom allseits bekannten Sascha Lobo. Er ist ja nicht gerade f&#252;r Zur&#252;ckhaltung und seine leisen T&#246;ne bekannt. Um so mehr hat er mich mit seinem Beitrag am 25. Juli zu Katastrophe bei der Loveparade &#252;berrascht. Er traf f&#252;r mich den Ton und schrieb das einzig Richtige, das man zu diesem Zeitpunkt schreiben konnte. Eigentlich nichts, aber das &#252;ber 18 Zeilen lang:</em></p>
<h3><img class="alignleft size-full wp-image-2808" style="margin: 2px 10px 8px 0px;" title="saschalobo" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/12/saschalobo.png" alt="" width="48" height="48" />Zur Loveparade in Duisburg</h3>
<p>Ich habe nicht die geringste Ahnung, was im Detail wo und wie passiert ist. Ich sitze 500 Kilometer entfernt auf einem sehr weichen Stuhl und kann im Moment exakt nichts zu irgendetwas beitragen. Ich bin weder Augenzeuge noch Angeh&#246;riger noch potenziell Angeh&#246;riger oder irgendwie sonst pers&#246;nlich involviert. Ich bin kein Experte &#8230; <a href="http://saschalobo.com/2010/07/25/zur-loveparade-in-duisburg/">weiterlesen</a><br />
<br/><br/><br/><em>Stefan Aigner aus Regensburg ist Blogger, oder Journalist. So genau wei&#223; er das selber nicht. Er berichtet aus der Lokalpolitik und nennt die Dinge gerne beim Namen. Die sog. »intelligenten Wirksysteme« des N&#252;rnberger R&#252;stungskonzerns Diehlt nannte er »Streubomben« und eine Geldzahlung der Di&#246;zese Regensburg an eine Familie, die Opfer von sexuellem Missbrauch durch einen Geistlichen wurde, nannte er »Schweigegeld«. F&#252;r beides wurde er vor Gericht gezehrt. Aber der kleine bayerische Asterix l&#228;sst sich nicht den Mund verbieten. &#220;ber 10.000 € hat er f&#252;r den notwendigen Gang vor Gericht gesammelt:</em></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2809" style="margin: 2px 10px 8px 0px;" title="stefanaigner" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/12/stefanaigner.jpg" alt="" width="48" height="48" /></p>
<h3>Einstweilige Verf&#252;gung gegen Meinungs&#228;u&#223;erung</h3>
<p>Nicht nur kritische Berichterstattung, auch freie Meinungs&#228;u&#223;erung ist der katholischen Kirche ein Dorn im Auge. Um sie zu unterbinden, scheut man weder Kosten noch M&#252;hen. Die Di&#246;zese Regensburg hat durch ihre M&#252;nchner Anwaltskanzlei Romatka &amp; Collegen eine umfassende Einstweilige Verf&#252;gung gegen unsere Redaktion erwirkt&#8230; <a href="http://www.regensburg-digital.de/einstweilige-verfugung-gegen-meinungsauserung/20042010/">weiterlesen</a><br />
<br/><br/><br/><em>Es gibt wenige Momente im Leben eines Menschen, bei denen man auch Jahre sp&#228;ter noch wei&#223;, wo man war, als man davon h&#246;rte. 9/11 ist so ein Beispiel oder der Fall der Berliner Mauer. Ganz so weltbewegend ist der folgende Post nicht, aber ich kann mich dennoch gut daran erinnern, wo ich am 20. Januar war, als ich diesen Beitrag las. Ich hatte zuvor noch nie vom Carta geh&#246;rt, aber ich war hin und weg von der scharfen Analyse und der sehr ausf&#252;hrlichen Beschreibung eines Problems, das ich vorher zwar sah, aber lange nicht so klar beschreiben h&#228;tte k&#246;nnen. (Ach ja: ich war beim Skifahren am Spitzingsee und wollte mich vom anstrengenden Aufstieg nur ein wenig in der Sonne ausruhen und kurz die Gedanken abschweifen lassen &#8230;) Christoph Kappes schreibt auf Carta:</em></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2812" style="margin: 2px 10px 8px 0px;" title="carta" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/12/carta.png" alt="" width="48" height="48" /><img class="alignleft size-full wp-image-2806" style="margin: 2px 10px 8px 0px;" title="christophkappes" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/12/christophkappes.jpg" alt="" width="48" height="48" /></p>
<h3>Google-Bashing: Zur politischen &#214;konomie einer Suchmaschine</h3>
<p>Google gilt vielen derzeit als Inbegriff des Bedrohlichen. Angebracht w&#228;re es dagegen, Google als rational handelndes Wirtschaftsunternehmen zu begreifen. Erst dann lie&#223;en sich unbegr&#252;ndete &#196;ngste von tats&#228;chlichen Gefahren unterscheiden&#8230; <a href="http://carta.info/21775/google-bashing/">weiterlesen</a><br />
<br/><br/><br/><em>Der Mann redet so schnell, dass er in der Vergangenheit denkt (Robert Basic &#252;ber Robert Basic). Und er nimmt kein Blatt vor den Mund. Erst ein paar Monate zuvor hatte ich lernen m&#252;ssen, was ein <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Rant">Rant</a> ist und mich sehr dar&#252;ber aufgeregt, wie man sich gegenseitig manchmal versucht, niederzumachen. Um so mehr hat mich der Beitrag von Robert Basic pers&#246;nlich ber&#252;hrt und es hat mich gefreut, dass er den Spagat schafft, deutliche und deutlichste Worte zu finden, dabei aber nicht pers&#246;nlich beleidigend wird. Hut ab vor dieser Leistung: </em></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2807" style="margin: 2px 10px 8px 0px;" title="robertbasic" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/12/robertbasic.jpg" alt="" width="48" height="48" /></p>
<h3>Warum manche nicht einmal einen Blog-Buchstaben wert sind</h3>
<p>Ich kann es nicht mehr z&#228;hlen. Nicht mehr z&#228;hlen, die vielen Gespr&#228;chen mit befreundeten Bloggern, die gefrustet sind. Das l&#228;&#223;t sich genauso auf Gespr&#228;che mit denen &#252;bertragen, die irgendwo im Netz auf Foren, in Social Networks oder aber auf Twitter unterwegs sind. Gestern erst habe ich erneut so ein Gespr&#228;ch mit jemanden gef&#252;hrt, der wegen Nichts heruntergeputzt wurde&#8230; <a href="http://www.robertbasic.de/2010/02/wenn-das-social-web-asozial-wird/">weiterlesen</a><br />
<br/><br/><br/><em>Er schreibt in unregelm&#228;&#223;igen Abst&#228;nden, ist kein selbstst&#228;ndiger Berater und auch sonst habe ich nicht den Eindruck, als wolle sich Christian B&#246;lling mit seinen Blogbeitr&#228;gen profilieren. Er schreibt, was ihn (beruflich) bewegt und meist dann, wenn er anderer Meinung ist als der sog. Mainstream. Nicht in missionarischem Eifer, sondern wohl auch, weil er sich auf dem Weg der eigenen Meinungsfindung mit Anderen austauschen m&#246;chte und f&#252;r sich selber Klarheit sucht. Er ist erfrischend anders, und f&#252;r mich deshalb einer der Prototypen eines Bloggers: </em></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2805" style="margin: 2px 10px 8px 0px;" title="christianboelling" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/12/christianboelling.jpg" alt="" width="48" height="48" /></p>
<h3>Wir sitzen auf einem ganz sch&#246;n hohen Ross</h3>
<p>Es ist erstaunlich, wie sie gerade abl&#228;uft, diese Diskussion &#252;ber Google Streetview. Mal abgesehen davon, dass es nat&#252;rlich viel wichtigeres gibt als dass ein Unternehmen sein Produkt auf den Markt bringen kann. Was ich krasser finde: Wir, die Social Media &#8220;Experten&#8221;, sitzen auf einem ganz sch&#246;n hohen Ross. Und lachen oder fluchen &#252;ber jeden, der ein schlechtes Gef&#252;hl bei einem Produkt hat, das selbst bei uns keineswegs unumstritten ist&#8230; <a href="http://www.amendedestages.com/2010/08/wir-sitzen-auf-einem-ganz-schon-hohen.html">weiterlesen</a><br />
<br/><br/><br/><br />
Wie oben in der Einleitung geschrieben:<br />
<a href="http://helmutschmidt.me/?v=Y3">Hab nichts hinzuzuf&#252;gen. Oder etwa doch?</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Zehn Social Media-Ger&#252;chte und warum sie nicht stimmen</title>
		<link>http://webevangelisten.de/zehn-social-media-geruechte-und-warum-sie-nicht-stimmen/</link>
		<comments>http://webevangelisten.de/zehn-social-media-geruechte-und-warum-sie-nicht-stimmen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 21 Sep 2010 07:54:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Pfeiffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verschiedenes]]></category>
		<category><![CDATA[Blogosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Gerüchte]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Internet ist schnell, so schnell, dass ich manchmal das Dementi lese, noch bevor ich die eigentliche Meldung kenne. Manchmal hilft es, einfach mal zwei Tage offline zu bleiben, dann bekommt man manche Ger&#252;chte erst gar nicht mit, weil sie schon wieder widerlegt oder veraltet sind, so z.B., dass Facebook ein eigenes Handy auf den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Internet ist schnell, so schnell, dass ich manchmal das Dementi lese, noch bevor ich die eigentliche Meldung kenne. Manchmal hilft es, einfach mal zwei Tage offline zu bleiben, dann bekommt man manche Ger&#252;chte erst gar nicht mit, weil sie schon wieder widerlegt oder veraltet sind, so z.B., dass <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2010/09/20/peinliches-spaetsommer-theater-in-us-blogs-um-ein-moegliches-facebook-phone/">Facebook ein eigenes Handy auf den Markt</a> bringen will.<br />
Andere Ger&#252;chte halten sich hartn&#228;ckiger, und als Chef-Aufkl&#228;rer vor dem Herrn (siehe den Namen dieses Blogs), m&#246;chte ich nun f&#252;r eine Renaissance der Wahrheit im Internet im Allgemeinen und in der Blogosph&#228;re im Besonderen streiten.</p>
<p>Hier meine ultimative Liste (ja, ich wollte auch mal eine Liste der zehn so-und-so-Dinge ver&#246;ffentlichen), also:</p>
<h2 style="padding-bottom: 20px; color: #999;">Die zehn falschesten Social Media-Legenden</h2>
<h2>1) BING steht f&#252;r <em>But it&#8217;s not Google</em></h2>
<p>Stimmt nat&#252;rlich nicht. In Zeiten, in denen Google langsam „evil“ wird und Microsoft zum Underdog degeneriert, m&#246;chten manche vielleicht einen Endzeit-Kampf beider Giganten heraufbeschw&#246;ren, Bing steht aber lediglich f&#252;r „Ballmer is not Gates“. Moment, aber das w&#252;rde ja auch einen Kampf der Giganten bedeuten&#8230;</p>
<h2>2) Das WeTab kommt</h2>
<p>So oder so, das WePad, &#228;h, WeTab kommt. Ganz sicher. Mit oder ohne Multitouch („in den Vorf&#252;hrger&#228;ten lediglich deaktiviert“). Und wenn alle Stricke rei&#223;en, wei&#223; der Apple-Fanboy Richard @gutjahr Rat:</p>
<p><a href="http://gutjahr.biz/blog/2010/09/wetab/"><img class="alignleft size-full wp-image-2435" title="wetabinside" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/09/wetabinside.jpg" alt="" width="477" height="539" /></a></p>
<div>Illustration: <a href="http://gutjahr.biz/blog/2010/09/wetab/">Richard Gutjahr</a></div>
<h2>3) Sixtus und Lobo verdienen ihr Geld nach dem Ende von „Sixtus vs. Lobo“ in der Fu&#223;g&#228;ngerzone</h2>
<p>Auch wenn sie uns das glauben machen wollen, das ist nat&#252;rlich blanker Unsinn und nur dem Understatement des bekanntesten bundesdeutschen Frisurenuntersatz geschuldet. Lobo kehrt dem Online-Biz den R&#252;cken und wurde <a href="http://saschalobo.com/2010/09/13/einen-roman-also-aha/">Buchautor, mit richtig totem Holz und Stroh</a> und so.<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="270" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="quality" value="high" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="src" value="http://www.sixtus-vs-lobo.de/FlowPlayer.swf?config= configFileName: 'http://www.sixtus-vs-lobo.de/embed.js', videoFile: 'http://www.blinkenfilme.de/svl/047/SVL_047.mp4', splashImageFile: 'http://www.blinkenfilme.de/svl/047/SVL_047.jpg'" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="270" src="http://www.sixtus-vs-lobo.de/FlowPlayer.swf?config= configFileName: 'http://www.sixtus-vs-lobo.de/embed.js', videoFile: 'http://www.blinkenfilme.de/svl/047/SVL_047.mp4', splashImageFile: 'http://www.blinkenfilme.de/svl/047/SVL_047.jpg'" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" quality="high"></embed></object></p>
<p style="text-align: left; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em;"><a href="http://www.sixtus-vs-lobo.de/svl/video/220/">Sixtus vs. Lobo – Was wurde eigentlich aus Sixtus und Lobo?</a></p>
<h2 style="text-align: left; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em;">4) @mspro hat die Ctrl verloren</h2>
<p>Es war ein mutiger Versuch, von beiden Seiten: der Frei- und Sch&#246;ngeist <a href="http://twitter.com/mspro">@mspro</a> und die F.A.Z. tun sich zusammen und sinnieren &#252;ber den Ctrl-Verlust. Im Endeffekt hat Michael Seemann zwar den Ctrl-Verlust verloren, aber hat er die Kontrolle dann eigentlich nicht wieder gewonnen, wenn er ihren Verlust verliert&#8230;?</p>
<h2>5) Das erste iPad ging nach Bayern</h2>
<p>Okay, stimmt so zur H&#228;lfte. Aber eben nur fast. Schaut man in <a href="http://twitter.com/gutjahr">@gutjahr</a>&#8217;s Twitter-Location (und das ist das allein z&#228;hlige!), lebt er sowohl in M&#252;nchen als auch in Tel Aviv, und neuerdings einfach nur in „the Web“. Also nix mit Bayern allein. Trotzdem: O&#8217;zapft is!</p>
<h2>6) Auf Google StreetView wird die Polizei Streife fahren</h2>
<p>Da bin selbst ich (<a href="http://twitter.com/codeispoetry">@codeispoetry</a>) sprachlos. Aber Rainer Wendt, Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft hat zumindest &#246;ffentlich dar&#252;ber nachgedacht, <a href="http://www.bitterlemmer.net/wp/2010/08/15/polizeigewerkschaft-will-google-streetview-fur-virtuelle-streifenfahrten-nutzen/">Verbrechern mit Hilfe von StreetView aufzulauern</a>. Ob er immer noch vor&#8217;m Rechner hockt und auf Einbrecher wartet&#8230;?</p>
<h2>7) Die Post bringt das Briefgeheimnis ins Internet</h2>
<p>Manchen stellt es schon beim blo&#223;en Gedanken an das Ausdrucken von E-Mails die Zehenn&#228;gel hoch, aber was es mit dem <a href="http://www.computerwoche.de/netzwerke/web/2349373/">gelben Briefgeheimnis</a> im Netz auf sich hat, ist, nennen wir es mal h&#246;flich: <a href="http://blog.thomasnesges.de/archives/1364-Das-Briefgeheimnis-im-Internet-nicht-mit-dem-E-Postbrief.html">umstritten</a>.</p>
<h2>8) Mit dem iPhone kann man telefonieren</h2>
<p>Steve „Godfather“ Jobs soll auf entnervte Kommentare w&#228;hrend der <a href="http://t3n.de/news/iphone-4-antennagate-275892/">Antenna-Gate-Aff&#228;re</a> gesagt haben: „Relax&#8230;. it&#8217;s just a phone“. Ist es nat&#252;rlich nicht, es ist mehr als das. Wo die Reise hingeht, zeigt ein YouTube-Video, das Unbekannte in einem Biergarten in der N&#228;he von Cupertino vergessen haben:<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="500" height="300" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/udlxr8t1nZM?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="300" src="http://www.youtube.com/v/udlxr8t1nZM?fs=1&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<h2>9) Durch Depublikation l&#246;scht man &#246;ffentlich-rechtliche Inhalte</h2>
<p>Man kann es versuchen, aber sp&#228;testens seit Barbara Streisand wissen wir: es geht nicht. Nicht einmal bei &#246;ffentlich-rechtlichen Inhalten, bzw. gerade da nicht: <a href="http://depub.org/">http://depub.org/</a></p>
<h2>10) Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch die Anbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seiten ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, dass man sich ausdr&#252;cklich von diesem Inhalt distanziert. F&#252;r alle Links auf dieser Homepage gilt: Ich distanziere mich hiermit ausdr&#252;cklich von allen Inhalten aller verlinkten Seitenadressen auf meiner Homepage und mache mir diese Inhalte nicht zu eigen.</h2>
<p>Ohne Worte.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Einstweilige Verf&#252;gung gegen Blogger wegen Meinungs&#228;u&#223;erung</title>
		<link>http://webevangelisten.de/einstweilige-verfugung-gegen-blogger-wegen-meinungsauserung/</link>
		<comments>http://webevangelisten.de/einstweilige-verfugung-gegen-blogger-wegen-meinungsauserung/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 08:59:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Pfeiffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik & Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Blogosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn die Opfer eines p&#228;dophilen Pfarrers eine Geldzahlung erhalten und Sitllschweigen vereinbart wird, hat das in meinen Augen den Beigeschmack einer Schweigegeldzahlung. Auch wenn das Bistum Regensburg jeden kausalen Zusammenhang zwischen der Zahlung und dem vereinbarten Schweigen leugnet.
Diese Meinungsa&#252;&#223;erung m&#246;chte die katholische Kirche gerne vor Ihnen verheimlichen! Es ist im vorliegenden Fall unstrittig, dass 1999 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Wenn die Opfer eines p&#228;dophilen Pfarrers eine Geldzahlung erhalten und Sitllschweigen vereinbart wird, hat das in meinen Augen den Beigeschmack einer Schweigegeldzahlung. Auch wenn das Bistum Regensburg jeden kausalen Zusammenhang zwischen der Zahlung und dem vereinbarten Schweigen leugnet.</p></blockquote>
<p>Diese Meinungsa&#252;&#223;erung m&#246;chte die katholische Kirche gerne vor Ihnen verheimlichen! Es ist im vorliegenden Fall unstrittig, dass 1999 an eine Opferfamilie Geld gezahlt wurde. Beanstandet wird vielmehr, ob die Zahlung von 6.500 D-Mark am 25.11. 1999 als „Schweigegeld“ bezeichnet werden darf und ob sie „den Beigeschmack einer Schweigegeldzahlung“ hat. <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-52985276.html">Das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL hatte einen Bericht in der Ausgabe 38/2007 mit &#8220;Schweigen gegen Geld&#8221; &#252;berschrieben</a>, Stefan Aigner hatte sich auf darauf in seinem Blog bezogen und auf den SPIEGEL verlinkt. Daf&#252;r wurde er zuerst abgemahnt, er unterschrieb die Unterlassungserkl&#228;rung nicht und nun liegt eine Einstweilige Verf&#252;gung gegen den Blogger vor.</p>
<p>Die Di&#246;zese Regensburg, vertreten durch die Anwaltskanzlei Romatka und Collegen, hat (manche werden es erahnen) beim <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Landgericht_Hamburg#Pressekammer">Landgericht Hamburg</a> nun eine Einstweilige Verf&#252;gung (AZ: 325 O 105/10) bewirkt, nach der es dem Blogger und selbstst&#228;ndigen Journalisten Stefan Aigner (<a href="http://www.regensburg-digital.de">Regensburg-Digital.de</a>) nun untersagt ist, die Meinung, die gezahlten 6.500 D-Mark seien &#8220;Schweigegeld&#8221; gewesen, &#246;ffentlich zu vertreten.</p>
<h2>Widerspruch!</h2>
<p>Stefan Aigner ist erst einmal sprachlos: Im wahrsten Sinne des Wortes. <a href="/schweigegeld-kirche-mahnt-blogger-ab/">Vor drei Wochen wurde er deswegen abgemahnt</a> und unterbreitete einen Kompromissvorschlag, der die Aussage als klare Meinungs&#228;u&#223;erung kenntlich machte. Doch das Landgericht Hamburg, <a href="http://www.buskeismus.de/">bekannt f&#252;r seine pressekritischen Urteile</a>, erlie&#223; eine Einstweilige Verf&#252;gung und tr&#228;gt so zur Einsch&#252;chterung von Bloggern, allgemein von Menschen, die ihre eigene Meinung &#246;ffentlich vertreten, bei.</p>
<h2>Ziel erreicht?</h2>
<p>Einem Ziel ist die katholische Kirche in Regensburg sicherlich n&#228;her gekommen: Menschen werden verunsichert, was sie &#252;ber die Kirche und die Vorw&#252;rfe zum sexuellen Mi&#223;brauch &#246;ffentlich sagen d&#252;rfen. Wer &#8211; wohlgemerkt &#8211; seine Meinung &#246;ffentlich &#228;u&#223;ert, l&#228;uft Gefahr, abgemahnt zu werden. Wenn man sich, wie es Stefan Aigner vorgemacht hat, tapfer dagegen wehrt, erledigt das LG Hamburg den Rest!</p>
<p>Die kubanische Bloggerin und Menschenrechtlerin <a href="http://desdecuba.com/generationy_de/">Yoani Sánchez</a> hat einmal geschrieben:</p>
<blockquote><p>Meinungsfreiheit herrscht in einem Land dann, wenn man sich an die Stra&#223;enecke stellen und rufen kann: „Hier herrscht keine Meinungsfreiheit!“</p></blockquote>
<p>Ich pers&#246;nlich bin gespannt, ob wir diesen Test hier und heute bestehen.</p>
<h2>Unterst&#252;tzen Sie die Meinungsfreiheit jetzt!</h2>
<p><a href="http://www.regensburg-digital.de/shop"><img class="alignleft size-full wp-image-2238" title="journalismissomething" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/04/journalismissomething1.png" alt="" width="175" height="182" /></a>Stefan Aigner hat einen Anwalt, der zusammen mit ihm die weitere Strategie plant: Widerspruch einlegen!</p>
<p>Doch das ist teuer, mehr als 5.000 € kosten Gericht und gegnerischer Anwalt. Ein dicker Brocken f&#252;r einen Blogger, ein Pappenstiel f&#252;r ein katholisches Bistum. Bis zum 4. Mai kann gegen die Einstweilige Verf&#252;gung des LG Hamburg noch Widerspruch eingelegt werden. Nur dann kommt es zu einer m&#252;ndlichen Verhandlung und die 5.000 € werden f&#228;llig (ca. 3.000 € sind es schon jetzt!)</p>
<p>Die Seite regensburg-digital.de wird von einem F&#246;rderverein getragen, dem <a href="http://www.regensburg-digital.de/foerderverein/">Verein zur F&#246;rderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.</a>. Der hat nun ein Treuhandkonto eingerichtet: Sollte bis zum 4. Mai gen&#252;gend Geld f&#252;r einen Widerspruch zusammenkommen, ziehen Stefan Aigner und der Verein vor Gericht. Falls kein Widerspruch eingelegt werden sollte, weil das Geld fehlt, erh&#228;lt jeder Spender sein Geld wieder zur&#252;ck.</p>
<h2>Spenden Sie bitte &#8211; ab 1 € sind Sie Unterst&#252;tzer</h2>
<p>Verein zur F&#246;rderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.<br />
Kontonummer: 63 363<br />
BLZ: 750 900 00, Volksbank Regensburg e. G.<br />
Verwendunszweck: SCHWEIGEGELD (bitte vermerken Sie, ob Ihr Name ver&#246;ffentlicht werden soll)</p>
<form action="https://www.paypal.com/cgi-bin/webscr" method="post">
<input style="margin-top: 2px;" name="cmd" type="hidden" value="_s-xclick" />
<input name="hosted_button_id" type="hidden" value="E7CEWAF5U3QTG" />
<input alt="Jetzt einfach, schnell und sicher online bezahlen – mit PayPal." name="submit" type="submit" value="Sie k&#246;nnen auf mit PayPal spenden - hier klicken" />
</form>
<p>Eine Liste aller bisherigen &#246;ffentlichen Spender finden Sie auf <a href="http://www.regensburg-digital.de/einstweilige-verfugung-gegen-meinungsauserung/20042010/">regensburg-digital.de</a>.</p>
<h2>Ideele Unterst&#252;tzung</h2>
<p>Bloggen Sie dar&#252;ber, erz&#228;hlen Sie ihren Freunden und Facebook-Kontakten davon. Sammeln Sie Spenden bei den Kollegen oder im Fu&#223;ballverein. Sie kennen einen Journalisten oder irgendjemanden, der publiziert? Erz&#228;hlen Sie davon! Wenn Sie Grafiker sind und hinter Photoshop keinen Bilderladen vermuten, gestalten Sie eine Anzeige, einen <a href="http://twibbon.com/">Twibbon</a>. Kurz: verarbeiten Sie das Thema mit den Mitteln, die Sie haben. Wenn Sie Programmierer sind, gestalten Sie eine #PetitionInCode, oder was auch immer. Helfen Sie mit!</p>
<p>Kaufen Sie in Regensburg-Digital <a href="http://www.regensburg-digital.de/shop/">Spreadshirt-Shop</a> oder werden Sie Fan auf der <a href="http://www.facebook.com/home.php#!/pages/Regensburg-Germany/regensburg-digitalde/192990119006?ref=ts">Regensburg-Digital-Facebook-Fanpage</a> werden.</p>
<h2>Alles, was Sie tun, st&#228;rkt ihm den R&#252;cken. #Danke!</h2>
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		</item>
		<item>
		<title>Ans Kreuz mit ihm! &#8211; &#8220;Schweigegeld&#8221; oder nicht?</title>
		<link>http://webevangelisten.de/schweigegeld-kirche-mahnt-blogger-ab/</link>
		<comments>http://webevangelisten.de/schweigegeld-kirche-mahnt-blogger-ab/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 30 Mar 2010 22:31:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Pfeiffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Betrachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verschiedenes]]></category>
		<category><![CDATA[Abmahnung]]></category>
		<category><![CDATA[Blogosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Pressefreiheit]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Di&#246;zese Regensburg mahnt den Blogger Stefan Aigner (www.regensburg-digital.de) ab, weil der aus dem SPIEGEL zitierte und die Zahlung von 6.500 Mark an eine Opferfamilie als &#8220;Schweigegeld&#8221; bezeichnet. Im Spiegel schreiben Conny Neumann und Peter Wensierski:
Dem SPIEGEL liegen Dokumente vor, die belegen, dass sein Ordinariat [Regensburg] &#8211; hart an der Grenze der Legalit&#228;t &#8211; versucht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Di&#246;zese Regensburg mahnt den Blogger Stefan Aigner (<a href="http://www.regensburg-digital.de">www.regensburg-digital.de</a>) ab, weil der aus dem SPIEGEL zitierte und die Zahlung von 6.500 Mark an eine Opferfamilie als &#8220;Schweigegeld&#8221; bezeichnet. <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-52985276.html">Im Spiegel schreiben Conny Neumann und Peter Wensierski</a>:</p>
<blockquote><p>Dem SPIEGEL liegen Dokumente vor, die belegen, dass sein Ordinariat [Regensburg] &#8211; hart an der Grenze der Legalit&#228;t &#8211; versucht hat, Kindesmissbrauch zu vertuschen: Schweigen sollte mit Geld erkauft werden. Einer der missbrauchten Jugendlichen wirft den Kirchenm&#228;nnern vor: &#8220;Es geht ihnen nicht um die Opfer, sondern vor allem darum, dass nichts an die &#214;ffentlichkeit kommt. Das tut weh.&#8221;</p></blockquote>
<p>Bei Aigner (<a href="http://www.regensburg-digital.de/domspatzen-missbrauch/07032010/">http://www.regensburg-digital.de/domspatzen-missbrauch/07032010/</a>) liest sich das &#8211; mit verlinkter Quellenangabe &#8211; so:</p>
<blockquote><p>Ein Opfer des p&#228;dophilen Pfarrers in Riekofen erhielt Schweigegeld. Das Bistum Regensburg hat das stets bestritten. Es habe keinen kausalen Zusammenhang zwischen der Zahlung und dem vereinbarten Schweigen gegeben, behauptet das Bistum. „Es geht ihnen nicht um die Opfer, sondern vor allem darum, dass nichts an die &#214;ffentlichkeit kommt. Das tut weh”, sagte eines der Opfer dem SPIEGEL.</p></blockquote>
<p>Das Landgericht Hamburg hatte am 10. M&#228;rz per einstweiliger Verf&#252;gung (Aktenzeichen: 324 O 107/10)  dem Nachrichtenmagazin SPIEGEL untersagt, weiterhin den Eindruck zu erwecken, die Di&#246;zese Regensburg wolle &#8220;durch die Vermittlung einer Geldzahlung bewirken, dass der in Rede stehende Vorfall an die &#214;ffentlichkeit komme&#8221;. Vulgo: Zwar wurden 6.500 Mark an die Opferfamilie gezahlt, das sei aber kein &#8220;Schweigegeld&#8221; gewesen, so die Di&#246;zese. Allein, was war es dann?</p>
<p>Auf die einstweilige Verf&#252;gung bezieht sich nun die von der Di&#246;zese beauftragte Anwaltskanzlei Romatka &amp; Collegen aus M&#252;nchen und mahnt den Blogger ab: die Behauptung, es sei eine Art &#8220;Schweigegeld&#8221; an die Opferfamilie bezahlt worden, sei nicht hinnehmbar, so die Anw&#228;lte in ihrem Schreiben vom 29. M&#228;rz, das mir vorliegt. Bestritten wird nicht die eigentliche Zahlung der 6.500 Mark, sondern die Einsch&#228;tzung, dass sei &#8220;Schweigegeld&#8221; gewesen.</p>
<h2>Wenn 6.500 Mark bezahlt werden und eine Opferfamilie schweigt, war das dann &#8220;Schweigegeld&#8221;? Die katholische Kirche meint &#8220;Nein!&#8221;</h2>
<p>Es ist eine Frage der Interpretation: Tats&#228;chlich gab es, wie dem <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-52985276.html">SPIEGEL</a> zu entnehmen ist, eine Vereinbarung zwischen dem Bistum Regensburg mit dem p&#228;dophilen Pfarrer auf der einen und der Familie des Opfers auf der anderen Seite:</p>
<blockquote><p>Die Eltern beschwerten sich sofort beim Generalvikar. Aber das Ordinariat in Regensburg habe sie &#252;berredet, sagt Johanna T., keine Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Man wolle den Fall im Bistum lieber intern regeln. Am 25. November 1999 dann wurde ein rechtlich h&#246;chst dubioses Abkommen zwischen Familie, T&#228;ter und Bisch&#246;flichem Ordinariat geschlossen. In dem bislang der &#214;ffentlichkeit unbekannten Vertrag hei&#223;t es: &#8220;Im wohlverstandenen Interesse der Kinder und auf ausdr&#252;cklichen Wunsch der Eltern soll Stillschweigen gewahrt werden.</p></blockquote>
<p>Das Opfer des Pfarrers erhielt laut <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-52985276.html">SPIEGEL</a> damals 4000 Mark, seine Schwester 1000 Mark, der Bruder 1500 Mark als &#8220;Schmerzensgeld&#8221; vom Pfarrer. Schweigegeld oder nicht? Aigner meint ja und wagt das auch zu schreiben. Er weist in seinem Artikel darauf hin, dass das Bistum Regensburg stets bestritten habe, &#8220;Schweigegeld&#8221; bezahlt zu haben und dass stattdessen kein kausaler Zusammenhang zwischen der Zahlung der 6.500 Mark und dem vereinbarten Schweigen der Opferfamilie bestanden habe. Diese Einsch&#228;tzung der Di&#246;zese halte ich pers&#246;nlich allerdings f&#252;r wenig glaubhaft!</p>
<h2>Darf man diese Zahlung als &#8220;Schweigegeld&#8221; bezeichnen? Unter &#8220;brutalstm&#246;glicher Aufkl&#228;rung&#8221; hatte man bisher etwas anderes verstanden</h2>
<p><a href="http://www.regensburg-digital.de/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1934" title="Stefan Aigner" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/03/aigner-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die katholische Kirche versucht nun, ihren Kritiker Aigner brutalstm&#246;glichst zum Schweigen zu bringen: Bis zum 1. April soll Aigner eine Unterlassungserkl&#228;rung abgeben, Streitwert: 15.000 €.</p>
<p>Stefan Aigner allerdings will nicht aufgeben. Zu einer funktionierenden Demokratie geh&#246;re die vierte Gewalt im Staat: eine unabh&#228;ngige Presse. Und der m&#252;sse es auch erlaubt sein, begr&#252;ndete Einsch&#228;tzungen und Interpretationen einer Sachlage zu ver&#246;ffentlichen. Mit seiner Online-Zeitung <a href="http://www.regensburg-digital.de">www.regensburg-digital.de</a> verfolgt Aigner den Anspruch, zur einzigen gro&#223;en Tageszeitung in Regensburg eine kritische Alternative anzubieten, wie er mir in einem Interview vom M&#228;rz diesen Jahres erz&#228;hlte:  <a href="/regensburg-digital/">Auf eine Zigarette mit Bayerns bloggendem Staatsfeind Nr. 1</a>. Aigner hat sich in den vergangen Jahren immer wieder mit ganz Gro&#223;en angelegt: dem <a href="http://www.regensburg-digital.de/presseerklarung-zu-diehl-stiftung-co-kg-stefan-aigner/03032009/">Waffenhersteller Diehl</a> z.B. oder dem M&#246;belkonzern <a href="http://www.regensburg-digital.de/mobelkonzern-darf-uns-nicht-den-mund-verbieten/04032010/">XXXLutz</a>. Vor Gericht unterlegen ist er bisher noch nie.</p>
<h2>Hohe Kosten und Einsch&#252;chterungsversuche</h2>
<p><a href="http://www.regensburg-digital.de/">Regensburg-digital.de</a> geh&#246;rt nicht zu den Projekten, die eine eigene Rechtsabteilung finanzieren k&#246;nnten. Im Gegenteil: das Projekt nennt sich selbst <a href="http://www.regensburg-digital.de/unterstuetzen/">unabh&#228;ngig, mutig, unterfinanziert</a>. Aigner ist jetzt auf der Suche nach Juristen, die die Sachlage fachkundig einsch&#228;tzen k&#246;nnen und ihm ihre Hilfe anbieten. Auch moralische Unterst&#252;tzung in Form von Kommentaren zu diesem Beitrag hier oder <a href="http://www.regensburg-digital.de/domspatzen-missbrauch/07032010/">beim Original-Artikel</a> geben ihm R&#252;ckendeckung. Sie k&#246;nnen auch <a href="http://www.regensburg-digital.de/shop/">Merchandising-Artikel im Shop</a> kaufen mit dem sinnigen Leitspruch von <a href="http://www.regensburg-digital.de/">regensburg-digital.de</a></p>
<h2>Journalism is publishing<br />
what someone doesn&#8217;t want<br />
us to know, the rest is<br />
propaganda.</h2>
<p>&#220;brigens: In diesen Tagen j&#228;hrt sich die Kreuzigung Jesu zum fast 2.000sten Mal.</p>
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		<title>&#8220;Dumm 3.0&#8243; &#8211; Markus Reiter &#252;ber Hetzjagden im Internet und Journalismus als Dienstleistung</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Mar 2010 00:56:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Pfeiffer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Diplompolitologe Markus Reiter hat Angst! Er bef&#252;rchtet, dass das Internet unsere  Gesellschaft spaltet: in eine Informationselite, die sich den Zugang zu wert-vollen Informationen auch in Zukunft noch wird leisten k&#246;nnen und in eine unwissende, leicht zu verf&#252;hrende Masse, die von &#8220;krakeelenden Nutzern in Blogs, Foren und sozialen Netzwerken&#8221; f&#252;r dumm verkauft wird. Durch das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Diplompolitologe Markus Reiter hat Angst! Er bef&#252;rchtet, dass das Internet unsere  Gesellschaft spaltet: in eine Informationselite, die sich den Zugang zu wert-vollen Informationen auch in Zukunft noch wird leisten k&#246;nnen und in eine unwissende, leicht zu verf&#252;hrende Masse, die von &#8220;krakeelenden Nutzern in Blogs, Foren und sozialen Netzwerken&#8221; f&#252;r dumm verkauft wird. Durch das Sterben der traditionellen Medien gingen den Menschen die Wegweiser im Info-Dschungel verloren, was unsere Demokratie in ihren Grundfesten ersch&#252;ttere.</p>
<p>Es scheint so schlimm um unsere Zukunft zu stehen, dass der ehemalige <a href="http://www.faz.net/feuilleton">Feuilletonredakteur der FAZ</a> jetzt das Buch <strong>Dumm 3.0 &#8211; Wie Twitter, Blogs und Networks unsere Kultur bedrohen</strong> vorgelegt hat und damit in die Fu&#223;stapfen seines fr&#252;heren Chefs <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Schirrmacher">Frank Schirrmacher</a> (&#8220;<a href="http://www.amazon.de/Payback-Informationszeitalter-gezwungen-Kontrolle-zur%C3%BCckgewinnen/dp/389667336X">Payback &#8211; Warum wir im Informationszeitalter gezwungen sind zu tun, was wir nicht tun wollen, und wie wir die Kontrolle &#252;ber unser Denken zur&#252;ckgewinnen&#8221;</a>) tritt.</p>
<p>Noch vor seinem Erscheinen hat das Buch &#8220;Dumm 3.0&#8243; erwartungsgem&#228;&#223; f&#252;r viel Wirbel und noch mehr Widerstand in der Blogosph&#228;re gesorgt. Jens Arne @Maennig bringt diese Stimmung pr&#228;gnant auf den Punkt:</p>
<p><a href="http://twitter.com/maennig/statuses/10763663745"><img class="alignnone size-full wp-image-2068" style="border: 1px solid #ccc;" title="maennigignorieren" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/03/maennigignorieren1.png" alt="" width="473" height="216" /></a></p>
<p><em style="font-size: 80%;">(Sorry, Jens, aber den Gefallen tue ich Dir nicht. Kannst ja jetzt aufh&#246;ren zu lesen :-)</em></p>
<h2>Grund also, direkt beim Autor nachzufragen, ob wir uns alle im <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2010-03/markus-reiter-dumm-3.0">Web 2.0 zum Affen machen</a> und ob die Demokratie 3.0 direkt ins Mittelalter zur&#252;ck f&#252;hrt:</h2>
<p><strong>Thomas Pfeiffer: Herr Reiter, soeben ist Ihr Buch „Dumm 3.0“ erschienen. Man kann sich schon ungef&#228;hr vorstellen, worum’s im Buch geht. Was ist Ihre Kernthese &#8211; aber bitte in 140 Zeichen, wir haben schlie&#223;lich nicht ewig Zeit. :-) </strong></p>
<div id="attachment_2061" class="wp-caption alignleft" style="width: 185px"><img class="size-full wp-image-2061" title="Markus Reiter: Autor von &quot;Dumm 3.0&quot;" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/03/markus_reiter.jpg" alt="" width="175" height="225" /><p class="wp-caption-text">Markus Reiter: Autor von &quot;Dumm 3.0&quot;</p></div>
<p><strong>Markus Reiter:</strong> Manchmal muss man sich etwas mehr Zeit nehmen, damit man Gedankensplitter nicht mit Nachdenken verwechselt. Deshalb setze ich mich &#252;ber die Vorgabe hinweg. :-) Aber in der gebotenen K&#252;rze: Das Internet ist die Dritte Medienrevolution. Es hat gewaltige Ver&#228;nderungen unseres Kommunikationsverhaltens zur Folge. Mir scheint es notwendig, vier Errungenschaften in diese digitale Zeit hin&#252;ber zu retten: erstens den professionellen Journalismus, zweitens das Urheberrecht, drittens eine Bildung, die uns bef&#228;higt, Informationen zu selektieren und viertens eine vern&#252;nftige und vernunftgeleitete gesellschaftliche Debatte. Wenn wir das nicht schaffen, werden wir am Ende in einer Gesellschaft leben, die d&#252;mmer ist als heute – daher der Titel des Buches.<br />
<strong><br />
</strong><strong>Sie schimpfen &#252;ber F&#228;kalsprache im Internet, den rauen Umgangston in der Blogosph&#228;re und mangelnde Rechtschreibung in Blogkommentaren. Unter uns: Bildzeitung und Apotheken Umschau sind auch nicht gerade literarische Kleinode. Herr Reiter, lesen Sie vielleicht einfach die falschen Blogs und folgen Sie auf Twitter den falschen Leuten – nach dem Motto: Dummes liest nur, wer dummen Leuten folgt? </strong></p>
<p>Das Buch handelt ja nicht von den Folgen des Internets f&#252;r meine innere Befindlichkeit. Ich als Einzelner k&#246;nnte in der Tat nur einige kluge Blogs lesen, ein paar Aphoristikern auf Twitter folgen und den Rest ignorieren. Man k&#246;nnte als Einzelner ja auch nur Arte und 3Sat gucken und Lettre lesen. Es geht mir aber um die Folgen der Dritten Medienrevolution f&#252;r die Gesellschaft, und da kann man die Hetzjagden des Internetmobs ebenso wenig ignorieren wie die Hetzjagden bestimmter Boulevardmedien.</p>
<h2>&#8220;Hetzjagend des Internetmobs kann man nicht ignorieren!&#8221;</h2>
<p><strong>In Ihrem Buch schreiben Sie davon, dass das Internet mit seinen unz&#228;hligen Foren, Communities und Splittergruppen zu einer Zerfaserung der Gesellschaft f&#252;hre. Ist es nicht ein gesellschaftlicher Fortschritt, wenn sich mehr Menschen fachlich austauschen k&#246;nnen und miteinander diskutieren? Warum sollte das Social Web schlussendlich f&#252;r die Demokratie eine Gefahr sein? </strong></p>
<p>Es spricht nichts gegen spezialisierte Diskussionen in spezialisierten Foren des Social Web. Aber eine Gesellschaft braucht ein Forum des gemeinsamen Dialogs. Wenn wir uns alle nur noch von Freunden und Gleichgesinnten in sozialen Netzwerken selbst best&#228;tigen lassen, werden wir in einer extrem polarisierten Gesellschaft enden. Die USA sind heute schon an diesem Punkt angekommen. Zudem glauben viele Netz-Enthusiasten, durch das Internet werden die Ohnm&#228;chtigen m&#228;chtiger und folglich m&#252;ssten die M&#228;chtigen weniger m&#228;chtig werden. Das ist aber ein Irrtum: Das Internet macht auch die M&#228;chtigen noch m&#228;chtiger! Wenn die das erst einmal voll verstanden haben und es ausnutzen, werden sich viele noch die Augen reiben.</p>
<p><strong>Aufkl&#228;rung wird verstanden als der „Mut, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen“. Braucht es im Zeitalter, da sich jeder sehr einfach aus unz&#228;hligen Quellen selbst informieren kann, &#252;berhaupt noch Journalisten als „Gatekeeper“? Anders gefragt: Trauern Verlage nicht einfach einem &#252;berholten Gesch&#228;ftsmodell nach, weil ihnen jetzt die „Lizenz zum Gelddrucken“, wie Sie selber schreiben, von den Menschen im Internet entzogen wird? </strong></p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Dumm-3-0-Twitter-Networks-bedrohen/dp/3579068830/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1269734495&amp;sr=8-1"><img class="alignright size-full wp-image-2062" title="dumm30buchcover" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/03/dumm30buchcover.jpg" alt="" width="120" height="188" /></a>Leider werden in der Netz-Community Journalisten immer als Zensoren missverstanden. So als fragten sich die Kolleginnen und Kollegen in den Redaktionen jeden Tag: „Na, welche Meinungen und welche Fakten unterdr&#252;cken wir heute?“ Das ist ein Zerrbild. Journalisten sind in ersten Linie Dienstleister. Sie sortieren das Material f&#252;r ihre Kunden, also die Leser, H&#246;rer und Zuschauer, vor. Das machen Sie mal gut, mal weniger gut. Aber ihre Dienstleistung ist f&#252;r die Rezipienten ein Luxus – so wie sich Abteilungsleiter in Unternehmen das Material von ihren Mitarbeitern vorsortieren und aufbereiten lassen, um schneller und sicherer entscheiden zu k&#246;nnen. Wer die Arbeit der Selektion nicht von Journalisten erledigen l&#228;sst, muss sie selber machen. Das kostet Zeit, M&#252;he und ist fehleranf&#228;llig. Meiner Ansicht nach wird es &#8211; bedauerlicherweise – dazu kommen, dass sich die Reichen und M&#228;chtigen den Luxus der Qualit&#228;tsinformationen leisten werden; der Rest wird mit dem Schrott vorlieb nehmen m&#252;ssen.<br />
<strong><br />
Ihnen bl&#228;st &#8211; noch vor Erscheinen Ihres Buches &#8211; schon viel Gegenwind aus der Blogosph&#228;re ins Gesicht. Sie h&#228;tten das Internet nicht verstanden und seien ein Ewig-Gestriger. Der Titel Ihres Buches, „Dumm 3.0“, ist nicht gerade ein Friedensangebot an die Netzgemeinde. Sind Ihre provokanten Thesen nicht einfach nur unserer Mediengesellschaft geschuldet, die darauf aus ist, m&#246;glichst viel „Rabbatz“ zu erzeugen? </strong></p>
<p>Interessant nicht? Das sind Pawlowsche Reflexe. Ein Alpha-Blogger hat zum Beispiel in einem Tweet das Buch als ressentimentgeladen und argumentlos bezeichnet und gleich darauf zugegeben, es &#252;berhaupt nicht gelesen zu haben. So etwas w&#252;rden die Gro&#223;blogger jedem Journalisten zu Recht um die Ohren hauen. F&#252;r gro&#223;en Bl&#246;dsinn halte ich &#252;brigens die Phrase: „hat das Internet nicht verstanden“ – so als sei das Internet nicht ein Instrument, das auf die eine oder andere Weise gebraucht werden kann, sondern ein Buch der Offenbarung, das nur eine kleine Schar Eingeweihter richtig zu deuten vermag.</p>
<p><strong>Herr Reiter, vielen Dank f&#252;r das Gespr&#228;ch. Hoffen wir, dass Sie mit Ihren Vorhersagen nicht Recht behalten werden.<br />
</strong></p>
<h2>Hinweis: Podcast Geek-Week.de</h2>
<p>Markus Reiters Thesen im Buch &#8220;Dumm 3.0&#8243; waren auch Thema im Podcast von <a href="http://twitter.com/marcusschuler">Marcus Schuler</a>: <a href="http://www.geek-week.de/?p=46">Bedrohen Social Networks unsere Kultur? </a>auf Geek-Week.de. Hier war ich gemeinsam  mit <a title="Blog von Franziska Bluhm" href="http://blog.franziskript.de/" target="_blank">Franziska Bluhm</a> und <a title="S&#246;ren Stamer twittert unter dieser Adresse" href="http://twitter.com/SoerenStamer" target="_blank">S&#246;ren Stamer</a> Ende M&#228;rz zu Gast. Nach den Themen <em>Google Buzz</em> und <em>Googles R&#252;ckzug aus China</em> startet das Thema &#8220;Social Media bedroht unsere Kultur&#8221; bei Minute 11:00. <a href="http://www.geek-week.de/?p=46">H&#246;ren Sie rein</a>, es lohnt sich!</p>
<h2>Veranstaltungshinweis:</h2>
<p>Ich moderiere in Berlin ein Streitgespr&#228;ch zwischen Markus Reiter und Robert Basic -&gt; <a href="https://www.xing.com/events/twittwoch-special-dumm-3-0-streitgesprach-robert-basic-markus-reiter-491098">https://www.xing.com/events/twittwoch-special-dumm-3-0-streitgesprach-robert-basic-markus-reiter-491098</a></p>
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		<title>Auf eine Zigarette mit Bayerns bloggendem Staatsfeind Nr. 1</title>
		<link>http://webevangelisten.de/regensburg-digital/</link>
		<comments>http://webevangelisten.de/regensburg-digital/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 23:10:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Pfeiffer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Journalist Stefan Aigner betreibt im bayerischen Regensburg die Netzzeitung Regensburg Digital. Seit zwei Jahren berichtet er vornehmlich aus der Kommunalpolitik der CSU-gef&#252;hrten Stadt. &#220;berregional bekannt wurde Aigner durch seinen Rechtsstreit mit dem Waffenhersteller Diehl, dem er nicht &#246;ffentlich vorwerfen durfte, Streumunition herzustellen. Jetzt traf er sich mit den Rechtsanw&#228;lten des  M&#246;belkonzerns XXXLutz vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der Journalist Stefan Aigner betreibt im bayerischen Regensburg die Netzzeitung <a href="http://r-digital.de">Regensburg Digital</a>. Seit zwei Jahren berichtet er vornehmlich aus der Kommunalpolitik der CSU-gef&#252;hrten Stadt. &#220;berregional bekannt wurde Aigner durch seinen <a href="http://r-digital.de/?p=2337">Rechtsstreit mit dem Waffenhersteller Diehl</a>, dem er nicht &#246;ffentlich vorwerfen durfte, Streumunition herzustellen. Jetzt traf er sich mit den Rechtsanw&#228;lten des  <a href="http://r-digital.de/?s=xxl&amp;x=0&amp;y=0">M&#246;belkonzerns XXXLutz</a> vor dem Regensburger Landgericht.</em></p>
<p><strong>Thomas Pfeiffer: Stefan, warum braucht es in Regensburg &#252;berhaupt eine weitere Tageszeitung?</strong></p>
<div id="attachment_1950" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><img class="size-full wp-image-1950" title="Legt sich gern mit Gr&#246;&#223;eren an: Der Blogger Stefan Aigner." src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/03/xxxl1.jpg" alt="" width="200" height="268" /><p class="wp-caption-text">Legt sich gern mit Gr&#246;&#223;eren an: Der Blogger Stefan Aigner (nicht im Bild :-).</p></div>
<p>Die hiesige Tageszeitung (Mittelbayerische Zeitung) hat in Regensburg quasi eine Monopolstellung. Der Verleger Peter Esser ist IHK-Pr&#228;sident, er ist am lokalen Radio, TV beteiligt und hat diversen Anzeigenbl&#228;tter und Monatsmagazine am Start. Da wird&#8217;s etwas eng mit der Informationsvielfalt. Diese Monopolstellung ist &#252;brigens kein spezifisches Regensburger Problem.</p>
<p>In Passau ist es mit der PNP &#228;hnlich. <em>regensburg-digital.de</em> verfolgt nicht den Anspruch, die Tageszeitung zu ersetzen. Wir wollen eine Gegen- oder besser Zusatz&#246;ffentlichkeit bieten, wo der Schwerpunkt auf andere Themen gelegt wird, z.B. den Umgang mit <a href="http://r-digital.de/?s=asyl&amp;x=0&amp;y=0">Asylbewerbern</a> oder auch mal die Nachteile von ansonsten hochgejubelten Bauprojekten. Wir wollen einen etwas anderen Blick auf einige Immobilien- oder Grundst&#252;cksgesch&#228;fte in Regensburg werfen, die in der Tageszeitung eher gelobhudelt werden oder auch mal Unternehmensnachrichten bringen, die nicht gef&#228;rbt sind von dicken Anzeigenauftr&#228;gen, die ein Konzern wie <a href="http://r-digital.de/?s=XXXLutz&amp;x=0&amp;y=0">XXXLutz</a> an die Tageszeitung vergibt. Au&#223;erdem bieten wir ein sehr offenes <a href="http://r-digital.de/?feed=comments-rss2">Kommentar-Forum</a>, in dem jeder ungeschminkt seine Meinung sagen kann; auch wenn&#8217;s der Redaktion manchmal weh tut &#8230;</p>
<p><strong>Du berichtest zwar schwerpunktm&#228;&#223;ig &#252;ber kommunale Themen, schaust aber immer wieder &#252;ber die Stadtgrenzen hinaus. Als Mitte 2008 der R&#252;stungs-Unternehmer Werner Diehl einen  Verdienstorden vom damals wahlk&#228;mpfenden G&#252;nther Beckstein erhielt, f&#252;hrte Deine Berichterstattung zu einem Gerichtsprozess. Warum?</strong></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1934" title="Stefan Aigner" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/03/aigner.jpg" alt="" width="250" height="248" />Ich hab eine Bombe aus dem Hause Diehl nicht so bezeichnet, wie es sich der Waffenfabrikant gew&#252;nscht hat. Es geht um das Geschoss SMART 155, das mehrere NGOs (z.B. <a href="http://www.streubomben.de/die-laender/die-produzenten/prozess-diehl-gegen-aigner.html">B&#252;ndnis Landmine</a>, <a href="http://www.handicap-international.de/presse/presseerklaerungen/presseerklaerung-23022009.html">Handicap International</a>), Zeitungen, Munitionsexperten oder damals noch die Republik &#214;sterreich als Streumunition bezeichnet haben. Das habe ich auch getan und nebenbei noch die Nazi-Geschichte des Unternehmens ins Spiel gebracht. Diehl sah das als gesch&#228;ftssch&#228;digend an und hat mich verklagt. Interessant daran ist, dass Diehl vorher jahrelang mit Streumunition gutes Geld verdient hat und jetzt pl&#246;tzlich damit nicht mehr in Verbindung gebracht werden wollte. Immerhin wurde gerade ein weltweites Verbot von Streumunition diskutiert. Die neue Diehl-Bombe wurde auf Druck der Bundesregierung von dem Verbot ausgenommen und firmiert jetzt unter &#8220;intelligente Streumunition&#8221;.</p>
<p>Vor Gericht schlossen wir dann einen Vergleich. Diehl zahlte die Verfahrenskosten, daf&#252;r musste ich eine Einstweilige Verf&#252;gung akzeptieren. Ich muss k&#252;nftig zwischen herk&#246;mmlicxher Streumunition und der SMART 155 st&#228;rker differenzieren, hat mir der Richter geraten. <a href="http://www.regensburg-digital.de/?p=2347">Gr&#252;nen-Chefin Claudia Roth</a> sieht die SMART 155 &#252;brigens nach wie vor als Streumunition an, die verboten werden m&#252;sste. Insgesamt ist die Sache gut ausgegangen. Es gab gro&#223;es Medienecho und heute wissen mehr Leute &#252;ber Diehl Bescheid als vorher.</p>
<p><strong>Du hast Dich vergangene Woche wieder mit einem Konzern vor Gericht getroffen. Wie ist es gelaufen?</strong></p>
<p>Hervorragend. XXXLutz &#8212; laut Eigenwerbung der weltweit zweitgr&#246;&#223;te M&#246;belkonzern &#8212; ist mit seinem Versuch gescheitert uns den Mund zu verbieten. Per Unterlassungserkl&#228;rung wollte man uns untersagen, die Tatsache zu berichten, dass im Verkauf bei XXXL Hiendl Passau die Quote der Vollzeitbesch&#228;ftigten auf unter 30 Prozent reduziert wurde. <a href="http://r-digital.de/?p=6922">Wir haben uns gerichtlich gegen diese Abmahnung gewehrt und heute in allen strittigen Punkten recht bekommen.</a></p>
<p><strong>Solche Verfahren sind sehr schnell sehr teuer. Wie finanzierst Du Diene Zeitung/Dein Blog?</strong></p>
<p>Es sind zwei Standbeine. Zum einen ganz traditionell &#252;ber <a href="http://r-digital.de/?page_id=6776">Anzeigen</a>, auch wenn die gerade im lokalen Bereich schwer zu bekommen sind, wenn man ab und zu dem Oberb&#252;rgermeister oder der Stadtratsmehrheit auf die Zehen tritt. Andererseits gibt es den <a href="http://r-digital.de/?page_id=1499">Verein zur F&#246;rderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.</a>.</p>
<p><strong>Es wird in der Netzgemeinde immer wieder &#252;ber den vermeintlichen Graben zwischen Bloggern und Journalisten gestritten. Bist Du Blogger oder Journalist?</strong></p>
<p>Kommt darauf an, ob man Blogger als despektierliche Bezeichnung sieht. Das tue ich nicht. Es kommt immer darauf an, was der Journalist oder Blogger macht. Ich sehe <em>regensburg-digital.de</em> als Blog mit journalistischem Anspruch. Ich st&#252;tze mich bei meiner Berichterstattung auf Fakten, die ich recherchiert habe, verf&#228;lsche nichts und l&#252;ge nicht. Ich erlaube mir aber auch, eine klare Haltung zu vertreten. Das ist legitim und ehrlicher als dem Leser eine Objektivit&#228;t vorzugaukeln, die es in Wirklichkeit nicht gibt. Nur weil ein Text sich objektiv liest, ist er das noch lange nicht. Der Kommentar f&#228;ngt beim Weglassen an und in den traditionellen Medien fehlen h&#228;ufig ganze Themenbl&#246;cke.</p>
<p><strong>Danke f&#252;r das Interview.</strong></p>
<p><em>Disclaimer: Ich bin mit Stefan Aigner sehr gut befreundet.</em><strong><br />
</strong></p>
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		<title>Was erlaube Strunz?</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Feb 2010 14:27:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Pfeiffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Betrachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[Blogosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Diskussion um sog. &#8220;Social Media Experten&#8221; oder den &#8220;Anspruch der Blogosph&#228;re&#8221;, diese Diskussion ist wahrscheinlich &#228;lter als es Social Media, Web 2.0, New Economy, das WWW, E-Mail, das Usenet oder das Arpanet &#252;berhaupt sind. Wahrscheinlich ist die Diskussion sogar &#228;lter als alle Helden, die zurzeit hier mitdiskutieren&#8230;
Was mich an der derzeitigen Diskussion allerdings &#228;rgert, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Diskussion um sog. &#8220;Social Media Experten&#8221; oder den &#8220;Anspruch der Blogosph&#228;re&#8221;, diese Diskussion ist wahrscheinlich &#228;lter als es Social Media, Web 2.0, New Economy, das WWW, E-Mail, das Usenet oder das Arpanet &#252;berhaupt sind. Wahrscheinlich ist die Diskussion sogar &#228;lter als alle Helden, die zurzeit hier mitdiskutieren&#8230;</p>
<p>Was mich an der derzeitigen Diskussion allerdings &#228;rgert, das sind nicht nicht die ausgetauschten Argumente. Es sind nicht die Inhalte. Dar&#252;ber kann und soll man streiten!<br />
Mich nervt <strong>die Form</strong>, in der diskutiert wird: Wortwahl und Beitr&#228;ge lassen bisweilen die <strong>Kinderstube der Autoren nur sehr schelmenhaft </strong>erahnen! Manche Kommentatoren schrei(b)en auf dem nur schwer zu unterbietendem Westerwellen-Niveau!<br />
&#8220;Setzen! Sechs!&#8221; &#8211; das m&#246;chte man diesen L&#252;mmeln aus der letzten Bank zurufen.</p>
<h2>L&#228;cherliche Tiraden</h2>
<p>Ich kann ja verstehen, dass man mit deutlichen Worten seinem &#196;rger Luft machen m&#246;chte. Ich kann auch verstehen, dass ein paar Schimpfw&#246;rter im Artikel zu mehr Klicks f&#252;hren (und viele Klicks zu haben ist ja ganz &#8220;nett&#8221;). Allerdings vergessen manche, dass am anderen Ende der Tastatur ein Mensch sitzt &#8211; und der hat es nur in ganz seltenen F&#228;llen verdient, r&#252;pelhaft angemeckert zu werden.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=qzfq2HxAkrk"><img class="alignnone size-full wp-image-1894" title="trappatoni_wutrede" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/02/trappatoni_wutrede.jpg" alt="" width="500" height="284" /></a>Blaupause aller Web 2.0-Rants: Giovanni <a href="http://www.youtube.com/watch?v=qzfq2HxAkrk">Trappatonis Wutrede auf YouTube</a>.</p>
<h2>Das Muttiprinzip hilft Euch, ihr Trolle</h2>
<p>Ich w&#228;re ein schlechter P&#228;dagoge, w&#252;rde ich nicht auch Wege aus der Krise aufzeigen k&#246;nnen. Auf der viel gescholtenen <a href="http://www.tweetakademie.de/">Tweetakademie</a> (&#252;brigens gescholten von Leuten, die nicht da waren; gelobt aber von Teilnehmenden) hat ein Referent das sog. &#8220;Mutti-Prinzip&#8221; erkl&#228;rt. Es hilft bei Fragen, ob etwas erlaubt sei oder nicht. Es geht so:</p>
<blockquote><p>Man stelle sich seine eigene Mutter vor, die zu Einem sagt:<br />
&#8220;<strong>Is&#8217; gut, kannste machen.</strong>&#8221;<br />
Dann sei in vielen F&#228;llen eine Aktion okay. Falls <a href="http://www.deine-mutter.de/">deine Mudda</a> das aber nicht sagen w&#252;rde, solle man lieber die Finger davon lassen!</p></blockquote>
<p>Mancher Mamadonna m&#246;chte ich nicht im W-LAN-freien ICE begegnen.</p>
<h2>Die vier Seiten einer Nachricht: Selbstoffenbarung</h2>
<p>Die Wortwahl einiger Blog-Posts und der Kommentaroren, die auf diesen Haltungen herumturnen wie die Affen bei <a href="http://www.taptoplay.de/2009/01/27/tiki-towers/">TikiTowers</a>, verr&#228;t mehr &#252;ber die Beschwerdef&#252;hrer als &#252;ber die Sache selbst. Insofern hilft es, sich der Sache, sagen wir mal, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Irrationalismus">irrationalistisch</a> zu n&#228;hern, wenn die Trolle verstehen, was ich meine:</p>
<p><a href="http://twitter.com/zitate/status/9431870985"><img class="alignnone size-full wp-image-1891" title="schopenhauer_neid" src="http://webevangelisten.de/wp-content/uploads/2010/02/schopenhauer_neid.png" alt="" width="500" height="246" /></a></p>
<h2>Das Gesetz der Stra&#223;e</h2>
<p>Wahrscheinlich werden mir jetzt sog. &#8220;alte Hasen&#8221;, die schon vor 20 Jahren Firmen in Sachen New Economy beraten haben, vorwerfen, ich sei &#8220;zu zart besaitet&#8221; und der Ton in der Blogosph&#228;re sei nun mal rau. <strong>Wie bitte?</strong> Der Ton sei &#8220;nun mal rau&#8221;? Das ist kein Naturgesetz. Das kann man &#228;ndern. Ihr k&#246;nnt Euch &#228;ndern! Ich glaube fest an Euch! Ihr schafft das &#8211; mit Muttis Hilfe (siehe oben).</p>
<p>Ich kann mich nicht daran erinnern, mich irgendwann einmal (um auch in einer l&#228;cherlichen Sprache zu sprechen) darauf <em>commitet</em> zu haben, das man sich im Netz anschreien und beleidigen lassen muss. Ich m&#246;chte das Mutti-Prinzip deshalb an dieser Stelle erweitern:</p>
<h2>Euch sollte man die L&#246;ffel langziehen, ihr schelmenhaften R&#252;pel!</h2>
<p>Hugh, ich habe gesprochen! Und jetzt wieder zur&#252;ck zu Gus Backus:<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/nr6GyinkWr0&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/nr6GyinkWr0&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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